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Müde aber glücklich war Gretel Brehm am Abend ihres 104. Geburtstags als Sie für ein Bild neben ihren zahlreichen Geschenken und Blumen posierte. Die rüstige Seniorin lebt erst seit zwei Jahren im Caritas-Seniorenheim Sankt Bruno und erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit. Selbst die aktuelle Corona-Zeit nimmt sie verhältnismäßig gelassen: „ Ich hab schon so viel erlebt, da macht mir der Virus keine Angst.“

Die humorvolle Dame, die sich stets schön zurecht macht und größten Wert auf gut frisiertes Haar legt, freute sich sehr über die vielen Glückwünsche und genoss den Tag in vollen Zügen. Es wurde gesungen, gelacht und natürlich auch mit einem Schoppen angestoßen.  „Das ganze Haus hat sie gefeiert“, berichtet Einrichtungsleiterin Heike Ehlert. „Zahlreiche Gratulanten hatten gute Wünsche, Blumen und Geschenken abgegeben. Die Mitarbeiter waren alle bemüht, Frau Brehm einen schönen Geburtstag zu bereiten – trotz Hygienevorschriften und Besuchseinschränkung. Und ich finde, das ist ihnen prima gelungen.“

#DasMachenWirGemeinsam lautet das Motto der Caritas für die Jahre 2021/22. Die Kampagne bildet den Auftakt für das 125-jährige Jubiläum der Caritas im Jahr 2022. Die aktuelle Lage zeigt deutlich: Die Lebensrealitäten in Deutschland sind grundverschieden, die Spaltung der Gesellschaft nimmt zu. Im Zuge der Pandemie gewinnt eine Frage neue Bedeutung: Wie steht es um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft? In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Die Pandemie wirkt wie ein Brennglas auf soziale Herausforderungen, die die Menschen teilweise schon lange beschäftigen: etwa, wenn es um Bildungschancen, bezahlbaren Wohnraum oder die Situation von Soloselbstständigen geht. Mehr denn je braucht es zivilgesellschaftliche Institutionen wie die Kirche und ihre Caritas, die sich aktiv für eine solidarische Gesellschaft einsetzen, an Lösungen mitarbeiten und dabei den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

„Der Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V. beschäftigt über 360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschiedenen Diensten und Einrichtungen, die allen Menschen helfen, die auf Hilfe angewiesen sind - ganz gleich, welcher Religion oder Nationalität sie angehören. Wir sind überzeugt: Rat und Hilfe dürfen nicht zu einem Luxusgut werden, sondern müssen denen offen stehen, die darauf angewiesen sind. Die Herausforderung ist mit der Corona-Pandemie größer geworden, möglichst vielen Menschen faire und gerechte Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Deshalb muss es gelingen, die soziale Infrastruktur aufrechtzuerhalten“, betont Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge.

Und der Vorsitzende Johannes Simon fordert auf: „Für uns als Caritas ist das jede Anstrengung wert, denn jeder Mensch zählt und ist wertvoll. Mit Ihrer Hilfe setzen wir uns für alle Bürger im Landkreis Haßberge ein, die Unterstützung benötigen. Jede gute Tat hilft. Jeder Euro hilft. Lassen Sie uns gemeinsam an einer sozial gerechteren Zukunft arbeiten!“

Bei der Caritas-Frühjahrssammlung vom 01. - 07. März 2021 bittet die Caritas um Spenden für Menschen, die in der nächsten Umgebung unsere Hilfe brauchen. Mit dem Geld werden z.B. Beratungsdienste mitfinanziert, bei denen Ratsuchenden geholfen wird, die aus unterschiedlichen Gründen dringend Unterstützung brauchen. Ursachen können neben körperlichen oder seelischen Erkrankungen auch Arbeits- oder Wohnungslosigkeit, Überschuldung, Sucht, Trennung sein – alles Situationen und Lebenslagen, in die man nicht kommen möchte, die aber manchmal einfach passieren.

Die Spende bei der Caritassammlung bleibt in der Region. Dreißig Prozent des Geldes verwendet die Pfarrei, in der gesammelt wird, für caritative Aufgaben direkt vor Ort, um individuell zu helfen, wo die Not am größten ist. Die gleiche Summe erhält der Diözesan-Caritasverband und vierzig Prozent bekommt der Caritasverband Haßberge. Hier fließt der Sammlungserlös Diensten und Einrichtungen zu, die keine ausreichende Finanzierung durch andere Mittel haben, deshalb muss die Caritas für die wichtige Beratungsarbeit Eigenmittel einsetzen. So kommen über die Beratungsstellen die Spenden direkt und unbürokratisch Menschen zugute, die manchmal vor Sorgen und Nöten nicht mehr ein noch aus wissen. Von diesen Sammlungsgeldern profitieren Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Landkreis, denn die kostenlosen Beratungsdienste, die es für die unterschiedlichsten sozialen Notlagen gibt, können von jedem Hilfebedürftigen in Anspruch genommen werden – unabhängig von Alter, Konfession, Weltanschauung oder sozialer Stellung.

Auskünfte und Informationen werden gerne unter Tel. 09521 691-0 erteilt. Unter www.caritas-hassberge.de („Ich brauche Hilfe“) kann man sich über alle Hilfsmöglichkeiten in unserem Landkreis informieren oder auch nachlesen, in welcher Form man sich selbst engagieren kann („Ich will helfen“).

Wenn Sie die Arbeit der Caritas mit Ihrer Spende unterstützen wollen, um Menschen in akuter Not zu helfen:
Bankverbindung: Sparkasse Schweinfurt-Haßberge
IBAN: DE24793501010190002881 BIC: BYLADEM1KSW

Sie können ab 18 Euro Jahresbeitrag auch Mitglied werden und unsere Arbeit so dauerhaft unterstützen: www.caritas-hassberge.de/ich-will-helfen/mitglied-werden

Die Erleichterung war groß im Seniorenheim Sankt Bruno in Haßfurt. Denn nach dem Ausbruchsgeschehen rund um Weihnachten waren Anfang Februar die Corona-Tests von allen Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen negativ ausgefallen. Somit konnten, auch nach dem O.K. vom Gesundheitsamt, die Kleingruppen innerhalb der Wohnbereiche aufgehoben werden. Man darf sich innerhalb des Hauses wieder treffen – und sogar Fasching feiern. Die kurzerhand angesetzte Faschingsfeier (mit geltenden Schutz- und Hygienemaßnahmen) war ein voller Erfolg. Bei den Bewohnern stellt sich bei Kaffee, Krapfen, und Musik die Faschingsstimmung schnell ein.

Durchs Programm führte Roswitha Fliege, die auch in einigen Sketchen ihr schauspielerisches Talent zum Besten gab und mit Gesangseinlagen begeisterte. Weitere Programmpunkte waren eine Hula Hoop Show, Büttenreden, diverse Tanzvorführungen und lustige Sketche und Witze. Ein ausgelassener und kurzweiliger Nachmittag fand seinen Ausklang mit gemeinsamem Singen, Schunkeln und einer Polonaise.

„Es war schön zu sehen, wie fröhlich alle waren. Man merkte es den Bewohnern und auch den Kollegen an, wie erleichtert alle sind, nach den anstrengenden letzten Wochen einfach mal ausgelassen beieinander zu sitzen und aus vollem Herzen zu lachen. Viele lustige Zwischenbemerkungen der Senioren trugen ebenfalls zur hervorragenden Stimmung bei“, berichtet Einrichtungsleiterin Heike Ehlert.

Für die meisten Menschen fallen die Faschingsfeiern in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie aus. Nicht so für die Bewohnerinnen und Bewohner eines Pflegeheims in Hofheim: Das Caritas-Altenservicezentrum war, zumindest innerhalb der Einrichtung, eine Faschings-Hochburg. Denn wegen der hohen Durchimpfungsrate von 97 % konnten einige der strengen internen Regelungen gelockert werden. So konnten Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen gemeinsam singen, tanzen und feiern.

Zum Auftakt der heißen Phase des Faschings ging es am Altweiberfasching schon immer lustig zu. So herrschte auch an diesem „unsinnigen Donnerstag“ Jubel, Trubel, Heiterkeit im mit bunten Ketten, Luftschlangen und Masken dekorierten Foyer. Einrichtungsleiterin Melanie Schröder berichtet, dass die Faschingsfeier in diesem Jahr besonders emotional und ausgelassen war: „Gerade nach den vielen Einschränkungen der letzten Monate tat es allen gut, mal ein bisschen abzuschalten. Gemeinsam zu feiern, Spaß zu haben und einfach ganz viel zu lachen. Alle genießen es sichtlich, dass die bisher streng eingehaltene Trennung von Kleingruppen innerhalb der Wohnbereiche nun aufgehoben werden konnte.“

Die mit bunten Hüten maskierten Seniorinnen und Senioren schunkelten und feierten bei Faschingskrapfen und Bowle mit dem Personal. Einzig auf die „Live-Musik“ in Form eines externen Alleinunterhalters musste man in diesem Jahr verzichten. Doch der Stimmung tat die „Konserven-Musik“ von CDs keinen Abbruch.

Und am Rosenmontag ging das bunte Treiben in eine zweite Runde. Im Garten der Einrichtung fand ein interner „Faschingsumzug“ statt. Bei eisigen Temperaturen und bester Laune zogen maskierte Mitarbeiter*innen gemeinsam mit den Bewohnern durch den Schnee. Mit dabei war der „Medizin-Wagen“, befüllt mit Bier. Natürlich durften dabei auch das ein oder andere „Schnäpsla“ nicht fehlen. Gegen die Kälte und für die Gaudi. Einziges Manko an der gelungenen Aktion war, dass pandemiebedingt keine Besucherinnen und Besucher oder Angehörige teilnehmen konnten.

Unser Seniorenheim Sankt Bruno hat schwere Zeiten hinter sich. Insgesamt haben sich 42 Bewohner und 35 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. 13 Bewohner*innen sind mit oder an Covid-19 gestorben. „Uns allen hat die Situation alles abverlangt. Umso mehr freut es uns, dass alle Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen seit 11.2. offiziell coronafrei sind“, freut sich Einrichtungsleiterin Heike Ehlert.

Die Bewohner*innen können nun wieder in den gemeinsamen Alltag zurückkehren, der zwar immer noch von Corona bestimmt ist, aber eben nicht mehr von einem konkreten Ausbruchsgehen im Haus. Gruppenveranstaltungen können wieder stattfinden, der Gottesdienst in der Kapelle kann von den Bewohner*innen wieder besucht werden und – darauf freuen sich alle besonders – auch Fasching darf wieder gemeinsam gefeiert werden.

Die Quarantäneanordnung für Sankt Bruno wurde bereits zum 19.1.2021 aufgehoben. Das heißt, dass wieder neue Bewohner*innen in das Seniorenheim einziehen dürfen. Und: die Bewohner dürfen auch wieder besucht werden. Nach wie vor gelten aber die Besuchsregelungen des 11. BayIfSMV vom 15.12.2020 (zuletzt durch Verordnung vom 12. Februar 2021 (BayMBl. Nr. 112) geändert): Ein Besucher/Tag/Bewohner (Terminvereinbarung nötig), das Tragen der FFP2-Maske in der Einrichtung sowie die Vorlage eines gültigen Negativtest.

In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeitenden mit umfangreichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, PCR-Reihentests von Bewohnern und Mitarbeitern sowie bemerkenswertem Einsatz und hoher Motivation das Corona-Virus im Haus in den Griff bekommen. Heike Ehlert weiß, dass die Bewältigung der Situation nur durch einen gemeinsamen Kraftakt aller Beteiligter möglich war: „Deshalb ist es mir wichtig, DANKE zu sagen. Sowohl den Bewohner*innen und Angehörigen, fürs Durchhalten und Zusammenhalten. Danke für die zahlreichen aufmunternden Worte und Geschenke, für Ihre Geduld und Umsicht. Und ein weiteres großes Dankeschön geht an alle Mitarbeiter*innen von Sankt Bruno sowie alle Kolleg*innen aus dem Caritasverband, die uns während des Ausbruchsgeschehens tatkräftig unterstützt haben. Das ist nicht selbstverständlich und war so hilfreich.“

Bei aller Freude um die überstandene Krise, bleibt die Trauer über die Verluste, die diese mit sich gebracht hat. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Bewohner, die trotz aller Maßnahmen in dieser schwierigen Zeit gestorben sind. Jeder einzelne war ein Teil unserer großen Gemeinschaft und es ist für Bewohner und Mitarbeitende gleichermaßen traurig, so viele Verstorbene in kurzer Zeit gehen lassen zu müssen“, bedauert die Einrichtungsleiterin. „Um den Bewohner*innen und Mitarbeitenden die Möglichkeit eines warmherzigen Abschieds zu geben, begehen wir in den nächsten Tagen einen internen Gedenkgottesdienst. Leider können wir aufgrund der Corona-Lage hierzu keine Angehörigen einladen“, so Ehlert weiter.

Beratende und andere Fachkräfte erleben in der Corona-Pandemie eine nie dagewesene Herausforderung, weil ihre berufliche Situation und zugleich die Lebenswelt ihrer Klienten sich von einem auf den anderen Tag grundlegend geändert hat – und diese Situation nun schon sehr lange andauert. Dabei besteht eine doppelte Beanspruchung, nämlich den eigenen Alltag jenseits früherer Routine zu meistern und zeitgleich in einer neuen beruflichen Situation den Fragen und Problemen oft sehr verunsicherter Klienten gerecht zu werden. Auch wenn die Beratungsstellen aufgrund der Lockdown-Situationen zeitweise nicht für den Publikumsverkehr zugänglich sind, bleiben sie für Ratsuchende erreichbar. Zu den üblichen Öffnungszeiten können sich Hilfesuchende telefonisch oder per E-Mail an die Beratungsstelle wenden.

Mit den anhaltenden Kontaktbeschränkungen und den Einschränkungen in der Face-to-Face-Beratung wird die Caritas-Onlineberatung zu einer immer wichtigeren Alternative für Menschen in Notsituationen. Das Beratungsportal des Deutschen Caritasverbandes ist rund um die Uhr zugänglich, kostenlos, anonym und sicher. Durch die Abfrage der Postleitzahl wird die Anfrage an eine Beraterin oder einen Berater in Ihrer Nähe weitergeleitet. Das ist hilfreich, sollte der Hilfesuchende später einmal einen Termin in einer Beratungsstelle wünschen. Auch der Caritasverband Haßberge beteiligt sich an der Onlineberatung. Die Beratungs- und Fachkräfte wurden eigens für das Tool geschult.

Während die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern (Erziehungsberatungen) und die  Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtprobleme diesen Dienst schon seit Jahren anbieten, sind die Berater der Allgemeine Soziale Beratungsdienst (ASBD) seit 2020 ebenfalls angegliedert.

Die Anfragen werden vertraulich behandelt, können jederzeit, kostenfrei und ortsunabhängig gestellt werden. Die Bearbeitung des Anliegens erfolgt mit der Wahrung des Datenschutzes und der Schweigepflicht und erfolgt durch kompetentes und geschultes Fachpersonal. Von Montag bis Freitag werden diese innerhalb von 48 Stunden. Neben vielen weiteren Themen beraten die Mitarbeitenden des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge in diesen Bereichen:

  • Allgemeine soziale Probleme
  • Eltern und Familie
  • Kinder und Jugendliche
  • Leben im Alter/Pflegebedürftigkeit
  • Rechtliche Betreuung und Vorsorge
  • Schulden/finanzielle Probleme
  • Sucht
  • HIV/AIDS
  • Angehörige von Straffälligen

 

SO FUNKTIONIERT ES:

  • Wählen Sie den Beratungsbereich, in welchem Sie eine Frage stellen wollen (Erziehung, Sucht, Schulden, etc.). Die Übersicht der Bereiche finden Sie auf www.caritas.de/onlineberatung aufgelistet. Unter Umständen haben Sie Ihren Bereich bereits gefunden und sind schon auf der entsprechenden Seite.
  • Klicken Sie auf das rote Banner zur Online-Beratung und es öffnet sich ein neues Fenster. Damit haben sie eine gesicherte Verbindung mit unserer Beratungsplattform hergestellt.
  • Melden Sie sich an: Die Anmeldung geht schnell und Sie bleiben dabei anonym, wenn Sie das möchten:
  • Erfinden Sie einen Benutzernamen und ein Passwort. Beides müssen Sie sich merken, um später an die Antwort der Berater*innen zu kommen.
  • Geben Sie die Postleitzahl Ihres Wohnortes an. Ihre Anfrage wird an eine Beraterin oder einen Berater in Ihrer Nähe weitergeleitet. Das ist hilfreich, sollten Sie später einmal einen Termin in einer Beratungsstelle wünschen.
  • Wenn Sie freiwillig eine E-Mail-Adresse angeben, dann können Sie Ihr Passwort bei Bedarf zurücksetzen, sollten Sie es vergessen haben.
  • Schreiben Sie Ihre Frage und klicken Sie auf den Pfeil zum Senden der Nachricht. Ihre Frage wird einem Berater oder einer Beraterin zugestellt. Die Antwort finden Sie werktags innerhalb von 48 Stunden in Ihrem Postfach.
  • Die Plattform bietet die Möglichkeit zur Einzelberatung und auch Dokumente (wie z.B. Bescheide und Anträge) können sicher zwischen Klient*in und Berater*in ausgetauscht werden.

Weitere Informationen: https://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/anleitung

So funktioniert die Onlineberatung: Datenschutz bei der Onlineberatung: https://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/datenschutz

Am 6. Februar hätte er stattfinden sollen, der 48. Caritas-Benefiz Rosenball. Ein ausgelassener Abend voller Tanz und Musik, nach den rhythmischen Klängen der Band Andorras war geplant – und all das für den guten Zweck. Die Absage der Tanzveranstaltung im August letzten Jahres kam vermeintlich früh, war jedoch angesichts der aktuellen Pandemie-Lage absolut richtig. Die Einnahmen der Veranstaltungen fehlen dem Caritasverband, der sich seit Jahren im Landkreis für Menschen in Not einsetzt.

Diese unmittelbare Nothilfe reicht beispielsweise im Fachdienst Allgemeine Sozialberatung (ASBD) von Aufklärungs- und Informationsgesprächen bis hin zu konkreten Hilfestellungen, z.B. beim Ausfüllen von Antragen für Kindergeld, Wohngeld oder Stiftungsgeldern. Natürlich gibt es aktuell auch Fälle, die sich aufgrund der Corona-Beschränkungen ereignen, wie z.B. der eines früheren Marktverkäufers, der aktuell keinerlei Einkünfte erzielen kann. Aufgrund seiner vorherigen Selbstständigkeit hat er aber keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld und ist somit aufgrund der Corona-Krise nun auf Hartz 4 angewiesen. Auffällig sind auch die steigenden Anfragen von Menschen, die von der Wohnungslosigkeit bedroht sind durch Kündigungen aufgrund von Eigenbedarf oder aufgelaufener Mietschulden.

Auch in der Beratungsstelle für Familien häufen sich coronabedingt die Anfragen. Oftmals geht es um Eltern-Trennungen. Die psychische Belastung aller Beteiligten wird aktuell noch deutlicher sichtbar. Aber auch Kinder und Jugendliche, die jetzt vermehrt mit Sorgen und Ängsten zu kämpfen haben, werden in der Beratungsstelle betreut.

„Wir bedauern die Entscheidung nach wie vor, wissen aber, dass es keine Alternative zur Absage des Balls gab. Wir würden uns freuen, wenn Sie mit einer Spende unsere vielfältigen Aufgaben im Caritasverband für den Landkreis Haßberge, insbesondere die Dienste und Einrichtungen unterstützen, die keine ausreichende Finanzierung durch andere Mittel haben. Die Spenden kommen über die Beratungsstellen direkt und unbürokratisch Menschen zugute, die akut Hilfe benötigen. Damit profitieren Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Landkreis, denn diese kostenlosen Beratungsdienste, die es für die unterschiedlichsten sozialen Notlagen gibt, können von jedem Hilfebedürftigen in Anspruch genommen werden – unabhängig von Alter, Konfession, Weltanschauung oder sozialer Stellung“, erklärt der 1.Vorsitzende Johannes Simon.

Ob der Caritasball im Februar 2022 stattfinden wird, darüber kann die Geschäftsführerin Anke Schäflein noch keine Aussage treffen: „Aktuell bekämpfen wir mit all unseren Kräften die Corona-Pandemie, vor allem in unseren Altenhilfe-Einrichtungen. Wie die Lage im Februar 2022 aussieht, kann man heute noch nicht abschätzen. Zum Stand heute sind wir aber optimistisch.“

Wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende unterstützen wollen, um Menschen in akuter Not zu helfen:
Bankverbindung: Sparkasse Schweinfurt-Haßberge
IBAN: DE24793501010190002881 BIC: BYLADEM1KSW

Langjähriger Leiter der Caritas-Erziehungsberatungsstelle in Haßfurt in den Ruhestand verabschiedet

Gerhard Lutz drückt sich gerne bildlich aus. Oftmals mit Hilfe der kleinen, erhellenden Geschichten aus dem Fabelbuch „Der Elefant“. So hatte er auch für seinen Abschied das passende Gleichnis parat und verabschiedete sich mit der Geschichte „Der Fuchs“ von Khalil Gibran.

Nach 18 Jahren bei der Caritas geht der Leiter der Beratungsstelle für Familien - Kinder, Jugendliche und Eltern, Gerhard Lutz, nun in den verdienten Ruhestand. Blickt er zurück, erfüllt ihn vor allem Dankbarkeit gegenüber „allen meinen Weggefährten, sowohl innerhalb und außerhalb des Caritasverbandes, besonders meinen Kolleg*innen aus der EB“. EB steht für Erziehungsberatung, die Stelle, die Gerhard Lutz im Mai 2003 als Leiter übernommen hat. Heute lautet der Name „Beratungsstelle für Familien – Kinder, Jugendliche und Eltern“. Der Grund für die Umbenennung war die ständig wachsende Vielfalt der Aufgaben.

Präventive Arbeit, Diagnostik, Beratung & Therapie, Onlineberatung, Vernetzung – all das gehörte zum Verantwortungsbereich von Gerhard Lutz, der mit dem Eintritt beim Caritasverband quasi die Seiten wechselte, vom Jugendamt in die Beratungsstelle. „Diesen Wechsel habe ich nie bereut“, sagt er heute. „Im Gegenteil, die Erfahrungen, die ich früher auf Seiten des Landratsamtes gesammelt hatte, haben mir in meiner täglichen Arbeit oftmals geholfen.“ Gerade deshalb hat Lutz nicht nur die Erziehungsberatungsstelle in Trägerschaft des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. in den vergangenen zwei Jahrzehnten wesentlich geprägt. Er wirkte insbesondere auch im Jugendhilfeausschuss des Landkreises mit, dem er lange Jahre als hochgeschätzter Berater beiwohnte. Für sein Engagement verabschiedete ihn Wilhelm Schneider im November 2020 mit herzlichen Worten und einem Präsent.

Eine große Abschiedszeremonie gab es im Caritasverband nicht – Corona bedingt. So ganz unrecht ist das Gerhard Lutz nicht, der sich nicht allzu gerne im Mittelpunkt sieht. Und irgendwie passte die Verabschiedung im kleinsten Kreis, in gezielten Besuchen auch zum Inhalt der Fuchs-Fabel, die er zum Abschied zitierte: weniger ist manchmal eben doch auch mehr.  Wertschätzende Worte und guten Wünsche für die Zukunft von Geschäftsführung und Kollegen gab es dennoch viele. Wenn auch leiser, weil hinter den FFP2-Masken gesprochen oder verpackt, in Form von Geschenken. Der Hobbymusiker gilt  unter Kollegen als hilfsbereiter, unkomplizierter und engagierter Teamplayer sowie als fachlich wie menschlich versierter Impulsgeber.

Gerhard Lutz resümiert die letzten Jahre mit Stolz, und sieht auch gerade aufgrund der Corona-Pandemie jetzt einen guten Zeitpunkt für einen Wechsel: „Die Erziehungsberatungsstellen sind ein Erfolgsmodell. Sie begegnen neuen Bedarfen und Herausforderungen,  u.a. in Krisen unkompliziert, flexibel und schnell; dies zeigt sich nun auch seit der Corona-Pandemie. Sie werden trotz Corona und gerade deshalb für Ratsuchenden da sein und mit ihren Möglichkeiten zur Seite stehen – vielleicht auf andere Weise als bisher.“

 

Wir informierten Sie bereits mehrfach über den Stand des bitteren Ausbruchsgeschehens in unserem Seniorenheim Sankt Bruno, Haßfurt.

Zum Stand 25.1.2020

Seit dem Ausbruchsgeschehen rund um die Weihnachtstage herum wurden insgesamt 42 Bewohner*innen positiv auf SARS-CoV2 getestet. Innerhalb der letzten 19 Tage sind zwölf pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner an oder mit dem neuen Coronavirus verstorben. Das ist die traurige und erschreckende Zwischenbilanz zum heutigen Tag.

Zehn Bewohnerinnen gelten aktuell als positiv und potentiell infektiös - bezogen auf den Zeitraum der jeweiligen Infektion bei den einzelnen Personen. Wir freuen uns darüber, dass inzwischen 20 Bewohnerinnen als genesen gelten. Bei diesen Personen wurde die Isolation vom Gesundheitsamt beendet, da diese nicht mehr gefährdet sind. 25 Bewohner nicht infiziert. Diese gilt es nun besonders zu schützen, während natürlich die Pflege und Betreuung aller unserer Bewohner*innen gut sichergestellt ist.

Unter den Mitarbeitenden wurden bisher 33 positiv getestet, davon sind 19 Personen inzwischen wieder genesen. Alle halten wirklich beeindruckend durch, in dieser physisch wie mental überaus herausfordernden Zeit.

Trotz hoher Belastung - psychisch, durch die hohe Anzahl der Todesfälle, aber auch physisch, z.B. durch die persönliche Schutzausrüstung (PSA) haben die Mitarbeiter bisher super durchgehalten - auch und trotz des Risikos, selbst infiziert zu werden. Sie haben weitergearbeitet. Unterstützt wurden die Kolleginnen aus Sankt Bruno von Mitarbeiterinnen aus unseren anderen Einrichtungen, die freiwillig zu einem Einsatz bereit waren. Das ist nicht selbstverständlich. Dafür sagen wir von Herzen DANKE.

Alle im Einsatz befindlichen Mitarbeiter erhalten eine Sonderzulage, die vom Vorstand einstimmig beschlossen wurde, um diese Leistung auch finanziell anzuerkennen.

Wir hoffen weiterhin auf eine Verbesserung der Situation durch die Impfungen. Seit dem 09.01.2021 wird endlich auch in unserem Haus Sankt Bruno geimpft. Wir haben dort lange und sehnlichst auf den Impfstart gewartet und immer wieder darum gebeten. So haben inzwischen an zwei Terminen insgesamt 23 Bewohnerinnen und Bewohner die erste Impfung erhalten. Ende Januar bzw. Anfang Februar steht für viele der zweite Impftermin sowie einige Erstimpfungen an.

Es ist eine Tradition die auch im Hofheimer Seniorenheim zwischen Weihnachten und Hl. Dreikönig zelebriert wird: das Christbaum loben. In den Wohnbereichen und so manchen Bewohnerzimmern versammeln sich Bewohner*innen, Angehörige und Mitarbeiter*innen um in geselliger Runde gemeinsam anzustoßen. Auf die Gemeinschaft. Auf die Kolleg*innen. Auf Weihnachten.

All das – und noch viel mehr – war im Pandemie-Jahr 2020 nicht möglich. Um den sozialer Aspekt des Christbaumlobens, der nach Monaten der Entbehrungen so wertvoll gewesen wäre, aufrecht zu erhalten, hat Einrichtungsleiterin Melanie Schröder kurzerhand eine digitale Ersatz-Aktion ins Leben gerufen.

Mit einem Aufruf an Mitarbeitende und Angehörige wurden alle gebeten, Bilder ihrer Weihnachtsbäume digital, per E-Mail einzusenden. Dem Aufruf folgten viele. Über 60 Bilder wurden eingesandt. Daraus entstand eine digitale Christbaum-Galerie. Via Power Point wurden die Bilder samt Grußbotschaften in den Wohnbereichen und Bewohnerzimmer gezeigt – und selbstverständlich zusammen angestoßen.

Durch den mobilen und flexibel positionierbare Beamer „Qwiek.up“ konnte die digitale Christbaum-Galerie an verschiedenen Orten der Einrichtungen und auch an der Zimmerdecke, etwa für bettlägerige Bewohner*innen gezeigt werden. Die Reaktionen von Bewohnern und Mitarbeitenden waren überwältigend positiv. Für alle Beteiligten war es eine spürbare Erleichterung, dass das vorherrschende Thema Corona – zumindest über die Weihnachtsfeiertage hinweg – hinter der Christbaum-Galerie zurückgefallen ist. „Das war mal was anderes – und trotzdem wurde eine schöne Tradition aufrechterhalten. Sowas könnten wir öfter machen!“ lautete oftmals das Fazit. Besonders gut kamen auch die Bilder an, auf denen Familienmitglieder (Angehörige, Kinder oder auch Haustiere) zu sehen waren. Denn genau das fehlt den Bewohnern dieser Tage besonders: die Teilhabe im Familienverbund. Wir sind froh, dass wir dies mit dieser digitalen Aktion wenigstens für einen Moment vergessen lassen konnten.

 

Am Montag, 11.01.2021, kam auch die Ambulant betreute Wohngemeinschaft für Senioren in Knetzgau (WG) beim Impfen dran.

Die Impfdosen wurden dort von sehr vielen heiß ersehnt. Alles war bestens vorbereitet. Und der kostbare Stoff kam auch tatsächlich dort an!

Der Alptraum der Leiterin des ambulanten Teams der Caritas Sozialstation, Frau Angelika Krines, die seit zehn Jahren die Pflege-WG begleitet, hat sich nicht bewahrheitet. Frau Krines wurde in der Nacht zuvor immer wieder von schlimmen Träumen geweckt, in denen sie erlebte, dass der Impfstoff gestohlen wurde oder die Pflegebedürftigen zum Zeitpunkt der Impfung nicht aufzufinden waren.

Die Bilanz des Impfeinsatzes ist beeindruckend: 100 Prozent der Pflegebedürftigen und etwa 80 Prozent der Mitarbeitenden der Caritas Sozialstation machten mit. Alle 30 Geimpften haben die Impfung bestens überstanden. Es kam zu keinen nennenswerten Nebenwirkungen.

Jetzt freuen sich alle auf die zweite Impfung in drei Wochen.

Die Geschäftsführerin, Anke Schäflein, ist begeistert von dieser Impfquote, die echte Maßstäbe setzt: „ Ich freue mich so über diese hohe Impfbereitschaft. Damit kann ich, zumindest bezogen auf unsere WG St. Martha, in vier Wochen zu 100 Prozent entspannen. Dafür danke ich allen Mitgliedern unserer Pflege-WG, allen Angehörigen und vor allem auch unseren Mitarbeiterinnen“.

Update 11.01.2021, 11:00 Uhr

Vom Landratsamt erging kürzlich folgende Info betreffend unserer Altenhilfe-Einrichtung Sankt Bruno in Haßfurt: "Die Isolation für die Bewohner, die als Kontaktpersonen isoliert sind, wird ausgehend von den letzten positiven Abstrichen unter den Bewohnern vom 05.01.2021 zunächst bis zum 19.01.2021 verlängert. Abhängig von den Ergebnissen der nächsten Testung bei den Bewohnern kann der Isolationszeitraum noch angepasst werden."

Zum aktuellen Zeitpunkt sind 5 Bewohner innerhalb von 5 Tagen an und mit Corona gestorben.

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