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Der Fachkraftmangel ist überall präsent. Im Gesundheits- und Pflegebereich führt er zu besonderen Zuspitzungen, weil es hier um die Versorgung von Menschen geht, die äußerst schutzbedürftig sind und spezielle Bedarfe haben.

Konkret heißt das: Wenn es keinen Maurer gibt, müssen wir mit verlängerten Bauzeiten und steigenden Baukosten rechnen; das ist unschön und schwierig. Wenn es aber keine Pflegekraft gibt, dann bleiben leidende Menschen unversorgt und es entsteht physische menschliche und mitunter sogar existentielle Not.

Auch in unserem Landkreis Haßberge fehlt es an Pflegefachkräften, deshalb müssen inzwischen fast regelmäßig stationäre Pflegeplätze unbelegt bleiben und Kurzzeitpflegen können nicht mehr versprochen werden, da nicht vorhersehbar ist, ob zum gewünschten Termin die Fachkraftquote erfüllt ist. Das erschwert die ohnehin schon prekäre Situation für die Angehörigen noch mehr, denn sie können wohl verdiente Auszeiten nicht nehmen, wenn die zu pflegenden Angehörigen nicht untergebracht werden können.
Aber auch im ambulanten Pflegebereich steht nicht genügend Personal zur Verfügung. So müssen hier ebenfalls Hilfe suchende Pflegebedürftige auf eine Warteliste gesetzt werden, die eigentlich nicht vorhanden sein darf.

Es wird vielfältige Maßnahmen und einen langen Atem brauchen, um das Problem des Fachkraftmangels in der Pflege zumindest abzumildern, da weiterhin ein hoher und noch steigender Pflegebedarf herrscht, weil wir erfreulicherweise immer älter werden.
Natürlich ist unter anderem eine angemessene und attraktive Entlohnung wichtig. Die verbandliche Caritas zahlt nach AVR-Tarif. Im vergangenen Jahr hat die Arbeitsrechtliche Kommission (AK) für die circa 620.000 Beschäftigten in den rund 25.000 Caritas-Einrichtungen in Deutschland eine Erhöhung in drei Schritten zwischen 7,4 und 7,88 Prozent mehr Gehalt beschlossen. Mit diesem Ergebnis bleibt die Caritas im Wesentlichen auf dem Niveau des Öffentlichen Dienstes und damit im Vergleich innerhalb der Sozialverbände ganz oben.

Die AVR Caritas Ausbildungsvergütung in der Pflege ist die höchste unter allen Ausbildungsvergütungen in Deutschland! (Quelle: Datenbank des Berufsinstituts für Berufsforschung)
Die AVR Caritas Fachkraftvergütung Pflege ist im Schnitt 10 Prozent höher (!) als im Branchenvergleich (und das vor den im Sommer 2018 beschlossenen weiteren Erhöhungen) (Quelle: Faktenblatt 2017der Dienstgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes/Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit 2016).

Gerade für Pflegekräfte sind Wertschätzung und eine bessere gesellschaftliche Anerkennung wichtig, ebenso aber auch eine gerechte Entlohnung. Der Pflegeberuf hat schließlich durchaus einiges zu bieten und sollte uns allen viel wert sein.
Aufgrund der inzwischen guten Verdienstmöglichkeiten und der hervorragenden Zukunftsaussichten ist der Pflegeberuf mittlerweile attraktiv. Eine Ausbildung ist übrigens auch im höheren Alter möglich, z.B. nach der Familienpause, wenn die Kinder aus dem Haus sind.
Die Caritas erteilt gerne Auskunft: Tel. 09521 691-0; Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Im Internet findet man Informationen unter www.caritas-hassberge.de 

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