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Es ist jedes Jahr ein herzliches Wiedersehen, voller Dankbarkeit und Erinnerungen, wenn sich Angehörige und Freunde von verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohnern im November zum Gedenkgottesdienst im Hofheimer Caritas Altenservicezentrum einfinden. Danach haben Mitarbeitende, Familienangehörige und andere Bewohner in der Cafeteria die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und Erinnerungen auszutauschen.

Doch 2020 ist ja bekanntlich alles anders. Das aktuelle Infektionsgeschehen und die damit verbundenen besonderen Besuchsregelungen und das Abstandsgebot lassen keinen gemeinsamen Gottesdienst in den Räumen des Caritas-Altenservicezentrums zu. Um den Angehörigen dennoch die Möglichkeit des Gedenkens zu geben, haben sich Mitarbeiterinnen für dieses Jahr eine besonders schöne Alternative einfallen lassen und zusammengearbeitet. In der Woche vom 19.11.2020 bis 25.11.2020 wurde ein herrlich geschmückter Altar im Garten der Einrichtung aufgebaut. Angehörige konnten hier in stillem Gedenken an die Verstorbenen verweilen, eine Kerze anzünden und im eigens dafür angefertigten Gedenkheft mit Texten, Liedern und Fürbitten blättern. Die liebevoll gestalteten Kerzen konnten als Andenken mit nach Hause genommen werden.

Besonders dankbar ist man im Altenservicezentrum über das gespendete Kreuz, das von der Werkstatt der Diakonie Zeilberg zur Verfügung gestellt wurde. „Uns war es wichtig, dass die Angehörigen trotz oder vielleicht auch gerade aufgrund der aktuellen Situation eine Möglichkeit haben, hier vor Ort an die Verstorbenen zu denken. Durch die Lösung mit dem Altar im Freien werden alle Schutz- und Hygienemaßnahmen eingehalten und man hat dennoch einen stimmungsvollen Gedenkmoment“, erklärt Einrichtungsleiterin Melanie Schröder.

Kürzlich informierten wir darüber, dass in einer Reihentestung, die wir seit dem Sommer 2020 freiwillig durchführen, vereinzelte positive Befunde zum neuen Coronavirus aufgefallen sind.

Im Anschluss an diese Befunde wurden umgehend weitere Testreihen durchgeführt. Um den 05. und 06. November war die erste nachfolgende Testrunde aller Bewohnerinnen und Bewohner sowie aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese ergab keinen einzigen neuen positiven Coronafall.

Nun hat auch die zweite Testrunde am 11./12.11. nur gute Nachrichten erbracht. Erneut sind alle Bewohnerinnen und Bewohner unseres Caritas Altenservicezentrum St. Martin und der Caritas Hausgemeinschaften St. Anna ohne jeglichen Befund aus der Testung hervorgegangen. Am vergangenen Freitagabend, 13.11., wurden wir dazu vom Gesundheitsamt informiert.

Zum Stand jetzt ist das auch bei den Mitarbeitenden der Fall. Allerdings liegen bei diesen noch nicht alle Ergebnisse vor. Einige stehen noch aus, die meisten aber sind bekannt und eben erneut alle negativ.

Laut Anordnung des Gesundheitsamtes besteht das Besuchsverbot für das Caritas Altenservicezentrum St. Martin und der Caritas Hausgemeinschaften St. Anna bis einschließlich 18.11. fort. Ab dem 19.11. dürfen wieder Besucher empfangen werden.

Nachdem die Inzidenz in unserem Landkreis Haßberge immer noch so hoch ist, ist ab dem 19.11. weiterhin nur ein Besuch einer Person je Bewohner und Tag möglich.

Melanie Schröder, Einrichtungsleiterin Caritas Altenservicezentrum in Hofheim teilt mit: „Wir sind sehr erleichtert. Die letzten Wochen waren anstrengend – für uns als Mitarbeitende und sicherlich auch für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und deren Angehörigen. Unser großer Dank geht an alle Beteiligten für ihr Mithelfen, unsere pflegebedürftigen Bewohnerinnen und Bewohner und unsere Mitarbeitenden und deren Familien so gut wie irgend möglich zu schützen!“

Am Samstag, 07.11., informierte das Gesundheitsamt darüber, dass die Ergebnisse der ersten Testrunde der Mitarbeitenden sowie Bewohnerinnen und Bewohner der Hofheimer Einrichtungen auf das Coronavirus allesamt negativ ausgefallen sind.

„Natürlich sind wir erst einmal erleichtert über dieses Resultat. Aber wir alle wissen ja auch um die Komplexität der Diagnostik. Nun folgen die notwendigen zweiten Tests. Deren Ergebnisse sind nicht weniger wichtig“, erklärt Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge.

Ab dem 11.11. folgt der zweite Testdurchgang. Bis die Ergebnisse der zweiten Testreihe vorliegen, bleibt das Besuchsverbot für das Caritas Altenservicezentrum St. Martin und die Caritas Hausgemeinschaften St. Anna, Hofheim, bestehen.

Für den Besuch von Bewohnerinnen und Bewohner in der Sterbephase gibt es kontrollierte Ausnahmen.

Wir danken allen Angehörigen für ihr Verständnis.

Aufgrund der Corona-Pandemie und der 8. bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (8. BayIfSMV) gilt für den Caritasverband Haßberge e.V. aktuell für alle Beratungsdienste:

  • Beratungsgespräche finden grundsätzlich per Telefon oder Videochat statt.
  • Nach vorheriger Absprache und unter Einhaltung geltender Hygiene-Maßnahmen können Vor-Ort-Termine in Einzelberatungen stattfinden
  • Gruppenangebote sind aufgrund der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen nicht möglich

 

Herbst, Corona, Lockdown light – wenn die Sorgen größer werden

Es wird dunkler und kälter, die Corona-Pandemie ist allgegenwärtig und jetzt noch der "Lockdown-Light". Sie haben das Gefühl, mit der aktuellen Situation finanziell und emotional immer weniger umgehen zu können? Die Beratungsdienste der Caritas sind für Sie da und schaffen Möglichkeiten mit Ihnen in dieser Krise in Kontakt zu bleiben. Bitte kommen Sie nicht unangemeldet in unsere Standorte und beachten Sie bitte die jeweils bestehenden Schutz- und Hygienemaßnahmen.

Anfragen in den Bereichen allgemeine Sozialberatung, Schuldner- und Insolvenzberatung, Fachstelle für pflegende Angehörige, Haßberg-Card, Flüchtlings- und Integrationsberatung und FAIR-Mieten sowie für die Beratungsstelle für Familien - Kinder, Jugendliche und Eltern richten Sie bitte telefonisch an die Verwaltung: 09521/691-0 oder per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Verwaltung des „Sozialpsychiatrischen Dienst“ und der „Suchtberatung“ erreichen Sie unter 09521/926-550 oder per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Beratungsleistungen sind kostenlos. Alle Mitarbeiter*innen unterliegen der Schweigepflicht. Wir beraten unabhängig von Alter, Konfession, Herkunft, Weltanschauung oder sozialer Stellung.

 

Aktuelle Informationen: www.caritas-hassberge.de

Im Zuge der vorsorglich durch den Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V. veranlassten Reihentestungen von Mitarbeitenden und Bewohnern wurden im Altenservicezentrum St. Martin vier Mitarbeitende und in der Hausgemeinschaft St. Anna ein Bewohner positiv auf das Virus SarS-CoV2 getestet.

Alle jetzt positiv Getesteten waren und sind bis heute ohne Krankheitssymptome.

„Ohne Reihentestungen wäre das Infektionsgeschehen ganz sicher deutlich später erkannt worden“, erklärt Frau Schröder, Einrichtungsleitung. „Ich danke daher allen Mitarbeitenden und Bewohnern, dass Sie sich an den freiwilligen Testungen beteiligen“.

"Alle jetzt nötigen Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung und Kooperation mit dem Landratsamt und dem Gesundheitsamt", erklärt Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge, Träger der betroffenen Einrichtungen.

Die Reihentestungen in den Einrichtungen werden seit August regelmäßig durchgeführt. In den Häusern in Hofheim leben aktuell 103 Bewohnerinnen und Bewohner: Etwa 150 Mitarbeitende sind für deren Versorgung und Unterstützung beschäftigt.

Bis zu den Ergebnissen weiterer Testungen gilt für das Altenservicezentrum St. Martin und für die Hausgemeinschaften St. Anna ein Besuchsverbot.

„Wie schön, ein Kess-Nest zum Abschied“, sagt Annerose Simon nicht ohne Wehmut, als sie den großen Blumenstrauß und einen Bücher-Gutschein zum Abschied von Gerhard Lutz, Leiter der Erziehungsberatungsstelle der Caritas, erhielt. Gemeint ist die liebevoll gestaltete Mitte des Stuhlkreises, mit Tüchern, Kerze und den Schlagworten für die „Kess-erziehen“ steht: kooperativ, ermutigend, sozial und situationsorientiert erziehen. Annerose Simon war 15 Jahre lang Referentin für diese Kurse, die vom Familienbund der Katholiken initiiert und in Zusammenarbeit mit der Caritas-Beratungsstelle für Familien durchgeführt wurden.

Seit 2003 werden „Kess-erziehen“-Kurse bundesweit angeboten. Bereits ab 2005 war Frau Simon eine der ersten Referentinnen für den Kurs im Landkreis Haßberge und hat das Konzept hier etabliert. Sie zeigte sich stets mit viel Herzblut und Engagement als Ansprechpartnerin für Eltern, die ihre Erziehungskompetenzen stärken und weiter entwickeln wollten. Nach 15 Jahren wollte Frau Simon nun einen Schlusspunkt setzen: „Mit über 60 Lebensjahren ist man dem Ende des Lebens näher, als dem Anfang. Nach so vielen schönen Jahren der Zusammenarbeit mit Eltern und Kindern möchte ich meinen Fokus nun mehr auf die Hospizarbeit richten. Außerdem ändern sich die Zeiten. Ich komme noch aus einer Eltern-Generation, in der vor einem Abstand unter einem Meter vor dem TV-Gerät gewarnt wurde. Heute ist das, in Zeiten von Smartphones und Tablets, unvorstellbar.“

Was sich in all den Jahren aber nicht geändert hat, ist der Bedarf an Unterstützung in Erziehungsfragen. Die hohe Weiterempfehlungsrate der Kess-Kurse sprechen für sich. Aber auch die zahlreichen positiven Rückmeldungen von den Kursteilnehmern, beeindruckten Gerhard Lutz jedes Mal aufs Neue: „Die Eltern bestätigen durchwegs die hohe Kompetenz und das große Einfühlungsvermögen von Frau Simon und heben stets die alltagspraktischen Hilfestellungen heraus, die sie aus dem Kurs mitgenommen haben. Seit 15 Jahren bieten wir diese Kurse mit Frau Simon an. 41 Kurse mit 485 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und somit über 1000 Kinder, die davon profitieren konnten. Eine beeindruckende Bilanz. Ich denke, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass Simon und Caritas-Erziehungsberatung ein echtes Erfolgsmodell für alle Beteiligten war. Herzlichen Dank dafür!“

Anna Hartmann aus Haßfurt besuchte einen der Kurse und auch sie hat für die scheidende Kursleiterin viele lobende Worte parat:“ Frau Simon hat es mit ihrer sehr tiefgreifenden und einprägsamen, wenn auch nicht aufdringlichen Art geschafft, eine Atmosphäre zu schaffen, in der jede/r mitgenommen werden konnte. Sie hat uns sehr viele Edelsteinmomente geschenkt – jede/r Teilnehmer weiß, was damit gemeint ist. Ich bin sehr froh, dass ich einen ihrer Kurse besuchen und damit von Frau Simons Kompetenz profitieren konnte.“.

„Edelsteinmomente sind Ermutigungsmomente. Hierbei werden die Eltern vor allem darin unterstützt, das Positive im Verhalten des Kindes zu erkennen und zu würdigen. Es sind Situationen, in denen die eigene Aufmerksamkeit voll und ganz auf das Kind gerichtet ist. Momente, in denen man ausdrückt: Du bist mir wichtig. Ich mag Dich so, wie Du bist. Schön, dass Du da bist. Momente, die so kostbar sind, wie Edelsteine“, erklärt die gelernte Erzieherin, die auch schon „Frau Kess“ genannt wurde. Und genau einen solchen Moment der Wertschätzung wollte das gesamte Team der Erziehungsberatungsstelle der Caritas zum Abschied zurückgeben. Mit Sekt, Blumen, Geschenk und einem gemeinsamen Essen. Corona-konform mit Abstand und Mund-Nasen-Schutz, aber nicht minder herzlich, als Zeichen der Dankbarkeit und Verbundenheit.

Die „Kess-erziehen“-Kurse gehen weiter. Es wurde eine Nachfolgerin gefunden, an die Annerose Simon den Staffelstab schon weiter gegeben hat. Ute Rapsch, Lebensberaterin und zertifizierte Kess-Trainerin hat bereits den ersten Kurs geleitet und für 2021 sind weitere Termine in Planung. 

Im Rahmen der bundesweiten "Woche der Seelischen Gesundheit" zeigte das Sozialpsychiatrische Tageszentrum (TAZ) der Caritas in Haßfurt eine virtuelle Ausstellung der Kunstwerke, die Klientinnen und Klienten während eines Gruppenangebots mit Ergotherapeut Gerhard Kaim erstellt haben. 

Ziel war es, für einen offenen Umgang mit dem Thema psychische Erkrankung zu werben. Hier können Sie alle Bilder in einem Video ansehen:

 

 

Scherenschnitt
Titel: „Es ist schon heikel“
Das Leben mit einer psychischen Erkrankung ist ein (Draht-)Seil-Akt. Selbst wenn die aktuelle Situation stabil erscheint – es kann jederzeit und unvorhersehbar, ganz plötzlich alles „wackelig und instabil“ werden. Es reichen kleinste Einflüsse von innen und/oder außen. Da hilft ein „doppelter Boden“, der durch die Gemeinschaft der KlientInnen und die Unterstützung der Mitarbeiter im Tageszentrum gegeben ist.

Collage
Titel: „Wir bleiben gesund“
Gemeinsam kann die Krankheit bewältigt werden. Zusammenhalt, gemeinsam lernen, was gut tut, akzeptiert werden und das sichere Gefühl, dass noch eine vertraute Person da ist, die auch in einer Krise Halt und Orientierung gibt, nicht mehr alleine sein zu müssen mit den Symptomen der Krankheit, das ist es, was zählt. So sind Lebensfreude und größtmögliche Stabilität trotz der Erkrankung möglich.

Collage
Titel: „Angst vor dem dunklen Gedankensturm“
Die Collage zeigt den Wendepunkt unmittelbar vor einer wiederkehrenden Psychose oder einem depressiven Schub. Oftmals merkt der Erkrankte, dass ein weiterer Schub bevorsteht. Die Angst wird immer größer, die Wahrnehmung des eigenen Körpers verändert sich, die Realität wirkt zunehmend verzerrt. Man erlebt sich fremdbestimmt und den eigenen Ängsten ausgeliefert.

Acryl
Titel: „Meine zwei Ichs“
Menschen mit bipolaren Störungen schwanken häufig zwischen zwei extrem unterschiedlichen Stimmungslagen. So verspüren sie meiste extreme Hoffnungslosigkeit in der depressiven Phase und Euphorie während der manischen Phase.  Bei Personen mit einer manisch depressiven Erkrankung sind die Stimmungsschwankungen in Anzahl, Dauer und Ausprägung sehr unterschiedlich.

Acryl
Titel: „Meine Narben“
Das Bild symbolisiert einerseits die Narben, die durch frühere Gewalterfahrungen entstanden sind. Der Zustand und die damit verbundenen Gefühle von Ohnmacht, Angst und Überregung sind so unerträglich, dass erst einmal nur selbstverletzendes Verhalten hilft. Aber das hinterlässt neue Verletzungen - innerlich wie äußerlich. Lernen die Gefühle wahrzunehmen, sie konstruktiv auszudrücken und diese bewältigen lernen, um aus dem eigenen Teufelskreis von Opfer- und Tätersein auszusteigen.


Acryl
Titel: „Zeit der Veränderung“
Das ursprüngliche Stilleben, eigentlich mit weißem Hintergrund, Tisch, Teekannen und Obst – wandelt sich. Vor allem der Hintergrund veränderte sich auffällig abstrakt, fast bizarr.  In einer Psychose kann sich die Wahrnehmung verändern. Der Kranke kann Stimmen hören, Dinge sehen, die nicht da sind (Halluzinationen), auch Wahngedanken sind möglich.  Das Bild wurde während der Psychose einer Klientin mit Schizophrenie gemalt.

Skulptur
Titel „Das war meine Familie“
Im Leben vieler psychisch kranker Menschen kommt es oftmals zur Trennung der Familie und/oder zum Rückzug von Familienangehörigen. Die betroffenen Familien werden mit ihren Problemen alleine gelassen und teilweise von der Gesellschaft ausgeschlossen. Kinder leiden besonders darunter, wenn ein Elternteil von einer psychischen Erkrankung betroffen ist und das Familiensystem an der Belastung zu zerbrechen droht.

Acryl
Titel: „Albtraum"
Ein Grauen ohne Worte.


Acryl
„Das Auseinanderfallen des ICHs“
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Das Caritas-Altenservicezentrum St. Martin in Hofheim, mit seinen Hausgemeinschaften St. Anna und der Tagespflege, bietet ab sofort mit dem multimedialen Projekt „Märchen und Demenz“ eine Präventionsmaßnahme, die das Vorlesen von Märchen als innovative Kraft in der Altenpflege einsetzt. „Wir hatten uns schon 2018 für das Projekt beworben und freuen uns sehr, dass wir nun die Zusage für alle drei Einrichtungen erhalten haben. Märchen sind bekannte Geschichten aus der Kindheit. Sie aktivieren emotional das Langzeitgedächtnis und erreichen damit auch Menschen mit Demenz. Mit den vielseitigen Materialien des Pakets können wir ganz flexibel auf die Bedürfnisse unserer Bewohnerinnen und Bewohner eingehen. Toll ist natürlich auch, dass das Ganze von den Pflegekassen übernommen wird und uns somit nichts kostet“, freut sich Einrichtungsleiterin Melanie Schröder.

Was ist eine digitale Märchenstunde? Ursprünglich war das Märchenland-Projekt so angelegt, dass professionelle Demenzerzähler in die Seniorenheime kommen und durch ihre besonders einfühlsamen und anschaulichen Erzählungen von beliebten Märchenfiguren wie Schneewittchen oder Rumpelstilzchen Kindheitserinnerungen wachrufen. „Das öffnet bei Demenzerkrankten sanft die Tür ins Langzeitgedächtnis, fördert die psychosoziale Gesundheit, stärkt die kognitiven Fähigkeiten und hilft Depressionen vorzubeugen“, erklärt Tamara Beck, Pflegedienstleitung im Hofheimer Altenservicezentrum der Caritas. Aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen der Besuchsmöglichkeiten in den Einrichtungen wurde das Projekt kurzerhand in eine Digitale Märchenstunde umgewandelt. So können per USB-Stick die Videos der Erzähler gezeigt werden oder die Mitarbeiter in der Betreuung binden die Bewohner mit dem vielfältigen Begleitmaterial ein. „Geschichten und Märchen vorzulesen, das haben wir in der Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner schon immer angeboten. Neu ist jetzt, dass die Märchen gezielt als psychosoziale Intervention eingesetzt werden, indem sie in besonderer Weise, vorgetragen werden. Wir nehmen unsere Bewohner für einen Moment mit in eine Phantasiewelt in der alltägliche Schmerzen, Einsamkeit und Überforderung vergessen werden können – zumindest für den Moment“, so Beck weiter.

Umweltaktivistin und Friday-For-Future-Organisatorin Luisa Neubauer fordert Verbände, Organisationen und Vereine wie den Deutschen Caritasverband auf der diesjährigen Delegiertenversammlung der Caritas auf, in Sachen Klimaschutz mit gutem Beispiel voran zu gehen und politischen Druck aufzubauen.

 

 

Weitere Informationen: https://www.caritas.de/klimaschutz

SozialpsychiatrischesTageszentrum der Caritas zeigt Kunstwerke im Rahmen der “Woche der Seelischen Gesundheit“

Die bundesweite „Woche der Seelischen Gesundheit“ findet jedes Jahr rund um den internationalen Tag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober in vielen Städten und Regionen in ganz Deutschland statt. Das Sozialpsychiatrische Tageszentrum (TAZ) der Caritas in Haßfurt möchte ebenfalls mit einem Beitrag für einen offenen Umgang mit dem Thema psychische Erkrankung werben. Deshalb gibt es im Rahmen der Aktionswoche eine Ausstellung der Kunstwerke, die Klientinnen und Klienten während eines Gruppenangebots mit Ergotherapeut Gerhard Kaim erstellt haben. Selbstverständlich Corona-konform und kontaktlos, in einer virtuellen Vernissage auf der Facebook-Seite des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V.: www.facebook.com/caritashassberge Bis zum 20. Oktober kommt täglich ein neues Bild „online“, insgesamt werden neun Kunstwerke ausgestellt.

Seit über 20 Jahren gibt es das TAZ der Caritas in der Innenstadt von Haßfurt. Für viele psychisch kranke Menschen ist die Einrichtung ein wichtiger Halt, viele sind überzeugt, ohne das Team des TAZ nicht so selbstbestimmt leben zu können, wie sie es aktuell tun. Die Klientinnen und Klienten sind aufgrund ihrer meist langjährigen und schwerwiegenden Erkrankungen aus dem Arbeitsleben ausgeschieden und waren meist sozial isoliert. Sie erhalten in der Einrichtung eine sinnvolle Tagesstrukturierung, Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung lebenspraktisches Training, aber auch vielfältige Angebote für handwerkliches Tun oder musik- und bewegungstherapeutische Angebote. Das Team besteht aus den beiden Sozialpädagoginnen, Monika Klüpfel und Annette Meunier, dem Ergotherapeuten Gerhard Kaim, sowie der Hauswirtschafterin Silvia Hoppert. Sie fördern, begleiten und betreuen Klienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern wie Schizophrenie, Depression oder bipolaren Störungen.

Die Betroffenen können sich (wieder) als Personen erleben, die ihre Bedürfnisse einbringen und (wieder) Leistungen erbringen. Sie werden mit ihren vielfältigen Problemen ernst genommen und durch auftretende, teilweise massive Krisen begleitet. Dies trägt dazu bei, stationäre Klinikaufenthalte zu vermeiden und Angehörige zu entlasten.

Integraler Bestandteil der Konzeption TAZ ist es, regelmäßig mit neuen Projekten in der Öffentlichkeit auf die Situation psychisch erkrankter Menschen hinzuweisen, wie durch die virtuelle Vernissage auf Facebook. Damit soll die Integration und das Selbstverständnis dieser Menschen im Bewusstsein der Öffentlichkeit gefördert werden.

Hier gelangen Sie direkt zur Virtuellen Vernissage auf Facebook

Jugendsuchtberatung jetzt auf Instagram

Vom 10. bis 20. Oktober findet die bundesweite „Aktionswoche der Seelischen Gesundheit“ statt. Auch in diesem Jahr möchte ein Aktionsbündnis mit seinen 120 Mitgliedsorganisationen mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen über psychische Krankheiten aufklären, Hilfs- und Therapieangebote aufzeigen und die Diskussion anzuregen.

Auch die Jugendsuchtberatung des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. schließt sich den Aktionen des Netzwerks an und gibt den Kindern und Jugendlichen in diesem Themengebiet eine Stimme. Vor allem bei Krisen und traumatischen Ereignissen ist die seelische Gesundheit besonders gefährdet. Solche Situationen können nicht nur im Leben von Erwachsenenleben vorkommen. Auch Jugendliche sind davon betroffen. Daher ist es besonders wichtig zu wissen, wo es vor Ort Ansprechpartner gibt, die unbürokratisch und vertraulich weiterhelfen.

In Haßfurt gibt es mit der Jugendsuchtberatung. eine Anlaufstelle für Jugendliche, die Informationen zum Thema Sucht und Konsum einholen wollen, Suchtmittel konsumieren und dabei ihren Alltag nicht mehr alleine geregelt bekommen, straffällig geworden sind oder aus der Sucht aussteigen wollen. Auch Angehörige und Freunde können in die Beratungsstelle kommen um Unterstützung im Umgang mit den riskant konsumierenden Jugendlichen zu erhalten. Wer den Schritt wagt, ein Erstgespräch bei der Jugendsuchtberatung auszumachen und wahrzunehmen, erfährt eine wertschätzende und vertrauensvolle Atmosphäre, in der offen über Anliegen und derzeitige Herausforderungen gesprochen werden kann. In der Beratung wird der junge Mensch dabei unterstützt, seinen Konsum zu reflektieren, Lösungsansätze für sein Anliegen zu entwickeln und seine seelische Gesundheit wieder ins Gleichgewicht zu bekommen.

Um den Jugendlichen die Angebote der Einrichtung näher zu bringen und ihnen die Kontaktaufnahme zu erleichtern, pflegt die Jugendsuchtberatung seit Kurzem einen Instagram-Account. Unter dem Namen jugendsuchtberatungcaritas findet man dort einen ersten Zugang und Informationen zur Jugendsuchtberatung. Dieses zwanglose Angebot, wurde ins Leben gerufen, um den Jugendlichen eine niedrigschwellige Kontaktaufnahme zu ermöglichen und ihnen in gewohntem (digitalen) Umfeld zu begegnen.

Das Ziel der Jugendsuchtberatung ist es, die Fürsorge und Stärkung der seelischen Gesundheit der jungen Menschen zu unterstützen.

Wir vermitteln das „Kleine 1x1 der Sterbebegleitung“ - das Umsorgen vonschwerkranken und sterbenden Menschen am Lebensende. Der Kurs vermittelt leicht verständlich Grundwissen rund ums Sterben und kann die Grundlage für aufbauende Kurse, z.B. im Hospizbereich bieten.

Das Lebensende und das Sterben machen uns als Mitmenschen oft hilflos, wir möchten am liebsten mit diesem Thema nicht konfrontiert werden. Obwohl die meisten Menschen sich wünschen zuhause zu sterben, stirbt der größte Teil der Bevölkerung in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Deshalb ist es gut, auch auf diese Situation vorbereitet zu sein. Aus diesem Grund bietet der Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V. in Zusammenarbeit mit seinem Fachverband „Malteser Hilfsdienst“ sogenannte „Letzte Hilfe-Kurse“ an.

Teilnehmen können alle Menschen, die sich für erste Informationen zum Sterbenund der Begleitung Sterbender interessieren. Der Kurs richtet sich ausdrücklich anLaien und „normale Bürger“ und bietet einen einfachen Einstieg in das Thema.

 

Teil 1: Mo., 26.10.2020, 19.30 Uhr
Teil 2: Mo., 09.11.2020 19.30 Uhr
Pfarrsaal Reckendorf, Pfarrgasse 4

Anmeldung erforderlich: 09544/6776 (Büro Baunach, montags von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr)

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