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Alljährlich im Herbst findet in den bayerischen Gemeinden die Haussammlung "Helft Wunden heilen" des Sozialverbandes VdK Bayern statt. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bitten die bayerische Bevölkerung um Spenden für die Unterstützung von hilfsbedürftigen und notleidenden Menschen in den Gemeinden. So geschehen auch im Landkreis Haßberge. Der VdK-Kreisverband bekam 1250€ an Spendengeldern zusammen und möchte diese nun entsprechend weitergeben. „Der Kreisvorstandschaft ist es ein großes Anliegen, das Geld im Zuge der „Corona-Krise“ an Bedürftige auszuschütten. Deshalb sehen wir das Geld bei der Caritas Haßberge sehr gut investiert“, erklärt Andrea Stühler-Holzheimer, Geschäftsführerin VdK-Kreisverband Hassberge, das Vorhaben.

Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. nimmt die Spende dankend entgegen: „Die Hilfe für Menschen in Not steht im Zentrum der Caritasarbeit. Und gerade jetzt, in der Corona-Krise, zeichnet sich ab, dass Bedürftige durch wirtschaftliche und soziale Folgen besonders hart getroffen werden. Deshalb können wir das Geld sehr gut brauchen und werden es in geeigneter Form direkt an diese Zielgruppe weitergeben. Wir kennen die Bedürftigen. Über unsere Haßberg-Card, also den Sozialpass für den Landkreis Haßberge, müssen wir nicht erst groß in die Suche nach Betroffenen oder in eine Bedürftigkeitsprüfung einsteigen. Das ist bereits erledigt. Wir freuen uns mit den Bedürftigen über diese zusätzliche Finanzspritze, die wir gerade jetzt, bei steigenden Zahlen von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit, besonders gut brauchen können. Wir möchten außerdem neu in Not geratene Personen ermutigen, sich bei uns zu melden. Herzlichen Dank an den VdK Haßberge und allen Menschen, die sich dort engagieren.“

Aktuell arbeitet der Caritasverband für den Landkreis Haßberge an der Umsetzung einer landkreisweiten Idee. In Anlehnung an den von Bürgermeister Paulus initiierten Knetzgauer Hilfsfond könnte ein Solidaritätsfond „Wirtschaft und Soziales für den Landkreis Haßberge“ entstehen. „Ziel ist es, damit Bedürftigen direkt und unbürokratisch zu helfen, zum Beispiel in Form von (Lebensmittel-)Gutscheinen, die bei vielen Geschäften und Dienstleistern im Landkreis einlösbar sind. Gleichzeitig soll mit dem Projekt die heimische Wirtschaft unterstützt und zusätzlich auch eine Anerkennung für Menschen, die in Pflegeeinrichtungen tätig sind, erreicht werde. Diese könnten ebenfalls solche Gutscheine erhalten“, berichtet Thomas Jakob, Leiter der Allgemeinen Sozialberatung des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge. Jakob ist dazu momentan im Austausch mit verschiedenen Ansprechpartnern im Landratsamt und den Gemeinden.

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