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Grundsätzlich dient die Corona-Warn-App dazu, die Corona-Pandemie einzudämmen und einer zweiten Infektionswelle vorzubeugen. Die Rückverfolgung von Infektionsketten ist umso wichtiger, wenn Kontaktbeschränkungen weiter gelockert werden. Der Caritasverband Haßberge begrüßt dieses Angebot.

Die Nutzung der App ist freiwillig. Wer sich über die Funktionen und Handhabung informieren möchte, findet hier weitere Informationen:

Corona-Warn-App

Die Betreuungskräfte des Altenservicezentrum St.Martin mit seinen Hausgemeinschaften St. Anna in  Hofheim haben vor Pfingsten ein kleines aber feines Erdbeerfest im Garten organisiert.

Während eines Unterhaltungsprogramms genoss man Erdbeerbowle und Erdbeerkuchen bei herrlichem Sonnenschein.

Die Bewohnerinnen und Bewohner haben diese fruchtig-fröhliche Auszeit sichtbar genossen.

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Corona stellt uns alle vor neue Herausforderungen, denn unsere Normalität, wie wir sie kennen, hat sich erheblich verändert. Nach wie vor gilt: Abstand halten und soziale Kontakte meiden. Wie kann man in solch unruhigen Zeiten bei Schwierigkeiten oder Problemen Hilfe und Unterstützung bekommen?

Die Jugendsuchtberatung für den Landkreis Haßberge ist auch trotz oder gerade wegen der Corona-Krise weiterhin ansprechbar. Sie ist Anlaufstelle für Jugendliche, die Suchtmittel konsumieren und dabei ihren Alltag nicht mehr alleine geregelt bekommen, straffällig geworden sind oder einen Weg aus ihrem übermäßigen Konsum suchen. Auch Eltern und Freunde werden im Umgang mit den riskant konsumierenden Jugendlichen unterstützt.

Die Beratungsstelle befindet sich in Haßfurt im Haus Sankt Bruno in der Promenade 37. Für die Gesprächstermine stehen im Moment verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Die Beratung kann völlig kontaktlos per Telefon, Mailkontakt oder Skype durchgeführt werden. Es sind aber auch persönliche Treffen, z.B. bei einem gemeinsamen Spaziergang, möglich; bei entsprechender Notwendigkeit auch vor Ort in der Beratungsstelle. Je nach persönlichem Bedarf wird die genaue Ausgestaltung individuell besprochen. Wer Kontakt mit der Jugendsuchtberatung des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. aufnehmen möchte, kann telefonisch (09521/926563) oder per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) einen Termin zur persönlichen Beratung vereinbaren.

Die offene Sprechstunde in Ebern findet jeden 1. Dienstag im Monat von 16:00 -17:30 Uhr in der Graf-Stauffenberg-Str. 1a (altes Kasernengelände) statt. Für die wöchentliche Sprechstunde in Haßfurt benötigt es eine Anmeldung. Sie wird wieder ab dem 15.06. jeden Montag von 16:00-17:30 Uhr angeboten.

1300 Euro für Corona Solifonds Haßberge

Die Caritasstiftung für den Landkreis Haßberge e.V. gibt es seit dem Jahr 2006. Sie wurde mit dem Zweck der Förderung „caritativer und sozialer Hilfen“ gegründet. Seitdem konnten rund 42.000 € ausgeschüttet werden. Mit Hilfe der Stiftungsgelder werden hier in unserer nächsten Umgebung Einrichtungen und Dienste des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. und seiner Mitglieder nachhaltig gefördert und unterstützt.

In der diesjährigen Vorstandssitzung wurden 1300 € bereitgestellt, die in den Corona Solifonds Haßberge fließen sollen. Die Geschäftsführerin Anke Schäflein erklärte dazu: „Gerade jetzt, in der Corona-Krise, zeichnet sich ab, dass Menschen, die schon vor Corona mit überaus engem Budget klarkommen mussten, durch die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise besonders hart getroffen werden. Denn die Zahlen von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit steigen in diesen Tagen ständig an. Deshalb hat der Vorstand unserer Caritasstiftung beschlossen, die Stiftungsmittel in das Hilfsprojekt „Corona Solifonds Haßberge“ zu leiten, das wir zusammen mit dem Landkreis Haßberge mit seinen 26 Städten, Märkten und Gemeinden ins Leben gerufen haben. Kirche und ihre Caritas muss helfen – auch, wenn sie selbst ebenfalls schwer von der Krise getroffen ist.“

Dazu ergänzt der Stiftungsvorsitzende Johannes Simon, gleichzeitig 1. Vorsitzender des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V.: „Ein herzliches Vergelt’s Gott im Namen der Menschen, die in den Caritas-Beratungsdiensten Hilfe erfahren an alle Stifter und Spender. Mit den Stiftungsmitteln und mit hoffentlich zahlreichen weiteren Spenden für den Corona Solifonds Haßberge können wir einmal mehr die Inhaber der „Haßberg-Card“ unterstützen, um auch jetzt, in der Corona-Krise, einkommensschwachen Familien und Einzelpersonen Teilhabe zu ermöglichen bzw. erleichtern. Dabei geht es vor allem auch um Hilfe bei der Existenzsicherung, wie eben z.B. Wertgutscheine für den Einkauf beim Lebensmittelladen in der Nähe“, erklärt Herr Simon weiter. „Wir hoffen, dass sich viele Händler und Gewerbetreibende für die Idee gewinnen lassen, Gutscheine anzunehmen. Sie unterstützen damit hilfebedürftige Menschen aus ihrer Region und haben selbst auch etwas davon, weil sie sich so weitere Erträge erschließen“.

Aus den Erträgen des Stiftungsvermögens konnte der Stiftungsvorstand in den zurückliegenden Jahren verschiedenste soziale Projekte im Landkreis Haßberge fördern. So wurden viele Projekte finanziert bzw. ermöglicht, wie z.B. die Arbeit mit Geflüchteten, Erste-Hilfe-Kurse der ehrenamtlichen Familienpaten oder eine Wohlfühloase im Caritas-Seniorenheim Sankt Bruno in Haßfurt. Mittel flossen auch in die Seniorenberatungsstelle und den Allgemeinen Sozialen Beratungsdienst – Caritas-Einrichtungen, die keine oder nur sehr wenig öffentliche Förderung erhalten und verstärkt auf Spenden und Sammlungsmittel angewiesen sind.

Zustiftungen und Spenden an die Caritasstiftung für den Landkreis Haßberge kommen damit unmittelbar der sozialen Arbeit in der Region zugute. Weitere Infos zur Stiftung gibt es unter www.stiftung.caritas-hassberge.de . Für Spenden und Zustiftungen gibt es ein Spendenkonten bei der Sparkasse Ostunterfranken (IBAN DE10 7935 1730 0009 0775 79).

Über den Corona Solifonds Haßberge: Der Landkreis und Caritasverband helfen gemeinsam in der Coronakrise. Helfen Sie mit? Online spenden: paypal.me/caritashas Weitere Infos zum Corona Solifonds des Landkreises Haßberge: www.coronahilfe.caritas-hassberge.de

Selbstkontrolltraining (SKOLL)  für einen verantwortungsbewussten Umgang bei riskantem Konsumverhalten

Anmeldung ab sofort beim Caritasverband Haßberge e.V. möglich

Wie findet man im Umgang mit Alkohol, Tabletten, Rauchen oder Spielen das richtige Maß? Wie kann man die Kontrolle über einen möglicherweise riskanten Konsum wieder in den Griff bekommen? Die Caritas-Suchtberatung in Haßfurt bietet dazu das Trainingsprogramm SKOLL an.

"Selbstkontrolle durch Selbsterkenntnis", mit diesem Ansatz richtet sich das SKOLL-Training an Menschen, die sich mit ihren problematischen Verhaltensmustern auseinandersetzen wollen oder müssen. Personen finden durch das zieloffene und nicht stigmatisierende Vorgehen einen Raum, in dem sie sich in ihren Lebensumständen und Gewohnheiten ernst genommen fühlen.

„SKOLL ist ein niedrigschwelliges, strukturiertes Trainingsprogramm für Gruppen, unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht oder Art des Suchtmittelkonsums. Ziel ist, Menschen mit ihren Suchtgefährdungen frühzeitig zu erreichen, ihre Selbstheilungs-, und Selbstkontrollkräfte zu mobilisieren und sie dabei zu unterstützen, eine verantwortungsvolle Konsum- oder Verhaltensform für sich selbst zu finden“, erklärt Andreas Waldenmeier, Stellenleiter Suchtberatung des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden innerhalb des Trainings zu einer realistischen Selbsteinschätzung zum eigenen Konsum oder Verhaltensmusters motiviert. Dabei wird stets die Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit der Kursteilnehmer fokussiert.

Virginia Ullrich und Andreas Waldenmeier von der Caritas-Suchtberatung sind anerkannte SKOLL-Trainer. Durch impulsgebende Übungen sollen vorhandene Ressourcen, eigene gesunde Verhaltensmuster und Bewältigungsstrategien der Gruppenmitglieder gestärkt werden. Das zieloffene Vorgehen ermöglicht den Teilnehmenden, ihre riskanten Konsum- und Verhaltensmuster wahrzunehmen, zu stabilisieren, zu reduzieren oder ganz darauf zu verzichten

SKOLL ist somit ein Angebot für alle, die sich fragen:

  • ob sie übermäßig Drogen konsumieren,
  • ob ihr Spielverhalten noch „im Rahmen“ ist,
  • oder zu viel Alkohol trinken.

Dabei betonen die beiden SKOLL-Trainer: „Wir wollen eine ehrliche und offene Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten fördern, um daraus resultierend Stabilisierung und/oder Konsumreduzierung bzw. Verzicht auf Suchtmittel erreichen.“

In zehn Sitzungen wird das Konsumverhalten analysiert, ein individueller Trainingsplan erstellt und alternative Verhaltensmuster aufgezeigt. Außerdem geht es darum, den Umgang mit Suchtdruck und sozialem Druck zu trainieren und einen Krisenplan zu erarbeiten.

Der SKOLL-Kurs für Erwachsene findet donnerstags im Zeitraum von 25.06. - 27.08.2020, jeweils von 15:00 - 16:30 Uhr statt. Am 22.10.2020 gibt es von 15:00 - 16:30 Uhr ein Nachtreffen der Kursteilnehmer. Die Teilnahmekosten betragen für den gesamten Kurs einmalig 75,00€. Die Krankenkasse gibt einen Zuschuss bis zu 75,00€.

Rückfragen, weitere Infos und Anmeldungen bitte unter:
Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V.
Tel. 09521 926-550
WWW.SUCHTBERATUNG.CARITAS-HASSBERGE.DE

Der Landkreis Haßberge hat gemeinsam mit seinen 26 Städten, Märkten und Gemeinden einen Hilfsfonds Wirtschaft und Soziales eingerichtet, den Corona Solifonds Haßberge. Organisatorisch laufen die Fäden des Projektes beim Caritasverband zusammen. 

Durch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens sind während der Corona-Krise bestimmte Personengruppen und Betriebe besonders belastet. Dazu zählten vor allem kleinere Gewerbebetriebe und Produzenten, deren Geschäfte geschlossen oder erheblich eingeschränkt sind oder waren und die deshalb in eine existenzbedrohende Lage geraten können. Stark betroffen sind auch soziale Leistungsbezieher, die erlaubte Zusatzverdienste verloren haben, sowie Menschen, die in bestimmten sozialen Bereichen, insbesondere in Pflegeeinrichtungen tätig sind, und Bedürftige und Menschen mit geringem Einkommen.

Deshalb dient der Corona Solifonds Haßberge als

  • Unterstützung von Gewerbe und Produzenten
  • Dank und Anerkennung für die Mitarbeitenden in der ambulanten und stationären Pflege
  • Lebensmittelversorgung für Menschen in Not

Gemeinsam mit dem Landkreis Haßberge hat der Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V. einen Hilfsfond eingerichtet. Über Spendenaufrufe sollen Gelder auf ein zentrales Solidaritäts-Konto eingezahlt werden. Von diesem Geld werden Wertgutscheine ausgestellt, die dann bei teilnehmenden, örtlichen Gewerbetreibenden und Produzenten, die von der Corona-Krise betroffen sind, eingelöst werden können. 

Neben Gewerbetreibenden und Mitarbeitenden in der Pflege werden Inhaber der „Haßberg Card“  werden von der Aktion profitieren und erhalten Gutscheine aus der Spendenaktion. Die Verteilung übernimmt dabei der Caritasverband Haßberge, weil er die Besitzer des Sozialpasses kennt und zudem über das „Soforthilfepaket Corona“ der Aktion Mensch, für das man sich beworben und den Zuschlag erhalten habe, eine entsprechende Personalstelle einrichten konnte.

„Die Hilfe für Menschen in Not steht im Zentrum der Caritasarbeit. Und gerade jetzt, in der Corona-Krise, zeichnet sich ab, dass Menschen, die schon vor Corona mit überaus engem Budget klarkommen mussten, durch die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise besonders hart getroffen werden. Wir freuen uns mit den Bedürftigen über die – hoffentlich – zahlreichen Spenden für den Hilfsfonds – gerade jetzt, bei steigenden Zahlen von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Wir möchten außerdem neu in Not geratene Personen und Betriebe beziehungsweise Einzelselbstständige ermutigen, sich bei uns zu melden“, erklärt Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge.

Sie möchten das Projekt unterstützen und Geld spenden?

Bankverbindung Hilfsfonds Wirtschaft und Soziales für den Landkreis Haßberge:
IBAN: DE76 7935 0101 0021 8084 07

Mit wenigen Klicks Geld senden und Gutes tun:
PayPal.Me/caritashas

Einfach den Button anklicken und Spendenbetrag eingeben

Einfach QR-Code scannen und mobil spenden 

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Sie möchten am Projekt teilnehmen und sich als (Gewerbe)betrieb, Produzent, oder Geschäft listen lassen, bei dem die Gutscheine einlösbar sind?

Sabine Rückert-Seidel
09521/ 691-21
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sie brauchen  Unterstützung und möchten mehr über die Haßberg Card (Sozialpass) erfahren?

Doris Meironke
09521 691-21
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen zur Haßberg Card (Sozialpass)

Der Caritasverband für den Landkreis Haßberge kann zukünftig die Menschen der Region noch besser unterstützen. Möglich macht dies eine Spende der Raiffeisen-Volksbank Haßberge eG, die dem Caritasverband ein neues VRmobil überreichte. Den nagelneuen VW Up! übergab der Vorstand der Raiffeisen-Volksbank Haßberge eG, Reinhold Nastvogel, am 14. Mai 2020.

Das VRmobil hat einen Wert von 12.280 EUR und wurde durch die Ausschüttung des Gewinnsparvereins finanziert. „Die genossenschaftliche Idee steht für Solidarität und Förderung der Region. Mit der Spende des VRmobils wollen wir den Caritasverband bei der Versorgung hilfsbedürftiger Menschen unterstützen. Wir verbessern die Mobilität der Pflege- und Hilfspersonen und damit die Betreuung der Menschen zu Hause“, unterstrich Reinhold Nastvogel bei der Übergabe. Auch Anke Schäflein, die das VRmobil stellvertretend für den Caritasverband entgegen nahm, freute sich über die Verstärkung des Fuhrparks. „Wir bedanken uns bei der Raiffeisen-Volksbank Haßberge eG für die großzügige Spende – einmal mehr. Viele Menschen, die Hilfe brauchen, sind nicht mobil und darauf angewiesen, dass wir zum Helfen zu ihnen kommen. Die RAIBA hilft uns seit sehr vielen Jahren, zu helfen. Gerade in diesen Zeiten sind wir für diese treue Unterstützung sehr dankbar.“

„Mit Liebe gemacht“ steht auf einem der zahlreichen, liebevoll gestaltenden Briefe, die an die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims Sankt Bruno in Haßfurt geschickt wurden. Diesmal standen beim Absender jedoch nicht die Namen der Angehörigen, Kinder, Enkel oder Freude. Die Briefe stammen von Auszubildenden der Fränkischen Rohrwerke, die sich im Rahmen eines Sozialprojektes äußerst kreativ gezeigt haben.

Bilder, Briefe, Sprüche und Rätsel sorgten für große Freude und leuchtende Augen bei den Empfängern. „Unsere Bewohner freuen sich sehr darüber, dass die jungen Leute an sie denken und sich so viel Mühe machen, beim Schreiben und Verzieren der Briefe – obwohl man sich ja gar nicht kennt“, berichtet Reinhilde Schüll, gerontopsychiatrische Pflegefachkraft.

Doch nicht nur das Lesen und Vorlesen der Briefe dient als willkommene Abwechslung, gerade jetzt, wo die Besuchsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Auch das Beantworten der Briefe macht den Pflegebedürftigen sehr viel Freude.

Noch sind Absender und Empfänger unbekannt. Aber für die Zeit nach der Besuchsbeschränkung ist ein gemeinsames Treffen geplant.

„In dieser verrückten (Corona-)Zeit möchten wir einmal DANKE sagen, an all die Menschen die weiterhin jeden Tag für hilfsbedürftige Menschen da sind.Wir freuen uns, dass wir diesen Menschen noch ein bisschen mehr Sicherheit geben können in dem wir ihnen Schutzvisiere spenden dürfen“ heißt es auf der Facebook-Seite von Optik Stein in Hofheim.

Im Namen der Mitarbeitenden des Altenservicezentrum St. Martin in Hofheim sagen wir HERZLICHEN DANK für die Spende der Schutzvisiere. Gerade für die Brillenträger*innen in der Pflege sind die Visiere angenehmer zu tragen als eine Schutzbrille.

284 Frauen und Männer arbeiten im Caritasverband Haßberge im Bereich der Pflege. Ob stationäre Pflege, Tagespflege, mobile Kranken- und Altenpflege oder in daran angegliederten Bereichen. Am 12.5 ist der Tag der Pflege, um all diejenige zu würdigen, die in diesem Beruf tätig sind. Doch was bringt ein einziger Tag, wenn die Pflegekräfte und ihr Tun an 364 Tagen als selbstverständlich gesehen werden? Ein Interview mit Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V.

Warum ist der „Tag der Pflege“ in diesem Jahr besonders hervorzuheben?

Anke Schäflein: Gerade jetzt führt uns die Corona-Pandemie vor Augen, wie anspruchsvoll gute Pflege ist und mit welchem enormen Einsatz Pflegekräfte ihren Dienst am Menschen leisten. Der heutige ‚Tag der Pflegenden‘ bietet eine Gelegenheit, ihnen allen unseren Dank und unsere Anerkennung auszusprechen. Die Anerkennung und Würdigung in Worten an einem einzigen Tag im Jahr genügt aber nicht– genauso wenig wie gelegentlicher Applaus, so gut dieser auch tun mag. Was es braucht, sind vor allem anderen nachhaltige Verbesserungen der Rahmenbedingungen im Pflegeberuf. Und gerade jetzt müsste sich noch mehr schnellstmöglich ändern

Was müsste sich ad hoc verändern, Ihrer Meinung nach?

Anke Schäflein: Vor allem durch die derzeitigen Lockerungen der Corona-Maßnahmen ist die Situation für die Pflegebedürftigen und die Mitarbeitenden in der Pflege wieder bedrohlicher. Aus meiner Sicht helfen – solange wir eben keine Impfstoffe oder effektive Behandlungsmöglichkeiten haben – nur regelmäßige PCR-Reihentestungen von Bewohnern von Pflegeheimen bzw. ambulant Gepflegten und Mitarbeitenden. Wir tragen als Gesellschaft Verantwortung dafür, dass wir alles tun, damit Pflegekräfte gesund bleiben. Dazu gehört auch, dass wir alles tun, möglichst frühzeitig ein Infektionsgeschehen zu erkennen. Aus meiner Sicht haben die Pflege-Mitarbeitenden das Recht und den Anspruch, dass wir als Gesamtgesellschaft alles tun, um Dunkelziffern möglichst niedrig zu halten. Das ist sicher nicht die einzige Maßnahme, die alles andere ersetzen kann. Aber sie ist eine überaus wertvolle, um die Ziele zu erreichen, die wir als Gesellschaft vereinbart haben: Möglichst kontrolliert mit der Pandemie umzugehen, um nicht Zustände wie in Norditalien und Ostfrankreich zu erleben. Regelmäßige Reihentestungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, ein virales Geschehen noch vor Symptombeginn zu erkennen und verschaffen damit kostbare Zeit, zu agieren und die Weiterverbreitung zu unterbinden. Aus meiner Sicht ist es tatsächlich fahrlässig, zur Verfügung stehende Testressourcen nicht zu nutzen – so, wie das in den letzten Tagen und Wochen geschieht.

Welche Themen müssten außerdem angegangen werden, um die Rahmenbedingungen in der Pflege zu verbessern?

Anke Schäflein: Hier halte ich es wie der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Herrn Peter Neher. Anerkennung drückt sich auch in guten Arbeitsbedingungen aus, in vernünftigen Schichtmodellen und ausreichender Personalausstattung. Gleichzeitig geht es um eine leistungsgerechte Bezahlung von Pflegekräften und aller in der Pflege, Betreuung und Service Zu- und Mitarbeitenden. Eine gute tarifliche Bezahlung und die Reduzierung der Arbeitsverdichtung sind der Dreh- und Angelpunkt für die dringend erforderliche Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege. Dazu brauchen wir eine leistungsfähige Pflegeversicherung, sonst schlägt jede Verbesserung für die Pflegekräfte finanziell auf die Pflegebedürftigen und ihren Familien durch, und das kann zu erheblichen sozialen Schieflagen führen.

Welche Chance sehen Sie in der aktuellen Corona-Krise für die Berufe in der Pflege?

Anke Schäflein: Die Corona-Pandemie zeigt deutlich, wie wichtig der Beruf der Pflegefachfrau oder des Pflegefachmann ist. Junge Menschen sehen: Alle, die an der Pflege mitwirken, auch Beschäftigte in der Hauswirtschaft, in der Verwaltung oder Haustechnik, sind systemrelevant. Das ist eine Chance, Berufe im Pflegebereich attraktiver für potenziellen Nachwuchs zu machen.

Alljährlich im Herbst findet in den bayerischen Gemeinden die Haussammlung "Helft Wunden heilen" des Sozialverbandes VdK Bayern statt. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bitten die bayerische Bevölkerung um Spenden für die Unterstützung von hilfsbedürftigen und notleidenden Menschen in den Gemeinden. So geschehen auch im Landkreis Haßberge. Der VdK-Kreisverband bekam 1250€ an Spendengeldern zusammen und möchte diese nun entsprechend weitergeben. „Der Kreisvorstandschaft ist es ein großes Anliegen, das Geld im Zuge der „Corona-Krise“ an Bedürftige auszuschütten. Deshalb sehen wir das Geld bei der Caritas Haßberge sehr gut investiert“, erklärt Andrea Stühler-Holzheimer, Geschäftsführerin VdK-Kreisverband Hassberge, das Vorhaben.

Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. nimmt die Spende dankend entgegen: „Die Hilfe für Menschen in Not steht im Zentrum der Caritasarbeit. Und gerade jetzt, in der Corona-Krise, zeichnet sich ab, dass Bedürftige durch wirtschaftliche und soziale Folgen besonders hart getroffen werden. Deshalb können wir das Geld sehr gut brauchen und werden es in geeigneter Form direkt an diese Zielgruppe weitergeben. Wir kennen die Bedürftigen. Über unsere Haßberg-Card, also den Sozialpass für den Landkreis Haßberge, müssen wir nicht erst groß in die Suche nach Betroffenen oder in eine Bedürftigkeitsprüfung einsteigen. Das ist bereits erledigt. Wir freuen uns mit den Bedürftigen über diese zusätzliche Finanzspritze, die wir gerade jetzt, bei steigenden Zahlen von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit, besonders gut brauchen können. Wir möchten außerdem neu in Not geratene Personen ermutigen, sich bei uns zu melden. Herzlichen Dank an den VdK Haßberge und allen Menschen, die sich dort engagieren.“

Aktuell arbeitet der Caritasverband für den Landkreis Haßberge an der Umsetzung einer landkreisweiten Idee. In Anlehnung an den von Bürgermeister Paulus initiierten Knetzgauer Hilfsfond könnte ein Solidaritätsfond „Wirtschaft und Soziales für den Landkreis Haßberge“ entstehen. „Ziel ist es, damit Bedürftigen direkt und unbürokratisch zu helfen, zum Beispiel in Form von (Lebensmittel-)Gutscheinen, die bei vielen Geschäften und Dienstleistern im Landkreis einlösbar sind. Gleichzeitig soll mit dem Projekt die heimische Wirtschaft unterstützt und zusätzlich auch eine Anerkennung für Menschen, die in Pflegeeinrichtungen tätig sind, erreicht werde. Diese könnten ebenfalls solche Gutscheine erhalten“, berichtet Thomas Jakob, Leiter der Allgemeinen Sozialberatung des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge. Jakob ist dazu momentan im Austausch mit verschiedenen Ansprechpartnern im Landratsamt und den Gemeinden.

Caritas-Pflegeeinrichtungen bitten dringend um angemeldete und verantwortungsvoll gestaltete Besuche

Die Mitteilung der Bayerischen Staatsregierung, dass ab dem kommenden Wochenende, 09./10.05 2020 Besuche in Pflegeeinrichtungen wieder möglich sein sollen, hat Angehörigen von Bewohnern in Pflegeeinrichtungen große Hoffnung gemacht, ihre Liebsten wieder live sehen zu können.

Der Caritasverband Haßberge e.V. hat für seine Altenhilfe-Einrichtungen bereits in den letzten Wochen Besuchsmöglichkeiten geschaffen, die ein Wiedersehen unter den seinerzeit und auch jetzt geltenden Bestimmungen möglich machen. Dies gilt ausschließlich nach vorheriger, telefonischer Terminvereinbarung in der Verwaltung der jeweiligen Einrichtung. Möglich ist dann ein kurzer Besuch einer festen, registrierten Kontaktperson oder eines Familienmitgliedes mit fester Besuchszeit, der Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m und der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Besucher und besuchte Person. Die Einrichtungen selbst dürfen von den Besuchern weiterhin nur in einem eigens dafür ausgerichteten Bereich betreten werden, da das generelle Besuchsverbot in Bayern weiterhin gilt.

Anke Schäflein, Geschäftsführerin, erklärt hierzu: „Wir wissen, dass es nach der langen Zeit des Getrenntseins sehr schwer fällt, weiterhin Geduld aufzubringen. Bisher haben wir es geschafft, in keiner unserer Einrichtungen betroffen zu sein. Unser großes Ziel ist es, dass das so bleibt – gerade vor dem Hintergrund einer potentiell drohenden zweiten Ansteckungswelle im Zuge der gelockerten Maßnahmen. Auch wenn am Sonntag Muttertag ist, bitten wir die Angehörigen dringend, von Spontanbesuchen abzusehen und sich auf die bestehenden Kontaktmöglichkeiten per Telefon, Videotelefonie oder Briefe/Postkarten zu konzentrieren. Besuche vor Ort sind möglich, sind aber zum Schutz aller pflegebedürftigen Menschen und unserer Mitarbeitenden nur nach Voranmeldung, kontrolliert und nach den derzeit geltenden Hygiene- und Schutzbedingungen der Einrichtungen möglich. So müssen Besucher zum Beispiel grundsätzlich mit Mund-Nasen-Schutz eintreffen, sollten zum Besuch frisch gewaschene Kleidung tragen und vor Ort die Hände desinfizieren. Besuchern mit Erkältungssymptomen ist es untersagt, zu kommen. Wir behalten uns das Recht der Kontrolle der Köpertemperatur („Fieber messen“) bei Besuchern vor. Wir bitten eindringlich um Verständnis und Unterstützung unserer Bemühungen durch die Besucherinnen und Besucher“.

Die telefonische Vorabsprache dient der Zugangsbegrenzung. „Es müssen unbedingt unkontrollierbare und größere Menschenansammlungen vermieden werden, die am Muttertag normalerweise zu erwarten wären. Damit wollen wir auch unter den geänderten Bedingungen die Infektionsgefahr für alle gering halten“, betont Angelika Schmidt, Fachbereichsleitung Altenhilfe des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge. Sie gibt zu bedenken: „Es bleibt dabei: Der Corona-Virus ist hochgefährlich für die Pflegebedürftigen. Aus anderen Häusern wissen wir, dass selbst bei bester fachlicher Arbeit mit einer Todesrate von 20 Prozent unter den Bewohnern zu rechnen ist“.

Die Besuchsmöglichkeiten der Caritas-Einrichtungen im Landkreis:

Ambulant betreute WG für Senioren St. Martha, Knetzgau: Dank einer neu eingebauten Türe mit Glasfenster können Sich Angehörige und Bewohner wieder sehen.

Caritas Seniorenheim Sankt Bruno, Haßfurt: Besucherfenster zwischen Hauskapelle und Wohnbereich. Eine fest installierte Konstruktion mit Sichtfenster und akustischer Verstärkung sorgt für Wiedersehensfreude.

Altenservicezentrum St. Martin, Hofheim: In den Räumlichkeiten der Tagespflege wurde ein Besucherfenster geschaffen, bei dem sich Angehörigen durch eine Scheibe sehen und mit akustischer Unterstützung verständigen können.

Hausgemeinschaften St. Anna, Hofheim: Hier entsteht aktuell eine Besucherbox, die vor dem Gebäude von St. Anna fest platziert ist. Fa. Männling, Knetzgau, die auch schon die Konstruktion für das Besucherfenster in Sankt Bruno erstellt hat, baut aktuell eine wetterfeste Holz-Konstruktion als Besuchscontainer mit zwei voneinander getrennten Eingängen. „Für die schnelle und fachmännische Umsetzung und die gute Zusammenarbeit möchten wir uns herzlich bedanken“, so Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge.

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