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"Die Mitarbeiterinnen in der Altenhilfe werden schlecht bezahlt!" - In jede Talkshow kann man diesen Satz unwidersprochen einwerfen. Aber er stimmt nicht, erklärt Dr. Hanno Heil, Vorstandsvorsitzender des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. (VKAD).

Genauer müsste es heißen: "Ein Teil der Altenpflegekräfte wird nicht gerecht bezahlt", so Dr. Heil weiter. Für einen anderen – durchaus beachtlichen – Teil der Altenpflegekräfte gilt dieser Satz nicht; er erfasst nämlich nicht diejenigen, welche in der Caritas (und ähnliches gilt für die Diakonie) beschäftigt sind. Dies sind in der Altenhilfe der Caritas immerhin 115.055 Beschäftigte.

Wie sich ihre Löhne von den übrigen Löhnen in der Altenhilfe unterscheiden, wird in einem Diskussionspapier dargelegt, das der Vorsitzende des VKAD und der Vorsitzende des Fachbeirates Personalentwicklung beim VKAD, Dr. Robert Seitz, erstellt haben. Anhand eines Vergleichs zwischen Entlohnungen von Altenpflege-fach- und -hilfskräften sowie Auszubildenden gegenüber anderen Trägern in der Altenhilfe werden Lohnunterschiede innerhalb der Branche dokumentiert. In einem weiteren Vergleich wird gezeigt, dass in der Caritas die Löhne für den frauen-dominierten Pflegeberuf den Vergleich mit einem männerdominierten Industrieberuf (Mechatroniker) nicht scheuen müssen. Aus diesen Vergleichen werden einige politische Schlussfolgerungen zur Verbesserung der Entlohnung in der gesamten Altenhilfe gezogen.
Falsche Aussagen über die Entlohnungssituation konterkarieren die dringend notwendigen Bemühungen der Personalgewinnung für die Altenpflege. Es ist deshalb an der Zeit, Widerspruch einzulegen gegenüber ständig wiederholten, aber unzutreffenden Aussagen über die Entlohnung in der Altenhilfe.

Den faktenbasierter Vergleich zu Fehleinschätzungen zur Entlohnung in der Altenhilfe können Sie unter www.vkad.de herunterladen.

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