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Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Hofheim musizierten unter der Leitung ihrer Lehrerinnen Kristin Mendel-Demmler, Susanne Behr, Juliane Klopf, Miriam Abert und Gisela Wiedemuth für die Bewohnerinnen und Bewohner des Caritas-Altenservicezentrum St. Martin in Hofheim.

Nach der erfolgreichen Premiere dieser Aktion 2018 haben sich in diesem Jahr fast doppelt so viele Schüler bereiterklärt, für die Seniorinnen und Senioren aufzutreten. Es wurde also erfreulich eng im Foyer von St. Martin. Von der 5. bis zur 9. Klasse waren über 70 Schülerinnen und Schüler dabei und machten den Senioren damit eine große Freude. Es wurden einige Weinachtstücke mit verschiedenen Instrumenten gespielt, Geschichten aufgeführt, gesungen und getanzt. „Herzlichen Dank an die Schüler und Lehrerinnen, dass sie sich die Zeit für uns genommen haben. Die Auftritte waren wirklich toll und die Bewohner hatten sichtlich Spaß“, so Einrichtungsleiterin Melanie Schröder.

„Mit Büchern Menschen helfen“ – das ist das Motto von Ulla Gräbe, Inhaberin der Leseinsel in Ebern. Bereits zum wiederholten Mal hat der Buchladen im Herbst beim Apfelmarkt in Ebern einen Bücherflohmarkt veranstaltet. Gespendete Bücher werden dort von Ulla Gräbe und ihren Mitarbeitern ehrenamtlich zum Verkauf angeboten.

Der Erlös von 1600 Euro kommt in diesem Jahr bedürftigen Seniorinnen und Senioren zu Gute. Denn gerade denjenigen, die im Alter auf Vieles verzichten müssen und denen es oftmals am Nötigsten fehlt, möchte die Geschäftsfrau eine Freude machen.

In Zusammenarbeit mit der Caritas-Sozialstation Rita-Wagner Haßfurt/Ebern konnte das Vorhaben nun umgesetzt werden. „Wir haben uns umgehört und umgeschaut, wer was benötigen könnte und haben diese Info dann weitergegeben und Frau Gräbe hat die Dinge besorgt und hübsch verpackt. Ob Bettwäsche, Kleidung, was zum Lesen oder einfach „eine gute Wurst“ – es sind die einfachen Dinge, die manchmal die größte Freue machen“, berichtet Sabine Paeth, Einrichtungsleitung der Caritas-Sozialstation von der guten Zusammenarbeit.

„Durch diese Geschenke-Aktion ist bereits eine neue Idee entstanden. Nächstes Jahr wird es in Ebern „Wunschbäume“ für ältere Menschen geben.“, freut sich Ulla Gräbe schon auf die nächste Benefizaktion.

Unterstützt wird diese Aktion auch von der Seniorenreferentin der Stadt Ebern, Isabell Zimmer.

200 Unterrichtsstunden mit Projektarbeiten und Grundlagen in Berufsethik, Psychologie, Pädagogik und Didaktik der Anleitung haben Ursula Zoth, Victoria Meißner, Janine Velte und Martina Zimmermann hinter sich und damit die Ausbildung zur Praxisanleiterin absolviert

Nach der erfolgreich abgelegten Prüfung, bei der Berufsfachschule für Altenpflege in Bamberg, können die Pflegefachkräfte nun in den Caritas-Einrichtungen ihr Wissen weitergeben. „Wir denken die generalisierte Pflegeausbildung vor und sorgen unter anderem mit dieser Weiterbildung zur Praxisanleitung für den ständigen Ausbau fachlicher Kompetenzen bei unseren Mitarbeitern“, erklärt Angelika Schmidt, Fachbereichsleitung Altenhilfe beim Caritasverband Haßberge.

Im November startete ein gemeinsames Projekt zwischen der neu gegründeten Kunst- und Werkschule der Jacob-Curio-Realschule und dem Caritas-Altenservicezentrum St. Martin in Hofheim.

Zehn Schülerinnen der Kunst - und Werkschule der Realschule nahmen sich Zeit, um mit den Bewohnerinnen und Bewohnern im Seniorenheim St. Martin zu werkeln.
Bereits beim ersten Aufeinandertreffen zeigte sich, wie sowohl Schüler als auch die Senioren von diesem Projekt profitieren. Nach anfänglicher Zurückhaltung auf beiden Seiten lockerte sich die Stimmung rasch und es entwickelte sich eine entspannte und kreative Atmosphäre. So resümierte Schülerin Emma, sie möchte den Bastelnachmittag „sehr gerne wiederholen“. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner gaben allesamt positive Rückmeldungen. Sie schätzten den Sondereinsatz der Schüler als eine weitere gelungene Abwechslung zum sonstigen Alltag, der ihnen sehr viel Spaß bereitete. Die Freude über die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Generationen erfreute auch Einrichtungsleiterin Melanie Schröder die sich besonders bei Schulleiter Stefan Wittmann für die tolle Zusammenarbeit bedankt.

Renate Rösch, Gerontopsychiatrische Fachkraft in St. Martin, freut sich über die neue Initiative der Realschule Hofheim. Die positiven Rückmeldungen kommentiert sie so: „Jung und Alt verbringen Zeit miteinander und sind dabei kreativ; dieses Konzept funktioniert einfach gut“.

Renate Rösch und die verantwortlichen Lehrkräfte der Realschule werden dieser ersten Aktion in den nächsten Wochen weitere folgen lassen. In der Adventszeit entstehen so verschiedene Objekte, die das Haus St. Martin schmücken werden.
Aber auch darüber hinaus sind schon Ziele gesteckt. Weitere gemeinsame Aktionen um die Osterzeit und dann auch im Freien sind bereits in der Pipeline.

 

Besondere Stadtführung zeigt ausgesuchte, medizinische Standorte im Altstadtbereich

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritas-Altenservicezentrums St. Martin und den Hausgemeinschaften St. Anna in Hofheim waren zum Mitarbeiterausflug in Bamberg auf den Spuren historischer, medizinischer Standorte im Altstadtbereich. Ermöglicht hatte diesen Ausflug die Pflegedank-Stiftung Winfried Wiendl, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Pflegekräften Bestätigung für ihre wichtige und verantwortungsvolle Tätigkeit zu geben.

Ganz nach dem Motto „Von Quacksalbern und Wunderärzten“ machten sich rund 60 Mitarbeiter in zwei Gruppen im November auf, um eine Zeitreise ins mittelalterliche Bamberg zu begehen. Dort gab es allerhand Interessantes zu hören, zu sehen und zu erleben. Zum Beispiel besitzt Bamberg eine der ältesten Apotheken Deutschlands und betrieb das zu seiner Zeit modernste Krankenhaus Europas. In großen Spitälern versorgte man Pilger und Arme, in Siechhäusern in der Sandstraße kämpfte man gegen die Pest und die Syphilis, versuchte der Gesundheit durch Studien an einer medizinischen Fakultät nachzugehen, um schließlich - wenn gar nichts mehr half - die Heiligen wie Elisabeth von Thüringen, Kaiserin Kundigunde oder Hildegard von Bingen anzurufen. Im Anschluss kehrten alle gemeinsam in einer Gastwirtschaft in Viereth ein. Bei guter Stimmung ließ man den Abend im Kreise der Kolleginnen und Kollegen ausklingen.

„Die Mitarbeiter haben den schönen und interessanten Nachmittag sehr genossen. Das ist eine tolle Sache, dass uns die Pflegedank-Stiftung diesen Ausflug ermöglicht hat“, bedankt sich Einrichtungsleiterin Melanie Schröder.

 

Über die Plfegedank-Stiftung Winfried Wiendl
Die Stiftung stellt Pflegekräfte in den Mittelpunkt, die Menschen verlässlich und fürsorglich betreuen, pflegen und versorgen. Die Stiftung würdigt diese Arbeit – mit Herz und Kompetenz – durch sinnvolle, mit den Pflegekräften und ihren Verantwortlichen abgestimmte Maßnahmen.
Die Ziele der Stiftung sind:

  • Pflegekräften Bestätigung für ihre wichtige und verantwortungsvolle Tätigkeit „von außen“ geben. Dies kann u. a. durch zusätzliche, den Teamgeist fördernde Ereignisse oder durch attraktivere Gestaltung der Pausen bzw. Erholungsprozesse erreicht werden.
  • Maßnahmen ergreifen und langfristig unterstützen, damit mehr junge Menschen und Berufswechsler den Beruf der Pflegefachkraft als krisensichere, wertvolle, attraktive berufliche Alternative wahrnehmen.
  • Mithelfen, damit das Image dieses wichtigen Berufsbildes in den Medien die Aufwertung erfährt, die wegen der breiten fachlichen Qualifikation der Pflegekräfte, deren hervorragenden Aufstiegschancen und der sozialpolitischen Wichtigkeit auch angebracht ist.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.pflegedank-stiftung.de

47. Caritas-Benefizball am 01. Februar 2020 im Oberaurachzentrum in Trossenfurt

Längst ist er Tradition, um Gutes zu tun: der Caritas-Benefizball. Am Samstag, 01. Februar, findet der 47. Wohltätigkeitsball des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. wieder in den Räumlichkeiten des Oberaurachzentrums Trossenfurt statt. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Eintrittskarten können unter Tel. 09521 691-0 oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt oder auch im Caritashaus, Obere Vorstadt 19, in Haßfurt abgeholt werden. Eine Karte kostet 22 Euro, Schüler/Studenten und HaßbergCard-Inhaber zahlen mit 11 Euro wieder nur die Hälfte.
Die bekannte Showband Firebirds, wird mit einem vielseitigen Programm für Begeisterung sorgen. Deren Repertoire reicht von Pop-Klassikern, aktuellen Hits aus den Charts, Oldies, deutschen Schlagern bis hin zu Standardtänzen und lateinamerikanischen Rhythmen. Das erfolgreiche Sextett ist bekannt durch Auftritte bei namhaften Events wie Wiener Opernball, SemperOpernball, Bundespresseball oder Deutscher Sportpresseball. Auch für Nichttänzer wird viel geboten: Die traditionelle Polonaise, eine außergewöhnliche Lichtershow von Klaus Mayr, „kaa“ aus Bischberg, und die stimmungsvolle Atmosphäre bei gepflegtem Ambiente werden für bleibende Erinnerungen bei den Besuchern des beliebten Gesellschaftsereignisses sorgen.
Bei der Benefizverlosung warten auch wieder attraktive Preise auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie z.B. Reisen, Gutscheine oder Eintrittskarten für verschiedene attraktive Ereignisse.
Bei so viel Spaß kommt bei einem Benefizball natürlich auch der gute Zweck nicht zu kurz, denn mit dem Besuch des Caritasballs engagiert man sich gleichzeitig für Mitmenschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Der Erlös fließt komplett in die Caritas-Beratungsdienste, die Menschen im gesamten Landkreis kostenlos bei sozialen Notlagen unterstützen, beraten und begleiten. Unter diesem Aspekt stellen Karten für den Caritas-Benefizball auch eine sinnvolle Geschenkidee für Weihnachten dar.
Im Internet finden sich Informationen über die Arbeit der Caritas unter www.caritas-hassberge.de 

Sehen, Hören, Riechen, Fühlen, Schmecken.

Mit diesem buchstäblich "sinnvollen" Warenkorb beehrte Frau Hermine Wüchner mit ihrem Team der "Waffelbäckerei" bereits zum zweiten Mal die Hausgemeinschaft St. Anna in Hofheim. Dazu wurden am Flohmarkt anlässlich der " Hofinger Kerwa" wieder die allseits bekannten Waffeln gebacken und der Erlös kam der Einrichtung in Hofheim zugute. Die Zusammenstellung des Geschenkkorbs erfolgte unter dem Motto: "Leben und Erleben mit allen Sinnen" und beinhaltet neben Büchern, Spielen und Aromaölen auch Bohnensäckchen. Diese werden für Übungen zur Steigerung der Koordinationsfähigkeit und Geschicklichkeit genutzt. Die Mitarbeiter freuen sich über die neuen Materialien, die sie sehr gerne in das tägliche Miteinander einbringen werden. So können noch mehr Anreize in der sozialen Betreuung geschaffen werden.

Aufgrund einer Umstellung der Telekom ist am morgigen Mittwoch, 30.10.2019, unsere Geschäftsstelle am Nachmittag vereinzelt telefonisch nicht erreichbar.

Wir bitten um Verständnis.

Vielen Dank!

Seit dem 04.10.1999, demnach seit 20 Jahren, gibt es das Sozialpsychiatrische Tageszentrum der Caritas in der Innenstadt von Haßfurt.

Für viele psychisch kranke Menschen ist die Einrichtung ein wichtiger Halt, viele sind überzeugt, ohne das Team vom Tageszentrum nicht so selbstbestimmt leben zu können, wie sie es aktuell tun. Im Vorfeld des 20-jährigen Jubiläums am 10. Oktober, trafen sich einige Klientinnen des Tageszentrums mit dieser Redaktion zum (anonymisierten) Gespräch. Der Jubiläums-Artikel erscheint zum „Tag des psychisch kranken Menschen“, der von der WHO zum 10. Oktober ausgerufen wurde.

Das Tageszentrum ist im Amtsdeutsch eine „pflegesatzfinanzierte, tagesstrukturierende Einrichtung“, die vom Bezirk Unterfranken finanziert und vom Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V. betrieben wird.
Für die Klientinnen und Klienten aber ist es der Dreh- und Angelpunkt ihres Tagesablaufs. Drei der Besucher sind schon seit der Eröffnung 1999 in der Einrichtung. Diplom-Sozialpädagogin (FH) Birgit Hofmann-Betz in der Leitung und der Ergotherapeut Gerhard Kaim arbeiten ebenfalls seit 20 Jahren dort. Beide Mitarbeiter kümmern sich im Tageszentrum um Klientinnen und Klienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern wie Schizophrenie, Depression, bipolaren Störungen, teilweise mit sekundärer Suchtproblematik.
Einigen Klientinnen und Klienten wird nach einem stationären psychiatrischen Klinikaufenthalt das Tageszentrum empfohlen. Es gibt aber auch andere Zugangswege, z.B. die Vermittlung von gesetzlichen Betreuern, dem Sozialpsychiatrischen Dienst oder Eigeninitiative.
In der Einrichtung findet ein ausführliches Aufnahmegespräch mit Abklärung aller Erfordernisse statt, bzw. werden von der Einrichtungsleitung die Aufnahmeanträge an den Kostenträger gestellt.

Im Wochenprogramm lernen die Klientinnen und Klienten ihre von der Krankheit versandeten Fähigkeiten und Fertigkeiten wieder zu aktivieren, sie lernen eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise, sich sicherer in ihrem sozialen Umfeld zu bewegen.
Durch unterschiedliche kognitive, emotionale und soziale Tätigkeiten erhalten die Teilnehmer wieder Zugang und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie werden aus der Isolation geholt.

Herr C. W. ist seit 2 Jahren im Tageszentrum. Er ist sehr dankbar, dass sein Aufenthalt hier bewilligt wurde. Er ist für jedes Angebot offen: „Ich bin kein Sänger, aber ich mache auch beim Singen mit, denn ich habe gelernt, das verbessert die Atmung, die Stimmung, das Immunsystem usw.“, erklärt er im Gespräch.
Herr A. J. ist einer der drei Klienten, die schon seit der Eröffnung das Tageszentrum besuchen. Ihm hilft das Tageszentrum gegen die Einsamkeit - und er lässt sich von Birgit Hofmann-Betz auch immer wieder aus seiner Komfortzone holen. Hofmann-Betz ist nämlich immer auch bemüht, ihre Klientinnen und Klienten zu einem offensiven Umgang mit ihrer Krankheit zu ermutigen und mit verschiedenen Projekten das Stigma der Psychischen Erkrankung zu überwinden.
Und so gelang es, dass mit den Klientinnen und Klienten des Tageszentrums mehrere Bilder- und Krippenausstellungen durchgeführt wurden. Ein Tanzprojekt, ein Musikprojekt und ein Theaterprojekt wurde in der Haßfurter Stadthalle aufgeführt. Auch ein mehrjähriges Schulprojekt am Haßfurter Gymnasium wurde im Rahmen der Antistigmatisierungsarbeit vom Tageszentrum initiiert.
Aktuell konnte eine Teilnehmerin eine Dotierung für ihr Gemälde vom Erthal-Sozialwerk in Würzburg in Empfang nehmen, worüber sich die gesamte Einrichtung sehr freut.
Frau R. T. war erstmals 1997 den Anforderungen ihres Arbeitsplatzes nicht mehr gewachsen, es wurde eine Depression diagnostiziert. Seitdem habe sich sowohl in der Behandlung als auch im gesellschaftlichen Umgang mit Depression viel verändert, erzählt sie. Die Frühverrentung traf sie hart. Im Tageszentrum fühlt sie sich aufgehoben. Das ganzheitliche Konzept spricht sie an.

Das Tageszentrum beschäftigt mit Frau Silvia Hoppert als weitere Mitarbeiterin auch eine Hauswirtschafterin, die die Klientinnen und Klienten im lebenspraktischen Bereich umfangreich anleitet im Bereich Küche und Hauswirtschaft. Damit soll zur Verselbständigung und Unabhängigkeit beigetragen werden.

Herr V. B., ebenfalls ein langjähriger Klient, ist überzeugt: „Ohne Tageszentrum ginge es mir gesundheitlich sehr viel schlechter“. Nicht nur, weil zum Programm der Einrichtung auch die achtwöchige Facharztvisite gehört. Im Wissen, dass das Gegenüber weiß, wie es einem geht, fällt auch das Gespräch leichter.“

„Viele psychisch Kranke stehen gar nicht mehr aus dem Bett auf, verpassen Arzt-Termine, vernachlässigen ihre Körperhygiene und generell sich selbst“, erklärt Birgit Hofmann-Betz. Das Tageszentrum helfe ihnen zu einem gewissen Maß an Normalität. Das Tageszentrum wolle die Lebensqualität erhöhen, Stabilität erzeugen. Das bestätigt auch Herr N. H.: „Ich ziehe mich gern am Nachmittag zurück, aber die vier Stunden im Tageszentrum sind wichtig für mich. Ich bin sicher, ohne das Tageszentrum hätte ich schon einige Klinikaufenthalte mehr hinter mir“. Und Frau R. T. genießt das Miteinander, denn „durch die Krankheit ist man selbst sein größter Feind. Hier treffe man Menschen, die wissen wie es einem geht. Hier wird der Gesamtzustand mit den Mitarbeitern kommuniziert. Hier kann man durch umfangreiche psychoedukative Themen wie: Ängste überwinden, Stressreduktion, Achtsamkeit, richtiger Umgang mit Medikation usw., viele wichtige Dinge lernen. Dinge, die zu einem gehaltvolleren Leben beitragen und die die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.“

Im Laufe der 20 Jahre konnte Birgit Hofmann-Betz vier Klienten als weiteren Entwicklungsschritt in das Rehabilitations- und Arbeitswerk nach Schweinfurt vermitteln, drei Personen in Zuverdienstprojekte.

„Kann man Cannabis essen“? „Was genau sind Legal Highs“? Und was heißt bei Jugendlichen eigentlich „Teile schmeißen“? Das sind nur einige der vielen Fragen rund um die Themen Jugend & Sucht & Drogen, denen bei einem Informationsabend für Eltern nachgegangen wird. Dieser wird von der neuen Jugendsuchtberatung des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. angeboten.
Der Informationsabend findet am 26. November von 18:30 - 20:00 Uhr in der Promenade 37, Haßfurt, in den Räumlichkeiten der Suchtberatung statt. Der Abend wird einen allgemeinen Überblick über den Themenblock Jugend & Sucht & Drogen geben. Außerdem werden Angebote der neuen Jugendsuchtberatungsstelle und Beratungsmöglichkeiten für Eltern vorgestellt. Eine herzliche Einladung geht an alle interessierten und betroffenen Eltern. Um eine Voranmeldung wird gebeten:
telefonisch unter 09521 926-563 (Mo. - Do. 08 - 17 Uhr, Fr. 08 - 14 Uhr erreichbar) oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Lebensende und das Sterben machen uns als Mitmenschen oft hilflos, wir möchten am liebsten mit diesem Thema nicht konfrontiert werden. Es ist einfach schmerzlich, wenn es Angehörigen, Freunden, Nachbarn so schlecht geht, dass der Tod absehbar ist und man sich dann in dieser emotionalen Ausnahmelage damit befassen muss. Obwohl die meisten Menschen sich wünschen zuhause zu sterben, stirbt der größte Teil der Bevölkerung in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Mehr Wissen und Sicherheit im Umgang mit Sterben kann dazu beitragen, dass mehr Menschen gut begleitet und auch, wie sie und oft auch Angehörige es sich wünschen, zuhause sterben können. „Letzte Hilfe“- Kurse vermitteln leicht verständlich und umfangreich das „Kleine 1x1 der Sterbebegleitung“ für Laien- das Umsorgen von schwerkranken und sterbenden Menschen am Lebensende. An zwei aufeinander aufbauenden Abenden wird Grundwissen (Sterben als Teil des Lebens, Linderung von Beschwerden, Symptome des Sterbenden, Vorsorge, Abschied) an die Hand geben und ermutigt, sich Sterbenden zuzuwenden. Die Kurse richten sich an alle Menschen, die sich erstmalig über Themen rund um das Sterben, Tod und Palliativversorgung informieren wollen.
Vertiefende Fragen können im Anschluss besprochen oder an die entsprechenden Fachstellen weitervermittelt werden. Die Moderation dieser Kurse erfolgt von geschulten Kursleitungen der Caritas Haßberge und dem Malteser Hospizdienst Haßberge.
Nachdem die im letzten Jahr gestarteten Kurse einen sehr großen Anklang fanden, bieten Caritas und Malteser ab sofort regelmäßig weitere Kurse an. Kurse können auch von gemeinnützigen Einrichtungen angefragt werden.
Die nächsten Kurse finden statt:
• Ebern, katholisches Pfarramt, VHS Ebern, 23.10. und 30.10.2019, 19:00 - 20:30 Uhr
• Prölsdorf, Bestattungsinstitut Schunder, VHS Landkreis Haßberge, 06.11. und 13.11.2019, 18:00 - 19:30 Uhr
• Haßfurt, katholisches Pfarramt Haßfurt, 07.11. und 14.11.2019, 19:30 - 21:00 Uhr
Bitte melden Sie sich zu diesen Kursen direkt bei der VHS bzw. in den Pfarrämtern an.

Fragen bezüglich des Kurses oder auch Anfragen für neue Kurse sowie weitere Informationen gibt gerne die Diplom-Pflegewirtin (FH) Angelika Schmidt vom Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V., Obere Vorstadt 19, 97437 Haßfurt
Tel. 09521 691-0, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet www.caritas-hassberge.de 

„Es ist viel angenehmer, freundlicher und heller als vorher.“ Brigitte Göb aus Prappach kennt das Haus St. Bruno in Haßfurt noch von früher und ist jetzt vom vollendeten Umbau sehr angetan. Den Tag der offenen Tür nutzt sie, um sich umzusehen - im Wohn- und Pflegebereich des Seniorenheimes und in den Büros der kirchlichen Einrichtungen, die im Haus Sankt Bruno seit dem Umbau eine neue Bleibe gefunden haben. Besonders gefallen ihr der Freibereich im Innenhof und die Zimmer. „Und dass das Pflegeheim am Standort geblieben ist, also mitten in der Stadt, finde ich besonders schön“, sagt sie. „So bleibt eher erhalten, was man als Familie einmal war, wenn ein Angehöriger hier im Heim ist und man mit ihm auch mal in die Stadt kann“, findet sie.

Auch für Volker Ortloff aus Sailershausen ist der zentrale Standort des Hauses ein großer Pluspunkt. „Mitten in der Stadt und trotzdem ruhig gelegen - ich glaube, hier kann man sich wohlfühlen“, sagt der 47-jährige. Besonders gefallen hat ihm bei seinem Rundgang die Kapelle. „Sie ist geräumig und gleichzeitig hatte ich das Gefühl, hier herrscht ein guter Geist.“ Nicht weit von der Kapelle entfernt hat er im Bewegungsraum die Möglichkeit entdeckt, beim Fahrradfahren an einem Bewegungsgerät und einem angeschlossenen großen Bildschirm den Eindruck zu bekommen, als fahre man durch Hassfurt, Zeil oder Schweinfurt. „Die Modernität beeindruckt mich“, sagt Ortloff. Norbert Czech, ehrenamtlicher Helfer im Haus Sankt Bruno, betreut beim Tag der offenen Tür dieses Gerät und zeigt den Besuchern, wie es geht. „Manche unserer Bewohner sind total begeistert, dass sie hier quasi Fahrrad fahren können und dabei die Gegend erleben, die sie von früher kennen. Andere brauchen ein bisschen Zeit, um sich damit anzufreunden“, berichtet er. Weitere Fahrrad-Filme aus den Dörfern der Umgebung sind geplant.

„Ich kenn das Haus nicht mehr wieder“, sagt Hermine Bickel aus Rauhenebrach. Sie hat von 1983 bis 2003 als Stationsleitung im alten St. Bruno gearbeitet. „Das war damals schon schön und auf dem neuesten Stand. Das hier ist jetzt die totale Veränderung - toll“, sagt sie. Dass das Haus hell und freundlich geworden ist, hört man an diesem Tag an allen Ecken. „Das liegt auch an den vielen neuen Licht- und Blickachsen“, erklärt Architekt Alfred Wiener aus Karlstadt. „Vor dem Umbau war es am Ende der Flure dunkel. Jetzt ermöglichen neue Fenster, Terrassen und Balkone eine intuitive Orientierung für die alten Menschen. Je älter man wird, desto weniger kann man mit Beschilderungen anfangen. Aber wo die Sonne steht, das merkt man, bis man stirbt“, sagt Wiener. Für ihn sollen Seniorenheime ein Zeichen der Wertschätzung für die alten Menschen sein. Seit 40 Jahren plant er solche Gebäude.

Für Hubert Grauer sind die vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten ein Argument, sich im Alter ins Haus St. Bruno zu begeben. Als Mitarbeiter des Fachbereichs Immobilienmanagement des Diözesan-Caritasverbandes Würzburg hat er den Umbau maßgeblich mitbetreut. Besonders stolz ist er auf die sogenannten kommunikativen Mitten - Sitzgruppen mit kleinen Küchen für jede Wohngruppe. Dort können sich die alten Menschen aufhalten, miteinander spielen, essen, basteln oder reden. Doch nicht nur für die Bewohner wurden solche Möglichkeiten geschaffen. Auch für die Beschäftigten der vielfältigen kirchlichen Einrichtungen, die im Haus Sankt Bruno eine neue Bleibe gefunden haben, sind solche Begegnungsmöglichkeiten bewusst geplant und eingerichtet worden. Davon profitieren auch wieder die alten Menschen. Architekt Wiener: „Uns war es wichtig, dass sie am täglichen Leben teilhaben können. Das Haus hier mit seinen vielen unterschiedlichen Besuchern kann wie ein Marktplatz sein. Und man selbst ist mittendrin. Man sitzt und guckt und hat Anteil am Leben.“

Elfriede Klauer

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