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Caritas-Pflegeeinrichtungen bitten dringend um angemeldete und verantwortungsvoll gestaltete Besuche

Die Mitteilung der Bayerischen Staatsregierung, dass ab dem kommenden Wochenende, 09./10.05 2020 Besuche in Pflegeeinrichtungen wieder möglich sein sollen, hat Angehörigen von Bewohnern in Pflegeeinrichtungen große Hoffnung gemacht, ihre Liebsten wieder live sehen zu können.

Der Caritasverband Haßberge e.V. hat für seine Altenhilfe-Einrichtungen bereits in den letzten Wochen Besuchsmöglichkeiten geschaffen, die ein Wiedersehen unter den seinerzeit und auch jetzt geltenden Bestimmungen möglich machen. Dies gilt ausschließlich nach vorheriger, telefonischer Terminvereinbarung in der Verwaltung der jeweiligen Einrichtung. Möglich ist dann ein kurzer Besuch einer festen, registrierten Kontaktperson oder eines Familienmitgliedes mit fester Besuchszeit, der Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m und der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Besucher und besuchte Person. Die Einrichtungen selbst dürfen von den Besuchern weiterhin nur in einem eigens dafür ausgerichteten Bereich betreten werden, da das generelle Besuchsverbot in Bayern weiterhin gilt.

Anke Schäflein, Geschäftsführerin, erklärt hierzu: „Wir wissen, dass es nach der langen Zeit des Getrenntseins sehr schwer fällt, weiterhin Geduld aufzubringen. Bisher haben wir es geschafft, in keiner unserer Einrichtungen betroffen zu sein. Unser großes Ziel ist es, dass das so bleibt – gerade vor dem Hintergrund einer potentiell drohenden zweiten Ansteckungswelle im Zuge der gelockerten Maßnahmen. Auch wenn am Sonntag Muttertag ist, bitten wir die Angehörigen dringend, von Spontanbesuchen abzusehen und sich auf die bestehenden Kontaktmöglichkeiten per Telefon, Videotelefonie oder Briefe/Postkarten zu konzentrieren. Besuche vor Ort sind möglich, sind aber zum Schutz aller pflegebedürftigen Menschen und unserer Mitarbeitenden nur nach Voranmeldung, kontrolliert und nach den derzeit geltenden Hygiene- und Schutzbedingungen der Einrichtungen möglich. So müssen Besucher zum Beispiel grundsätzlich mit Mund-Nasen-Schutz eintreffen, sollten zum Besuch frisch gewaschene Kleidung tragen und vor Ort die Hände desinfizieren. Besuchern mit Erkältungssymptomen ist es untersagt, zu kommen. Wir behalten uns das Recht der Kontrolle der Köpertemperatur („Fieber messen“) bei Besuchern vor. Wir bitten eindringlich um Verständnis und Unterstützung unserer Bemühungen durch die Besucherinnen und Besucher“.

Die telefonische Vorabsprache dient der Zugangsbegrenzung. „Es müssen unbedingt unkontrollierbare und größere Menschenansammlungen vermieden werden, die am Muttertag normalerweise zu erwarten wären. Damit wollen wir auch unter den geänderten Bedingungen die Infektionsgefahr für alle gering halten“, betont Angelika Schmidt, Fachbereichsleitung Altenhilfe des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge. Sie gibt zu bedenken: „Es bleibt dabei: Der Corona-Virus ist hochgefährlich für die Pflegebedürftigen. Aus anderen Häusern wissen wir, dass selbst bei bester fachlicher Arbeit mit einer Todesrate von 20 Prozent unter den Bewohnern zu rechnen ist“.

Die Besuchsmöglichkeiten der Caritas-Einrichtungen im Landkreis:

Ambulant betreute WG für Senioren St. Martha, Knetzgau: Dank einer neu eingebauten Türe mit Glasfenster können Sich Angehörige und Bewohner wieder sehen.

Caritas Seniorenheim Sankt Bruno, Haßfurt: Besucherfenster zwischen Hauskapelle und Wohnbereich. Eine fest installierte Konstruktion mit Sichtfenster und akustischer Verstärkung sorgt für Wiedersehensfreude.

Altenservicezentrum St. Martin, Hofheim: In den Räumlichkeiten der Tagespflege wurde ein Besucherfenster geschaffen, bei dem sich Angehörigen durch eine Scheibe sehen und mit akustischer Unterstützung verständigen können.

Hausgemeinschaften St. Anna, Hofheim: Hier entsteht aktuell eine Besucherbox, die vor dem Gebäude von St. Anna fest platziert ist. Fa. Männling, Knetzgau, die auch schon die Konstruktion für das Besucherfenster in Sankt Bruno erstellt hat, baut aktuell eine wetterfeste Holz-Konstruktion als Besuchscontainer mit zwei voneinander getrennten Eingängen. „Für die schnelle und fachmännische Umsetzung und die gute Zusammenarbeit möchten wir uns herzlich bedanken“, so Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge.

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