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Im Rahmen der bundesweiten "Woche der Seelischen Gesundheit" zeigte das Sozialpsychiatrische Tageszentrum (TAZ) der Caritas in Haßfurt eine virtuelle Ausstellung der Kunstwerke, die Klientinnen und Klienten während eines Gruppenangebots mit Ergotherapeut Gerhard Kaim erstellt haben. 

Ziel war es, für einen offenen Umgang mit dem Thema psychische Erkrankung zu werben. Hier können Sie alle Bilder in einem Video ansehen:

 

 

Scherenschnitt
Titel: „Es ist schon heikel“
Das Leben mit einer psychischen Erkrankung ist ein (Draht-)Seil-Akt. Selbst wenn die aktuelle Situation stabil erscheint – es kann jederzeit und unvorhersehbar, ganz plötzlich alles „wackelig und instabil“ werden. Es reichen kleinste Einflüsse von innen und/oder außen. Da hilft ein „doppelter Boden“, der durch die Gemeinschaft der KlientInnen und die Unterstützung der Mitarbeiter im Tageszentrum gegeben ist.

Collage
Titel: „Wir bleiben gesund“
Gemeinsam kann die Krankheit bewältigt werden. Zusammenhalt, gemeinsam lernen, was gut tut, akzeptiert werden und das sichere Gefühl, dass noch eine vertraute Person da ist, die auch in einer Krise Halt und Orientierung gibt, nicht mehr alleine sein zu müssen mit den Symptomen der Krankheit, das ist es, was zählt. So sind Lebensfreude und größtmögliche Stabilität trotz der Erkrankung möglich.

Collage
Titel: „Angst vor dem dunklen Gedankensturm“
Die Collage zeigt den Wendepunkt unmittelbar vor einer wiederkehrenden Psychose oder einem depressiven Schub. Oftmals merkt der Erkrankte, dass ein weiterer Schub bevorsteht. Die Angst wird immer größer, die Wahrnehmung des eigenen Körpers verändert sich, die Realität wirkt zunehmend verzerrt. Man erlebt sich fremdbestimmt und den eigenen Ängsten ausgeliefert.

Acryl
Titel: „Meine zwei Ichs“
Menschen mit bipolaren Störungen schwanken häufig zwischen zwei extrem unterschiedlichen Stimmungslagen. So verspüren sie meiste extreme Hoffnungslosigkeit in der depressiven Phase und Euphorie während der manischen Phase.  Bei Personen mit einer manisch depressiven Erkrankung sind die Stimmungsschwankungen in Anzahl, Dauer und Ausprägung sehr unterschiedlich.

Acryl
Titel: „Meine Narben“
Das Bild symbolisiert einerseits die Narben, die durch frühere Gewalterfahrungen entstanden sind. Der Zustand und die damit verbundenen Gefühle von Ohnmacht, Angst und Überregung sind so unerträglich, dass erst einmal nur selbstverletzendes Verhalten hilft. Aber das hinterlässt neue Verletzungen - innerlich wie äußerlich. Lernen die Gefühle wahrzunehmen, sie konstruktiv auszudrücken und diese bewältigen lernen, um aus dem eigenen Teufelskreis von Opfer- und Tätersein auszusteigen.


Acryl
Titel: „Zeit der Veränderung“
Das ursprüngliche Stilleben, eigentlich mit weißem Hintergrund, Tisch, Teekannen und Obst – wandelt sich. Vor allem der Hintergrund veränderte sich auffällig abstrakt, fast bizarr.  In einer Psychose kann sich die Wahrnehmung verändern. Der Kranke kann Stimmen hören, Dinge sehen, die nicht da sind (Halluzinationen), auch Wahngedanken sind möglich.  Das Bild wurde während der Psychose einer Klientin mit Schizophrenie gemalt.

Skulptur
Titel „Das war meine Familie“
Im Leben vieler psychisch kranker Menschen kommt es oftmals zur Trennung der Familie und/oder zum Rückzug von Familienangehörigen. Die betroffenen Familien werden mit ihren Problemen alleine gelassen und teilweise von der Gesellschaft ausgeschlossen. Kinder leiden besonders darunter, wenn ein Elternteil von einer psychischen Erkrankung betroffen ist und das Familiensystem an der Belastung zu zerbrechen droht.

Acryl
Titel: „Albtraum"
Ein Grauen ohne Worte.


Acryl
„Das Auseinanderfallen des ICHs“
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