header

Am 14.Oktober 2021 startet erneut das Gruppenangebot „Impulse für die Zeit nach Trennung oder Scheidung“. Es soll Eltern helfen, die sich in einer Trennung befinden oder diese schon hinter sich haben. Angeboten wird der Kurs von der Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen in Kooperation mit der Caritas-Beratungsstelle für Familien -Kinder, Jugendliche und Eltern.

Die 6 Abende finden immer donnerstags am 14./21.10. sowie 18./25.11. und 02.12., jeweils von 18 bis 20 Uhr, in der Fuchsgasse 7 in Haßfurt statt.

In den ersten vier Terminen (gestaltet von den beiden Diplom-Pädagoginnen Christiane Wagner-Schmid und Religionspädagogin Sylvia Amthor) sollen gemeinsam Wege gefunden werden, mit dem Abschiedsschmerz der alten Beziehung leben zu lernen und mögliche Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Die letzten beiden Abende (geleitet von Psychologin Adina Krause und Pädagogin Lisa Sünkel) sollen die neue familiäre Situation im Erleben der Kinder und die Elternkommunikation in den Mittelpunkt stellen; denn “Eltern bleiben Eltern“! Neben begleitenden Gesprächen und unterstützenden Impulsen helfen verschiedene Wahrnehmungsübungen zur Stabilisation, Entspannung und Entdeckung eigener Stärken.

Weitere Information:
Beratungsstelle für Ehe-, Familien- u. Lebensfragen
Haus Sankt Bruno, Promenade 37, 97437 Haßfurt
Tel. 09521/64600; E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

oder:

Caritas-Beratungsstelle für Familien -Kinder, Jugendliche und Eltern-
Obere Vorstadt 19, 97437 Haßfurt,
Tel.: 09521/691-0; E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.caritas-hassberge.de

Kurs für Eltern von Kindern im Alter von 3-11 Jahren ab 9.10 in Haßfurt, Anmeldung ab sofort möglich

Die Caritas-Beratungsstelle für Familien –Kinder, Jugendliche und Eltern– bietet ab 09.10.2020 wieder den inzwischen bewährten Elternkurs „Kess-erziehen“ an; diesmal im Caritas-Gebäude in der Brüder-Becker-Str. 42 in Haßfurt. Kess steht für: kooperativ, ermutigend, sozial und situationsorientiert.

Die Präsenzveranstaltung mit Schutz- und Hygienemaßnahmen findet an drei Samstagen von 10-15 Uhr statt: 9.10, 30.10 und 20.11. Der von Ute Rapsch, Lebensberaterin und zertifizierte Kess-Trainerin, geleitete Kurs wird finanziell gefördert durch den Familienbund der Katholiken der Diözese Würzburg, deshalb beträgt die Teilnahmegebühr nur 40€ für Einzelpersonen und 50€ für Paare; ein Elternhandbuch ist darin enthalten.

Die Kursinhalte richtet sich an Eltern mit Kindern von drei bis elf Jahren und bieten vielfältige und hilfreiche Impulse und Ideen. Der Elternkurs setzt an konkreten Erziehungssituationen der teilnehmenden Mütter und Väter an, beantwortet Fragen, stärkt die Erziehungskompetenz von Eltern und unterstützt sie, ein für alle in der Familie gutes Klima zu schaffen. Übungen und Erfahrungsaustausch während der drei Termine ermöglichen den Eltern, ihren Erziehungsstil weiter zu entwickeln und ihre Fertigkeiten so zu vertiefen, dass sie im gegenseitigen Respekt Selbstachtung, Selbstvertrauen, partnerschaftliches und verantwortungsvolles Verhalten des Kindes unterstützen und fördern können.

Weitere Informationen sind beim Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V. erhältlich, hier werden ab sofort Anmeldungen entgegengenommen: Tel. 09521 691-0.

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. bietet ab Oktober einen Kurs zum Thema „Ressourcen stärken“ an.

Fühlen Sie sich ausgelaugt und kraftlos? Was  fördert die eigene Widerstandskraft (Resilienz) gegen Stress im Alltag? Ein Einfaches „bleib mal ruhig“ sicher nicht. Was aber hilft: Seine persönlichen Ressourcen zu kennen und zu wissen, wie man sie in stressigen Situationen gekonnt einsetzt.

Und genau hier setzt das neue Kursangebot der Caritas-Beratungsstelle an: Es geht um konkrete Situationen der Gruppenmitglieder und um das Erfassen und Ausschöpfen ihrer individuellen Kraftquellen. Jeder hat hier ein Repertoire an Ressourcen, die einem mehr oder weniger bewusst sind. Wie man diese Ressourcen erkennen, verstärken und bewusst nutzen kann, wird während des Kurses in 10 Terminen erarbeitet. „Der persönliche Austausch innerhalb der Gruppe ist ein wichtiger Bestandteil des Kurses. Durch praktisches Üben vertiefen und festigen wir Gelerntes und Sie erweitern Ihr Repertoire an Methoden, die Sie im Alltag anwenden können“, erklärt Psychologin Sonngard Krause vom Sozialpsychiatrischen Dienst der Caritas. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Fernanda Hübner veranstaltet sie den neuen, kostenfreien Kurs, der ab 5.10.2021 im Haus Sankt Bruno in Haßfurt stattfindet.

Interessenten werden gebeten, sich telefonisch bis zum 01.10.21 anzumelden: Tel. 09521 926-550 (Montag – Freitag von 08.00 – 12.30 Uhr)

Name/Bezeichnung  
Flyer_Ressourcen_2021.pdf
1.57 MB

Am 18. November 2021 findet von 9:00-17:00 Uhr in der Stadthalle Haßfurt der 1. Fachtag „JUGEND SUCHT HILFE“ des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. statt.

Rund um die Themen „Wie tickt die Jugend?“,  „Gefährdungspotentiale erkennen“ oder „Jugendsuchtberatungen: Hilfsangebote in Bayern“ gibt es zahlreiche Impulse und Workshops für die Arbeit mit Jugendlichen.

 

Geplante Workshops:

  • Elterntraining – Hilfe mein Kind pubertiert - Dorothea Walter, Sozialarbeiterin (M.A.), Jugendsuchtberatung, Caritasverband Haßberge,
  • FreD- Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten - Alexandra Göbel, Dipl. Sozialpädagogin (FH) Gesundheitsamt Schweinfurt,Gesundheitsförderung & Suchtprävention, FreD-Koordinationsstelle, Flashback-Koordinationsstelle
  • Digitale Medien(räume) und ihre Rolle in der Entwicklung von Kindern und Jugendliche - Christian Brauner, Dipl. Sozialpädagoge (FH),  Beratungsstelle für Familien - Kinder, Jugendliche und Eltern, Caritasverband Haßberge
  • Skoll – Selbstkontrolltraining - Andreas Waldenmeier, Dipl. Sozialpädagoge (FH), Bereichsleiter Ambulante Sozialpsychiatrie mit Suchtberatung , Caritasverband Haßberge
  • HALT – Hart am Limit trinken - Helmut Backhaus, Dipl. Sozialpädagoge (FH), Fachkraft für Sucht-prävention, Stadtjugendamt Schweinfurt
  • Mediale Methoden/Prävention - Theresa Fleischmann, Kommunale Jugendpflegerin, Präventionsstelle Landratsamt Haßberge
  • Vorgehensweise bei Jugendlichen mit  Suchterkrankung aus Sicht der Erziehungshilfe - Heike Kunzelmann, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Thorsten Ulrich, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), Allgemeiner Sozialer Dienst, Landratsamt Haßberge

 

Veranstaltungsinformationen im Überblick:

 Fachtag „JUGEND SUCHT HILFE“am 18. November 2021, 9:00 - 17:00 Uhr
Tagungsort: Stadthalle Haßfurt (Hauptstraße 3, 97437 Haßfurt)
Teilnahmegebühr: 35 €, inkl. Verpflegung und Tagungsmappe
Kontakt bei Fragen und für die Anmeldung: Dorothea Walter, Sozialarbeiterin (M.A.)
Jugendsuchtberatung, FreD-Koordinationsstelle, Tel.: 09521 926-550, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Für die Anmeldung benötigen wir folgende Informationen:

  • Name und Adresse
  • Institution
  • E-Mail-Adresse und Telefonnummer
  • Auswahl zwei Workshopthemen

Wer im Straßenverkehr unter Einfluss von Alkohol, Drogen oder anderen Betäubungsmitteln auffällt, läuft Gefahr, seine Fahrerlaubnis zu „verlieren“. Das heißt, die Führerscheinstelle prüft als zuständige Behörde den Sachverhalt und entscheidet, ob die Fahrerlaubnis entzogen werden muss. Zur Neuerteilung ist in der Regel eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) erforderlich. Für all die Fragen „rund um den Führerschein“ sowie eine umfassende Vorbereitung auf die MPU ist eine kompetente und seriöse Beratung sehr hilfreich.

Deshalb bietet die Psychosoziale Beratungsstelle - Suchtberatung des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. wieder einen MPU-Vorbereitungskurs an, der von erfahrenen und qualifizierten Mitarbeitern der Suchtberatung durchgeführt wird.

Der Kurs beginnt am 30.09.2021, beinhaltet 9 Module und findet wöchentlich im Haus Sankt Bruno, Promenade 37 in Haßfurt, immer donnerstags von 17.00 – 19.00 Uhr statt.

Eine Anmeldung sowie ein persönliches Gespräch im Vorfeld nach Terminvereinbarung sind erforderlich. Der Kurs ist kostenpflichtig, die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.

Interessenten werden gebeten, sich telefonisch oder per Email anzumelden:
Tel. 09521 926-550 (Montag – Freitag von 08.00 – 12.30 Uhr)
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Überwältigende Hilfsbereitschaft von Spenderinnen und Spendern – Schneller und ortsnaher Einsatz der Gelder - Viele Angebote von Bargeldauszahlungen bis hin zu Beratungsangeboten möglich

FREIBURG, 19. JULI 2021.Dank der großen Solidarität und Hilfsbereitschaft ihrer Spenderinnen und Spender wird Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, 1,5 Millionen Euro Soforthilfe für die Betroffenen der Flutkatastrophe bereitstellen. Das Geld wird gemäß dem dringendsten Bedarf über die Caritas vor Ort verteilt werden. Das können sowohl Soforthilfen in Form von Bargeldauszahlungen sein als auch psychologische Beratungsangebote oder Hilfe bei Unterstützungsanträgen. Über die Verwendung wird vor Ort entschieden. Caritas-Präsident Peter Neher: „Wir sind überwältigt davon, wie groß bundesweit die Hilfsbereitschaft der Menschen ist. Das macht allen, die wir daran mitarbeiten, das Leid zu lindern, große Hoffnung. Das Geld wird jetzt schnell ortsnah zu den Betroffenen kommen. Dort wo es am dringendsten gebraucht wird. Bei aller Not und allem Leid ist diese Solidarität für die betroffenen Menschen überwältigend. Das reicht von vielen wichtigen Einzelspenden bis hin zu Sammelaktionen des ZDF, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und Aufrufen von Michael Patrick Kelly und dem SC Freiburg.“

In den Gemeinden und Regionen mit Caritasverbänden werden derzeit Fluthilfekoordinatoren benannt, die für die weitere Abwicklung der Hilfe Ansprechpartner für die Menschen vor Ort sind. Um die Hilfe möglichst effektiv und effizient umzusetzen wird auch auf die Erfahrung aus den in Ostdeutschland und Bayern in den Jahren 2002 und 2013 an Elbe und Donau betroffenen Gebieten zurückgegriffen. So hat es bereits ganz konkret Hilfsangebote aus Sachsen und Sachsen-Anhalt für die betroffenen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gegeben. Unter anderem wurden Trocknungsgeräte bereitgestellt, die dort 2002 und 2013 zum Einsatz gekommen waren. Dieser Erfahrungsaustausch soll in den kommenden Wochen und Monaten über die Fluthilfekoordinatoren der Caritas weiter intensiviert werden.

Aus den bereitgestellten Soforthilfen können unter anderem Evakuierungen, Unterbringung und Versorgung von Flutbetroffenen, aber auch einmalige pauschale Geldzuwendungen in geringer Höhe unmittelbar ausgezahlt werden. Auch der Kauf oder die leihweise Bereitstellung von Trocknern, Pumpen, Hochdruckreinigern und anderen technischen Hilfen zur Beseitigung von Flutschäden an Gebäuden und Einrichtungen, auch Stromkostenzuschüsse, Reinigungs- und Desinfektionsmittel sowie der Verleih von Werkzeugen ist möglich.

Caritas international ruft zu Spenden auf:

Stichwort „Fluthilfe Deutschland CY00897

Caritas international, Freiburg
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL

oder online unter:
http://www.caritas-international.de/spenden

Im Juli fand ein Konzert im Hofheimer Altenservicezentrum St. Martin statt. Sibylle Mantau und Gitti Rüsing begeisterten die Bewohner mit ihrem „Wunschkonzert“, einem bunten Liederstrauß aus Oldies, Schlagern, Rock- und Popmusik. Ermöglicht wurde der Auftritt der beiden Sängerinnen durch den Rotary Club Obermain. Da neben den Künstlern auch Senior*innen besonders hart von den Corona-Beschränkungen betroffen waren, treten die Künster*innen des Fränkischen Thatersommers in einer Konzertreihe quer durch Seniorenwohnheime der Region auf.

Zu Liedern wie „Schuld war nur der Bossa Nova.“ und „Que Sera, Sera“ wurde in St. Martin geschunkelt, gesungen und getanzt. Die Stimmung war ausgelassen und die Bewohner*innen genossen den Nachmittag in vollen Zügen. Da machte es auch nichts, dass das Wetter nicht mitspielte und die für draußen geplante Veranstaltung kurzerhand ins Foyer verlegt werden musste.

Adina Krause ist die neue Leiterin der Caritas-Beratungsstelle für Familien – Kinder, Jugendliche und Eltern.

Es ist eine turbulente Zeit, in der sich Adina Krause in ihr neues Aufgabengebiet bei der Caritas-Beratungsstelle für Familien einarbeitet. Das Tagesgeschäft in einer Erziehungsberatungsstelle kennt die Psychologin gut. Denn vor der Elternzeit war sie in einer solchen bei der Caritas in Neumarkt tätig. An der Universität Bamberg studierte die 32-jährige gebürtige Hamburgerin Grundschullehramt und Psychologie und arbeitete dort, sowie an der Universität Erlangen auch, als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Lehre und in Forschungsprojekten. Den ursprünglichen Berufswunsch, als Schulpsychologin zu arbeiten, verwarf sie während eines Praktikums in einer Erziehungsberatungsstelle: „Mein Herz liegt bei der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, bei der aktiven Unterstützung von Familien. Die Schule ist da eben nur ein Teilbereich eines Gefüges, in dem Kinder und Jugendliche aufwachsen. Mir ist es wichtig, ressourcenorientierte Lösungsansätze für alle im Gesamtkontext der Lebenswelten von Kinder und Jugendlichen zu finden. Als Hilfsinstanz von außen nehmen wir als Beratungsstelle, neben der Arbeit mit den Familien, auch oftmals eine vermittelnde Rolle ein. Außerdem gefällt mir das vielfältige Arbeitsspektrum, das die Arbeit im Einzel- und Familiensetting umfasst sowie das Halten von Elternworkshops und Vernetzungsarbeit mit andere Hilfseinrichtungen.“

Die Arbeit mit den Familien hat sich mit der Corona-Pandemie verändert. Beratungsgespräche werden inzwischen – und das auch nach den Lockerungen der Kontaktbeschränkungen -  via Telefon, Video-Anruf oder als Spaziergang durchgeführt. Denn: was als coronabedingte Alternative eingeführt wurde, erfreut sich inzwischen reger Beliebtheit.

Da kann sich beispielsweise die Mutter eines Säuglings während dessen Mittagsschlaf via Video-Anruf besprechen, ohne organisatorischen Zusatzaufwand betreiben zu müssen. Oder Kinder und Jugendliche können sich leichter mitteilen und kommen regelrecht ins Plaudern, bei einem „Walk & Talk“. Beratungsarbeit im Gehen ist erwiesenermaßen effektiv. Die Bewegung regt beide Gehirnhälften und somit die Bildung neuer Gedanken an. Die Kreativität wird gefördert. Die Geschwindigkeit der Schritte steuert auch das Denken und erlaubt länger ungestört bei speziellen Themen zu verweilen. Das wissen die Beraterinnen und Berater und das spüren die Klient*innen.

Die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Klient*innen und die sehr guten Erfahrungen im Beratungsteam bestärken die neue Stellenleiterin darin, alternative Beratungsangebote dauerhaft ins Portfolio aufzunehmen. „Natürlich gibt es inzwischen auch wieder vermehrt Face-to-Face“-Termine und auch die Angebote an Gruppenveranstaltungen werden wieder zunehmen. Dennoch geht es um die Frage, wie können wir die Menschen in diesen Zeiten gut und unkompliziert unterstützen. Welche Angebote brauchen die Klient*innen? Wichtig ist, dass wir den Kontakt zu den Menschen halten, gerade in dieser kontaktarmen Zeit“, erklärt Adina Krause.

Und diese Angebote sind auch nach wie vor nötig und werden immer wichtiger. Denn die gesellschaftlichen Auswirkungen und Langzeitfolgen der Corona-Pandemie mit seinen teils monatelangen Lock-Down-Phasen kommen nach Einschätzung der Expertin erst noch. „Es kommt viel Arbeit auf uns zu. Dort, wo es beispielsweise im Paarbereich schon gekriselt hat, hat Corona auf die Probleme wie ein Brennglas gewirkt. Aber auch Anmeldungen aufgrund von Trennungsängsten und -sorgen nehmen bereits zu. Ängstliche Kinder und unsichere Eltern erleben wir zudem auch vermehrt, was schulische Themen angeht. Allen voran die Sorge darum, den Anschluss in der Schule verpasst zu haben“, berichtet Krause und betont dabei: „Aber bei allen Sorgen, Nöten und Problemen, die die Coronazeit mit sich brachte und noch bringen wird, ist es auch wichtig zu sehen, was wir alles geleistet haben. Als Gesellschaft. Und jeder Einzelne von uns. Wie anpassungsfähig wir alle waren. Darauf sollten wir stolz sein.“

Die Arbeit der ohnehin gut frequentierten Beratungsstelle wird also auch in Zukunft nicht weniger werden. Auch deshalb freut sich Adina Krause über die Rückkehr von Lisa Sünkel als Beraterin, die schon während der Praktikumsphasen ihres Studiums in der Erziehungsberatung im Echterhaus tätig war: „Ich lege großen Wert auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit meinem Team und allen Kooperationspartnern, denn nur so ist es möglich Eltern, Kinder und Jugendliche bestmöglich zu unterstützen und zu fördern.“

Weitere Informationen zur Beratungsstelle für Familien – Kinder, Jugendliche und Eltern:

Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V.
Obere Vorstadt 19, 97437 Haßfurt
Tel. 09521 691-0

Was aus politischer Sicht als Meilenstein für mehr Spielerschutz beschrieben wird, ordnet Andreas Waldenmeier, Bereichsleiter der Caritas-Beratungsstellen Sozialpsychiatrischer Dienst und Suchtberatung als erhöhtes Risiko für Spielsüchtige bzw. Spielsuchtgefährdete ein.

Das Online-Glücksspiel war bislang eine juristische Grauzone. Mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag sollen Spieler nun besser geschützt werden. Am 1. Juli 2021 trat dieser nun in Kraft. Insbesondere bislang verbotene, aber zum Teil geduldete Online-Glücksspiele sind nun legal. Der neu geschaffene Rechtsrahmen soll verlässlich sein und eine sichere Alternative zu den unzähligen Schwarzmarkt-Angeboten bieten. Und der Staat erhält so auch mehr Steuereinnahmen, die ihm bei den illegalen Glücksspielangeboten aus dem Ausland bislang verloren gingen.

Suchtberater Andreas Waldenmeier befürchtet aber vor allem: „Eine insgesamt erhöhte und besonders einfache Verfügbarkeit von Onlinecasinos und anderer Angebote führt zu neuen Risiken der Suchtentwicklung, -aufrechterhaltung und Rückfallgefährdung. Die in diesem Zusammenhang vorgeschlagenen Regulierungen des Spielerschutzes greifen nicht oder zu kurz.“

Mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag werden in ganz Deutschland Online-Casinos legal, verbunden mit einer zentralen Sperrdatei für abhängige Zocker, einem monatlichen Einzahlungslimit sowie einer zentralen Aufsichtsbehörde. Die Landesstelle Glückspielsucht in Bayern kritisiert das Gesetz in ihrer Pressemitteilung vor allem für die festgelegte Summe von 1000€ für: Zum einen handelt es sich nicht um die Grenze des eingesetzten Geldes, sondern um den monatlichen Gesamtverlust. Ein Verlustlimit von 1.000 € ermöglicht ein exzessives Spielverhalten, das mit einer massiven Suchtgefährdung einhergeht. Mit diesem Limit werden somit hochgefährliche Spielmuster erlaubt bzw. legitimiert. Zum anderen handelt es sich um eine beträchtliche Summe Geldes, die einen erheblichen Anteil des zur Verfügung stehenden Lebensunterhalts umfassen und bei entsprechend geringem Einkommen eine Person oder eine Familie massiv finanziell gefährden kann. Hierbei muss außerdem bedacht werden, dass Glücksspielende häufig sowohl online als auch terrestrisch spielen, also zu den 1.000 € oftmals weitere Verluste hinzukommen.

Jugendsuchtberaterin Dorothee Walter sieht zudem noch eine weitere Gefahr, insbesondere bei jüngerem Klientel: „Werbung für Glücksspielangebote spricht häufig besonders Jugendliche und junge Erwachsene - eine besonders gefährdete Gruppe - an, verstärkt die Illusion von schnellen Gewinnen und blendet Suchtgefahren aus. Das Verhalten erscheint risikolos, sozial akzeptiert und der Norm entsprechend zu sein.“

Bisher mussten sich exzessive Spieler, die den Absprung schaffen wollten, bei jedem einzelnen Anbieter sperren lassen. Das wird sich nun ändern. Das Prinzip der zentralen Sperrdatei ist ein wichtiges Instrument zur Prävention. Doch die Dauer der Sperre von einem Jahr greift für Andreas Waldenmeier zu kurz: „Bei den selbst- und fremdgesperrten Personen handelt es sich in der Regel um hochgefährdete oder bereits abhängig Glücksspielende. Ein Jahr Sperre greift insbesondere bei bereits manifest Süchtigen zu kurz“.

Online kann man schnell tausende von Euro verzocken, dabei fängt es häufig harmlos an. Hier mal 20 Euro einsetzen, dort mal eine Willkommens-Gutschein über 50€ einlösen. Wann schlägt gelegentliches Glücksspiel in gefährdetes Verhalten um? Woran erkenne ich riskantes Verhalten oder gar eine Spielsucht?

Betroffene vernachlässigen ohne ersichtlichen Grund ihr Umfeld und haben sehr oft keine Zeit. Sie leihen sich häufig Geld innerhalb der Familie oder dem Freundeskreis.Viele leiden unter Stimmungsschwankungen und werden unzuverlässig, belügen ihr Umfeld, um so das Spielverhalten geheim halten zu können.

Kriterien einer pathologischen Spielsucht sind:

  • Das unwiderstehliche Verlangen immer wieder spielen zu müssen
  • Verlust der Kontrolle, der Süchtige kann nicht mehr aufhören zu spielen
  • Die gewünschte Erregung kann nur durch immer höher Einsätze erreicht werden
  • Wird das Spielen eingeschränkt, treten Gereiztheit und Unruhe auf
  • Der Missbrauch wird fortgesetzt, obwohl die Folgeprobleme bekannt sind
  • Hoher Zeitaufwand für die Beschaffung von Geld und die Planung von Spielunternehmungen
  • Die Betroffenen versuchen, auch auf illegalem Weg, an Geld zu kommen

Hilfe und Unterstützung vor Ort: Caritas-Suchtberatung, Promenade 37 in Haßfurt; Tel.: 09521/926-550
Online-Beratung gibt es unter www.caritas.de/onlineberatung und unter www. playchange.de (Landesstelle Glückspielsucht Bayern)

 

Die Caritas-Beratungsstelle für Familien –Kinder, Jugendliche und Eltern– bietet in Kooperation mit dem Familienbund der Katholiken/Diözese Würzburg einen Elternkurs mit dem Thema „Abenteuer Pubertät“ an. Dieser „Kess-Kurs“ richtet sich an Väter und Mütter mit Jugendlichen im Alter von 11 bis 16 Jahren und stellt die Lebensphase der Pubertät in den Mittelpunkt. Er findet unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Hygienevorgaben an drei Dienstagstermine im Juli: 06., 13., und 20. Juli, jeweils von 19:30 bis 22 Uhr statt. Im Herbst folgen zwei weitere Termine, nach Rücksprache mit den Kursteilnehmern. Veranstaltungsort ist das Haus Sankt Bruno, Promenade 37 in Haßfurt. 

Der von der Diplom-Religionspädagogin (FH) und Kess-Trainerin Angelika Reinhart geleitete Kurs wurde durch den Familienbund der Katholiken der Diözese Würzburg entwickelt und wird auch von dort finanziell gefördert, deshalb beträgt die Teilnahmegebühr nur 40€ für Einzelpersonen und 50€ für Paare; ein Elternhandbuch ist darin enthalten.

Anmeldung bis 2. Juli 2021 und weitere Informationen gibt es beim Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V.:  Tel. 09521 691-0.

Pubertät – das ist für Eltern wie für Jugendliche eine Phase des Aufbruchs, risikoreich und anstrengend, aber zugleich gibt es viel Schönes neu zu entdecken. Der Kurs „Abenteuer Pubertät" vermittelt Müttern und Vätern Wege, Konflikte mit dem Jugendlichen gemeinsam anzugehen und zu lösen. Mit Hilfe von Impulsen, Übungen und im Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern können Fähigkeiten und Kompetenzen in der Erziehung vertieft und erweitert werden. Die vorgesehenen Themen sind: „Das positive Selbstwert- und Lebensgefühl des heranwachsenden Jugendlichen fördern“ – „(Störende) Verhaltensweisen von Jugendlichen ‚anders‘ verstehen und angemessen darauf reagieren“ – „Die Spannung zwischen Abgrenzung und gewünschter Gemeinschaft als Familie aushalten und kooperativ gestalten“ – „Grenzen respektvoll setzen“ und „Die Entwicklung des Sohnes/der Tochter zu einem eigenständigen, verantwortungsvollen und lebensfrohen Menschen fördern“.

Der Nachholtermin der ordentlichen Vertreterversammlung 2020 des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. findet am Montag, 28.06.2021 um 19.30 Uhr im Rudolf Winkler Haus in Zeil mit entsprechendem Schutz- und Hygienekonzept statt. Die ursprünglich für November 2020 geplante Versammlung musste aufgrund der Zuspitzung der Corona-Fallzahlen abgesagt werden. Die stimmberechtigten Vertreter der Kirchenstiftungen, der Pfarrgemeinderäte, der Caritasbeauftragten und der Caritasvereine sowie die Caritasräte wurden termingerecht schriftlich eingeladen. Die Fördermitglieder sind selbstverständlich ebenfalls eingeladen, um sich zu informieren und ihre Solidarität und Unterstützung zu bekunden; sie sind jedoch nicht einzeln stimmberechtigt, sondern ebenfalls durch Vertreter.

Die Tagesordnung sieht vor:

TOP 1                    Eröffnungsregularien - Herr Johannes Simon, 1. Vorsitzender
TOP 2                    Diskussion des Tätigkeitsberichts 2019 - Herr Johannes Simon - Beschluss
                                Es wird gebeten, den im Juli 2020 versandten Tätigkeitsbericht 2019 mitzubringen
TOP 3                    Vorstellung Gewinn- und Verlustrechnung 2019 - Frau Anke Schäflein, Herr Georg Wagner
                                - Beschluss
TOP 4                    Vorlage des Prüfungsberichts der Verbandsrevisoren - Verbandsprüfer
TOP 5                    Entlastung des Vorstands - Beschluss
TOP 6                    Haushalts- und Stellenplan für das Jahr 2021 – Beschluss
                                Information zur Kirchensteuerzuweisung 2021
TOP 7                    Caritas-Sozialstation St. Hedwig, Eltmann - Information
TOP 8                    Projekt Brüder-Becker-Straße, Haßfurt
                                St. Katharina (Arbeitstitel) - Information
TOP 9                    Beratungsstelle für Familien - Kinder, Jugendliche und Eltern:
                                Finanzielle Förderung - Information
TOP 10                  Flüchtlings- und Integrationsberatung/Integrationslotse:
                                Personalausstattung, finanzielle Förderung - Information
TOP 11                  Verschiedenes - Wünsche und Anträge             

Vom 7. - 11. Juni  fand die Aktionswoche der Schuldnerberatung in ganz Deutschland statt. "Der Mensch hinter den Schulden" war das diesjährige Motto. Aktionen vor Ort – zum Beispiel Diskussion-  oder Informationsveranstaltungen, Foto- und Plakataktionen – sollten für das Thema sensibilisieren.

Im Landkreis Haßberge wurden im Rahmen der Aktionswoche Befragungen der Klient*innen durchgeführt, um einen Eindruck zu vermitteln, welche Schicksale und Lebenswege sich hinter der Überschuldungssituation befinden. Aus den geführten Interviews werden im Folgenden anonymisierte Äußerungen zitiert. Verschuldete Menschen werden seit vielen Jahren von der Caritas beraten. Hier kümmern sich Karin Rosin und Heike Först um die Menschen, die hinter den Schulden stehen.

Absolute Diskretion ist die grundlegende Faustregel der beiden Caritas-Schuldnerberaterinnen. Die Hilfesuchenden müssen darauf vertrauen können, dass ihr Schicksal hier in den vier Wänden der Beratungsstelle verbleibt. Schwer genug ist es für sie, überhaupt den Weg in die Schuldnerberatung zu finden. Denn wer gibt schon gerne zu, dass er einen Schuldenberg hat, den man nicht mehr alleine bewältigen kann.

Die Augen zuzumachen, die Situation zu verdrängen – das macht das Ganze oftmals viel schlimmer. Das erlebte auch ein Ehepaar aus dem Landkreis Haßberge und appelliert deshalb: „Man muss sich früh genug eingestehen, dass man alleine nicht mehr weiter kommt. Die meisten machen eben nicht vorsätzlich Schulden, sondern geraten in die Schuldenfalle, z.B. weil man die Arbeit verliert oder weniger verdient.“ Alle Klient*innen beschreiben in den Beratungsgesprächen den hohen Belastungsdruck, den sie aufgrund ihrer Überschuldungssituation haben und damit einhergehend auch zunehmend gesundheitliche Beschwerden.

„Gute Beratung ist unerlässlich, denn Verschuldung ist viel mehr als ein rein finanzielles Problem. Die Belastungen betreffen in der Regel alle Lebensbereiche der Ratsuchenden: Partnerschaft, Arbeitsplatz, Wohnsituation, soziales Umfeld und schlussendlich auch die Gesundheit“ .erklärt Karin Rosin, die seit 6 Jahren im Bereich der Schuldner- und Insolvenzberatung tätig ist. Ihre 15-jährige Vorerfahrung aus der allgemeinen Sozialberatung ist dabei äußerst hilfreich.  

„Die Scham ist eine der größten Hürden, sich überhaupt bei uns zu melden.“, ergänzt Schuldnerberaterin Heike Först, die seit rund 20 Jahren überschuldete Personen berät. Eine Klientin berichtet:“ Es hat lange gedauert und viele Tränen und Überwindung gekostet. Als wir definitiv nicht mehr konnten und gemerkt haben, wir brauchen dringend Hilfe, hat uns eine inzwischen sehr gute Freundin den Tipp mit der Beratung bei der Caritas gegeben.“

Oftmals fängt es harmlos an, wie bei diesem jungen Mann aus dem Landkreis Haßberge: „Alles ging los mit der Autofinanzierung und überzogenem Dispo. Dann kam der erste Kredit bei der Bank. Eigentlich habe ich schon seit der Ausbildung Schulden.“ Eine typische Situation, die man in der Beratungsstelle gut kennt. Doch wie geht die Schuldnerberatung dann vor? Neben der Analyse der gesamten finanziellen Situation (Überblick über die offenen Verbindlichkeiten, Überprüfung der Forderungen, Erstellen eines Haushaltsplanes) werden gemeinsam Einsparpotentiale gesucht. Geklärt werden auch die Fragen: Gibt es eine Möglichkeit, die Einnahmen zu erhöhen, sind alle Sozialleistungen ausgeschöpft, wie z.B. Wohngeld? Die Interviews zeigen auch deutlich: Der größte Wunsch der Betroffenen ist es, ihre Schulden los zu werden, um wieder ein ganz normales Leben führen zu können. Und dranbleiben lohnt sich, weiß eine weitere Klientin der Schuldnerberatung: “Natürlich haben wir immer noch Magenschmerzen beim Öffnen der Post von Inkassobüros. Aber seit dem Schritt in die Schuldnerberatung ist es nun zumindest leichter, damit umzugehen.“

Auch aktuell ist der Andrang in den Schuldnerberatungsstellen groß, lange Wartezeiten bis zum ersten Termin sind keine Seltenheit. Auch die digitale Beratung der Caritas in Deutschland ist sehr gefragt: Die Schuldnerberatung ist das Online-Beratungsfeld mit den meisten Neuregistrierungen von Ratsuchenden in den vergangenen 12 Monaten. Aktuell melden sich deutschlandweit pro Monat etwa 800 neue Ratsuchende für dieses Angebot an – zusätzlich zu den Kontakten, die in den Beratungsstellen vor Ort stattfinden. In Haßfurt versuchen Karin Rosin und Heike Först die Anfragen möglichst schnell telefonisch zu klären und zeitnah einen Beratungstermin zu vereinbaren.

 

Kontakt zur Schuldner- und Insolvenzberatung im Landkreis Haßberge:

Caritasverband f.d.Lkr. Haßberge e.V.
Obere Vorstadt 19, 97437 Haßfurt
Tel.: 09521 691-0
E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

­