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Gestern Abend erreichte uns die Ergebnismeldung der letzten PCR-Testung – die dritte seit dem 21.12. -  unserer Bewohnerinnen und Bewohner in Sankt Bruno vom 29.12.2020: 24 von 69 Bewohnern sind positiv auf das Virus SARS-CoV-2.

Bislang sind die meisten Betroffenen – weiterhin mit Ausnahme einer Bewohnerin - gänzlich ohne Symptome; einige Wenige zeigen milde Erkältungsanzeichen, wie z.B. leichten Schnupfen oder mal leicht erhöhte Temperatur. Die besagte eine Bewohnerin befindet sich weiter im Krankenhaus.

Die Angehörigen der neu positive getesteten pflegebedürftigen Senioren wurden gestern Abend noch informiert. Die Personen, die keine Meldung erhalten haben, haben keine betroffenen pflegebedürftigen Angehörigen.

Am Samstag, den 02.01.2021, sind die nächsten PCR-Reihentestungen unter den Bewohnern terminiert. Das Gesundheitsamt unterstützt uns damit weiter vor Ort.

Bis zum 08.01.2021 ist unser Haus nun unter Quarantäne gestellt. Damit ist auch klar, dass mindestens bis dahin ein striktes Besuchs- bzw. Abholverbot und jetzt auch Ausgehverbot besteht. Ein Besuch bei sterbenden Bewohnern – ob mit oder ohne Corona-Infektion – wollen wir aber in jedem Fall umsetzen. Dies in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt.

Unter den Mitarbeitenden stehen wir aktuell bei einer Zahl von zehn Betroffenen. Allerdings sind uns noch nicht alle Ergebnisse aus dem Testzentrum Wonfurt, wo sich die Mitarbeitenden testen lassen müssen, bekannt. Unter den Mitarbeitenden liegen uns bislang keinerlei Symptommeldungen vor – mit Ausnahme einer jungen Verwaltungskraft, die aber als Kontaktperson schon länger in Quarantäne ist und klassische Erkältungssymptome dann in der Isolation entwickelt hat.

So müssen wir feststellen, dass seit der ersten positiven Testung einer Bewohnerin am 21.12.20 innerhalb von nur acht Tagen 23 Bewohner betroffen sind und 10 Mitarbeitende – trotz aller Schutzmaßnahmen.

Diese Lage in Sankt Bruno ist insbesondere deshalb so schwer auszuhalten, weil wir so kurz vor den Impfungen standen. Wir waren für den 29.12.2020 für die Impfung vorgeplant und so viele der Bewohnerinnen und Bewohner von Sankt Bruno wollten das Impfangebot wahrnehmen!
Corona in einer stationären Altenpflege-Einrichtung ist immer einfach schlimm. So knapp vor dem rettenden Ufer aber ist es besonders bitter, dies nach mehr als neun Monaten Kampf und Zittern doch noch erleben zu müssen.

Angesichts dieser Lage fällt es uns schwer, zuversichtlich ins Neue Jahr zu blicken. Das Jahr 2020 ruht schwer wie mindestens zehn auf unseren Schultern.

Wir danken allen für jedes Gebet, jeden guten Gedanken und jedes gute Wort in unsere Richtung, die uns schon zahlreich erreichten.

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