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Das Sozialpsychiatrische Tageszentrum der Caritas stellt während der Adventszeit verschiedene Krippen im Foyer des Landratsamtes Haßberge aus. Die Exemplare wurden im Rahmen des Projektes „Krippenbau“ von den Klientinnen und Klienten der Einrichtung unter der Anleitung des Ergotherapeuten Gerhard Kaim angefertigt. „Viele arbeitsintensive Stunden stecken in den Krippen“, sagte der Ergotherapeut. Unterschiedliche und wirkungsvolle Materialen haben die psychisch kranken und psychisch behinderten Menschen bei ihrer Arbeit verwendet. Das Resultat der teilweise großflächig gearbeiteten Krippen ist sehr ansprechend. Die Weihnachtskrippen, die eine Darstellung der Geburt Christi aus der Weihnachtsgeschichte zeigen, dargestellt durch Figuren in einer Modelllandschaft, sind in Anlehnung an den fränkischen, westfälischen und orientalischen Stil gearbeitet.

Die Klientinnen und Klienten des Caritas-Tageszentrums in Haßfurt sind aufgrund ihrer langjährigen und schwerwiegenden Erkrankung aus dem Arbeitsleben ausgeschieden und waren meist sozial isoliert. „Die Frauen und Männer erhalten in der Einrichtung eine sinnvolle Tagesstrukturierung, sozialpädagogische und ergotherapeutische Betreuung, lebenspraktisches Training, Sport und Entspannungsübungen durch ein fachliches Team“, erklärte Birgit Hofmann-Betz, Leiterin der Caritas-Einrichtung. Die Betroffenen können sich laut Leiterin wieder als Personen erleben, die ihre Bedürfnisse einbringen und wieder Leistungen erbringen. Sie werden mit ihren vielfältigen Problemen ernst genommen und durch auftretende, teilweise massive Krisen begleitet. Dies trage dazu bei, stationäre Klinikaufenthalte zu vermeiden und Angehörige zu entlasten. Für Hofmann-Betz ist es sehr wichtig und gleichzeitig integraler Bestandteil der Konzeption, mit immer neuen Projekten in der Öffentlichkeit auf die Situation psychisch erkrankter Menschen hinzuweisen. Zielführend sei es, die Integration und das Selbstverständnis dieser Menschen innerhalb des Gemeinwesens im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu fördern. 

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