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Gestern hat uns die traurige Nachricht vom Tod unseres geschätzten Pfarrer i.R., Alfred Östreicher erreicht. Wir trauern um einen engagierten, herzlichen und beliebten Menschen, der für unseren Verband so wertvoll war. Drei Jahrzehnte stand er im Dienst der Caritas, als Caritaspfarrer im Vorstand und hat in dieser Zeit viel Gutes bewirkt

Herr Östreicher war von 1988 bis 2000 Caritaspfarrer des Dekanats Ebern und gleichzeitig Vorstandsmitglied des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreiscaritasverbandes schätzten ihn als stets aufgeschlossenen Geistlichen, der immer ein offenes Ohr für deren persönlichen Probleme hatte. Mancher Mitarbeiter erlebte durch ihn erstmals wirkliche Seelsorge. Östreicher bemühten sich neben der Versorgung seiner großen Pfarrei Zeil auch darum, durch entsprechende Veranstaltungsangebote den Mitarbeitern des Caritasverbandes geistliche Begleitung zu geben. Damit ebnete er seinerzeit den Weg für die eigenständige hauptamtliche Besetzung einer geistlichen Begleitung für die Mitarbeiter des Kreiscaritasverbandes.

Auch für den Zeiler Caritasverein war Alfred Östreicher den Mitgliedern des Vereins, den Erzieherinnen, den Eltern und Kindern ein stets aufgeschlossener Seelsorger, der ganzheitlich mit heißem Herzen und kühlem Verstand für die Menschen da war.

Im Jahr 2005 verlieh ihm der Diözesan-Caritasverband für seine langjährigen Verdienste das Caritas-Kreuz in Gold.

„Bis in seine letzten Tage hat Alfred die Gottesdienste in unseren Häusern Sankt Bruno und Sankt Martin mit Sankt Anna unermüdlich, immer gut zuhörend, charmant und mit einem Spaß auf den Lippen gefeiert. Ein Pfarrer, der uns immer Mut machte. Im Gottesdienst und auch außerhalb“, berichtet die Geschäftsführerin des Caritasverbandes, Anke Schäflein.

Wir werden Pfarrer Alfred Östreicher vermissen und in dankbarer Erinnerung behalten

Um 2 G ging es, nicht nur bei der Anmeldung und Teilnahme der Veranstaltung, im Sinne von gemipft und genesen, sondern auch inhaltlich im Verlauf des Tages. Um G wie Genuss und dass andere Extrem, um G wie Gift. Um Jugendliche und junge Erwachsene, deren Konsumverhalten sowie spezifische Beratungs-, Betreuungs-, und Hilfsangebote.

Trotz der kurzfristigen Ankündigung, die Veranstaltung mit 2G plus und Maske durchzuführen, fanden sich 25 Fachkräfte aus Ober- und Unterfranken zum 1. Fachtag der Jugendsuchtberatung Haßberge ein. Dorothea Walter, Jugendsuchtberaterin und federführende Organisatorin der Veranstaltung erläutert, warum es wichtig war, das Ganze trotz der angespannten Corona-Lage in den Haßbergen durchzuführen: „Der Austausch war - gerade jetzt - wichtig, weil viele der Jugendlichen, vor allem während der Schulschließungen, unter der Corona-Pandemie gelitten haben und noch leiden. Da merkt man gerade jetzt den Bedarf und das mangelnden Angebot für Jugendliche in einer (seelischen) Notlage.“

Dass es  zu wenige Angebote zur Suchtberatung, speziell für Jugendliche und junge Erwachsene gibt, zeigte gleich der erste Beitrag des Tages. In ganz Bayern stehen lediglich 17 Jugendsuchtberatungsstellen zur Verfügung. In Franken gar nur drei, wobei Unterfranken hier mit zwei Stellen in Würzburg und Haßfurt noch vergleichsweise gut repräsentiert scheint, während es in Oberfranken keine und in Mittelfranken eine Jugendsuchtberatungsstelle in Nürnberg gibt.

Dass sich der Landkreis Haßberge hier hervorhebt, liegt laut Steffen Vogel, MdL und Schirmherr der Veranstaltung, auch an der Eigeninitiative des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge: „Und deshalb: vielen Dank für Eure Arbeit. Ihr sagt: wir ziehen das Ding „Jugendsuchtberatung“ durch, weil es wichtig und notwendig ist. Ich gehe davon aus, dass man aus dieser Projektphase und Projektfinanzierung vieles lernen kann und Rückschlüsse ziehen kann. Ich bin gerne bereits, das Thema auch in die bayerische Politik einzubringen!“ Und dass er das Thema Jugendsuchtberatung für wichtig hält, unterstreicht der Familienvater und Fachanwalt für Strafrecht in seinem Grußwort an die Anwesenden: „Denn, wenn man schon im Jugendalter auf die schiefe Bahn gerät, dann zieht sich das durchs ganze Leben. Deshalb müssen wir schauen, dass Jugendliche gar nicht in den Suchtbereich fallen, sondern dass das starke Persönlichkeiten werden, die den Versuchungen des Lebens wiederstehen können. So wie bei dem Sprichwort „Wehret den Anfängen“.

Die Jugendsuchtberatung des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. ist für die Dauer von 4 Jahren bis 2023 projektfinanziert. Eine dauerhafte Weiterführung des Projekts ist ohne Spenden nicht möglich. Mit 140 Beratungsfällen seit 2019 zeigt sich der Bedarf für den Landkreis Haßberge aber deutlich.

Das Ansinnen, mit diesem Fachtag inhaltlich zu informieren und auf den Mangel an zielgerichteten Beratungsangeboten aufmerksam zu machen, sieht Dorothea Walter als erfüllt: „Neben allgemeiner Informationen zu den Themen Jugend und Konsum gab es zahlreiche zielgerichtete Methoden für die alltägliche Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Auch die Notwendigkeit einer flächendeckenden Versorgung mit Jugendsuchtberatungsstellen konnte herausgearbeitet werden. Während und auch im Nachgang des Fachtages hat ein reger Austausch und Vernetzung der einzelnen Fachkräfte stattgefunden, wobei es sogar zu Vermittlungen von Klienten gekommen ist. Der Bedarf an adäquaten Angeboten für die Jugendlichen wurde von allen Teilnehmenden kommuniziert und eingefordert.“


Zeil. Stattfinden konnte sie leider nicht, die Vertreterversammlung des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V., weil zu wenige stimmberechtigte Mitglieder anwesend waren. Vorsitzender Johannes Simon und Geschäftsführerin Anke Schäflein nutzten jedoch die Gelegenheit um einige Mitglieder des Caritasrates offiziell zu verabschieden, die - wie alle in diesem Gremium - freiwillig tätig waren. Der Caritasrat hat 26 Mitglieder und ist ein in der Satzung des Caritasverbandes verankertes Kontrollorgan beziehungsweise Aufsichtsgremium für die Arbeit des Vorstandes. Seine Aufgaben bestehen besonders in der Beratung und in Entscheidungen über Fragen von grundsätzlicher Bedeutung für die Zukunft des Verbandes und damit der Menschen, die hier Hilfe suchen, sowie in Beschlussempfehlungen an die Vertreterversammlung.

Oskar Ebert, Ursula Benke und Hubert Frey stehen dem Caritasrat nach dieser Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. In deren Abwesenheit bedankte sich Johannes Simon für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren und ihr freiwilliges Engagement im Verband. Siegmund Kerker und Elisabeth Ambros waren am längsten dabei – und auch anwesend, so dass sie, neben Blumen und einem Geschenkkorb, persönlich mit Dankesworten bedacht wurden. „Herr Kerker, Sie waren bereits lange vor 1994 und somit noch vor unseren Aufzeichnungen im Caritasrat. Das verdient besondere Anerkennung“, hob Johannes Simon hervor. In seiner gewohnt humorvollen Art antwortete der bekannte Kreispolitiker: „Ja, das muss so um 1800 gewesen sein, als ich angefangen habe. Es hat auf jeden Fall immer viel Freude gemacht und die Zeit war auch für mich sehr lehrreich.“

Anke Schäflein bedankte sich bei Elisabeth Ambros, die seit 1994 als Verbandsrevisorin tätig war, ebenso mit einer Rose und einem Geschenkkorb: „Ein herzliches Dankeschön an Sie, liebe FraVV Abschied Ambrosu Ambros – ganz im Zeichen der Rose, wie bei unserem Caritas-Rosenball, den Sie immer besucht haben.“ 

Der Ersatztermin für die Vertreterversammlung findet am 10.Januar 2022 statt, die Einladungen gehen in Kürze an die Mitglieder heraus.

 

Die diesjährige ordentliche Vertreterversammlung des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. findet – mit besonderem Hygiene- und Schutzkonzept nach 2G-Plus-Regeln - am Montag, 22.11., um 19:30 Uhr im katholischen Pfarrsaal in Zeil, Lange Gasse 1, statt.

Das heißt: die Teilnahme ist nur für Geimpfte und Genesene möglich. Für jede*r Teilnehmer*in wird es einen Selbsttest geben, der zu Versammlungsbeginn am Platz und unter Anleitung durchgeführt wird. Zudem wird der Mund-Nasen-Schutz während der gesamten Sitzungsdauer zu tragen sein. Die stimmberechtigten Vertreter der Kirchenstiftungen, der Pfarrgemeinderäte, der Caritasbeauftragten und der Caritasvereine sowie die Caritasräte wurden termingerecht schriftlich eingeladen. Da die Neuwahl des Caritasrates ansteht, wird um zahlreiches Erscheinen gebeten.

Auch die Fördermitglieder sind selbstverständlich eingeladen, um sich zu informieren und ihre Solidarität und Unterstützung zu bekunden; sie sind jedoch nicht einzeln stimmberechtigt, sondern ebenfalls durch Vertreter. „Selbstverständlich sind wir uns der angespannten Corona-Lage, gerade hier in den Haßbergen und damit unserer Verantwortung zur Vorsicht bewusst. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, die Versammlung unter strengeren Regeln durchzuführen, als es gesetzlich aktuell vorgeschrieben ist“, erläutert Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V..

Veranstaltungsinformationen Fachtag „JUGEND SUCHT HILFE“

Landrat Wilhelm Schneider eröffnet den 1. Fachtag „JUGEND SUCHT HILFE“ des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V., der am 18. November 2021 von 9:00-17:00 Uhr in der Haßfurter Stadthalle stattfindet. Auch Steffen Vogel, Schirmherr der Veranstaltung, wird ein Grußwort an die Anwesenden richten.

Rund um die Themen „Wie tickt die Jugend?“, „Gefährdungspotentiale erkennen“ oder „Jugendsuchtberatungen: Hilfsangebote in Bayern“ gibt es zahlreiche Impulse und Workshops für die Arbeit mit Jugendlichen.

Das Programm richtet sich an alle Fachkräfte, die in ihrem beruflichen Alltag mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen und deren Angehörigen Kontakt haben. Der Fachtag bietet die Möglichkeit, sich vertieft mit den Themen „Jugend und Konsum“ auseinanderzusetzten und neue Methoden im Bereich der Jugendberatung kennenzulernen und auszuprobieren. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist noch bis zum 9. November möglich.

Die Fachtagung soll außerdem auf die Notwendigkeit und den Ausbau einer passenden Angebotsstruktur für Jugendliche und junge Erwachsene aufmerksam machen. Neben der Jugendsuchtberatung in Haßfurt gibt es in Unterfranken nur eine weitere Jugend-Drogenberatung - in Würzburg. Die Jugendsuchtberatung des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. ist für die Dauer von 4 Jahren projektfinanziert. Eine dauerhafte Weiterführung des Projekts ist ohne Spenden nicht möglich.

Schirmherr der Veranstaltung ist Steffen Vogel. Der Familienvater wirbt für die Bedeutung solcher Unterstützungsangebote, um das Entstehen einer Abhängigkeitserkrankung zu verhindern oder bei einer bereits bestehenden Erkrankung Hilfestelllungen zu geben: „Ich persönlich freue mich, dass der Caritasverband Haßberge diese sinnvolle und notwendige Beratungsstelle vor zwei Jahren in Eigeninitiative gegründet hat und setze mich dafür ein, dass diese wertvolle Hilfe auch weiterhin im Landkreis Haßberge angeboten werden kann. Denn die Unfähigkeit, den eigenen Konsum oder das eigene Spielverhalten zu kontrollieren ist eine Krankheit und braucht Angebote der Prävention, der Beratung und der Hilfe - für die Jugendlichen selbst, aber auch für Angehörige und Eltern.“

Weitere Informationen zur Jugendsuchtberatung und zum Fachtag erhalten Sie bei Dorothea Walter: 09521 926-563, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

...und die Bewohnerinnen unseres Hofheimer Altenservicezentrums St. Martin waren tatkräftigt daran beteiligt, dass die gefiederten Freunde auch in der kalten Jahreszeit hier bleiben. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) veranstaltet ein innovatives Präventionsprojekt in vollstationären Pflegeeinrichtungen für mehr Lebensqualität im Alter - und St. Martin war dabei. Ziel ist es u.a. den teilweise mobilitätseingeschränkten Bewohnerinnen, ein Stück „Naturerlebnis“ in die eigenen vier Wände bringen. Mit großer Begeisterung beteiligten sie sich an der Befüllung der neuen Futtersäulen, mit denen sie künftig Vögel beim Fressen beobachten können. Die singenden Plüschvögel, die den Gesang der Vögel imitieren, zauberten den Bewohnern*innen ein Lächeln ins Gesicht und ließ sie in Erinnerungen schwelgen.

Sorgentelefon war gestern. @wir_nehmen_dich_ernst ist der Instagram-Account für deine Sorgen, Themen & Fragen!

WAS? Bei Instagram erhalten junge Menschen und Eltern die Möglichkeit niedrigschwellig Kontakt zur Beratungsstelle für Familien – Kinder, Jugendliche und Eltern - aufzunehmen, ihre Themen, Sorgen und Fragen zu platzieren, in Austausch zu kommen und sich durch fachliche Impulse und Infos zu Themen der seelischen Gesundheit inspirieren zu lassen. Kurz: Eine Online-Version psychosozialer Unterstützung, in Form von Beratung, Austausch und fachlichen Inputs.

Wer? Das Team der Caritas-Beratungsstelle für Familien – Kinder, Jugendliche und Eltern

Für wen? Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern im Landkreis Haßberge

Wo? www.instagram.com/wir_nehmen_dich_ernst/

Zum ersten Mal wird eine Frau den katholischen Wohlfahrtsverband führen

Freiburg, 13. Oktober 2021. Eva M. Welskop-Deffaa (62) ist als neue Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes gewählt worden. Welskop-Deffaa wird als erste Frau in der 125-jährigen Geschichte der verbandlichen Caritas dieses Amt innehaben. Mitte November d.J. wird sie das Amt von Peter Neher übernehmen, der sich nach 18 Jahren als Caritas-Präsident nicht mehr zur Wahl stellte.
Nach Stationen unter anderem im Bundesfamilienministerium und im Bundesvorstand von ver.di ist Welskop-Deffaa seit dem Jahr 2017 Mitglied des Vorstands des Deutschen Caritasverbandes, zuständig für die Sozialpolitik und die Digitale Agenda des Verbandes. Die gebürtige Duisburgerin und studierte Volkswirtin wurde von den in Freiburg und virtuell versammelten über 161 Delegierten des Verbandes für ein Mandat von sechs Jahren gewählt.
„Ich danke den Delegierten für ihr Vertrauen und freue mich sehr, mit dem Verband ein nächstes Stück Innovationsgeschichte zu schreiben. Not lindern und verhindern, das ist unser Programm“, kommentiert Welskop-Deffaa ihre Wahl.

„Die Türen der Kirche von innen aufstoßen“

„Mehr als 80 Prozent der Mitarbeitenden der Caritas sind Frauen. Da passt es gut, dass nun auch der Spitze des katholischen Wohlfahrtsverbands eine Frau steht“, so die neue Präsidentin. „Mehr Frauen den Weg in kirchliche Führungspositionen zu eröffnen, ist eines der großen Themen der kirchlichen Erneuerung. Ich freue mich, wenn ich dazu beitragen kann, die Türen der Kirche von innen aufzustoßen.“
Die Themen Digitalisierung auf allen Ebenen des Verbandes, sozial gerechter Klimaschutz, Sicherung einer engmaschigen sozialen Infrastruktur und Wahrnehmung der internationalen Verantwortung des Deutschen Caritasverbandes sieht Welskop-Deffaa als Prioritäten für ihr Mandat.
„Innovationskraft, Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, die Fähigkeit, sich den Zukunftsaufgaben zu stellen – dafür steht für mich die Caritas“, so die Präsidentin. „Ich möchte, dass diese Vokabeln auch anderen einfallen, wenn sie das Flammenkreuz der Caritas sehen.“

„Weihnachten im Schuhkarton“ ist eine weltweite Geschenkaktion für Kinder in Not. Sie wird, nach Angaben der durchführenden Organisation „Samaritan’s Purse e. V. – Die Barmherzigen Samariter“ seit 1996 im deutschsprachigen Raum durchgeführt. Empfänger der Geschenke sind Kinder in Afrika, Asien, Europa, Zentral- und Südamerika. Die Aktion versteht sich nicht als Entwicklungshilfe, sondern als Geschenkkampagne, bei der auch die Weihnachtsbotschaft vermittelt werden kann.                                                                                   

Dabei werden Schuhschachteln mit Geschenkpapier verziert und mit kleinen Präsenten gefüllt. Die Träger der Kampagne empfehlen unter anderem originalverpackte und feste Hygieneartikel, Schreibmaterialien, Kuscheltiere, Süßigkeiten oder Kinderkleidung. Nicht geeignet sind Gegenstände wie Kriegsspielzeug, Arzneimittel, Scheren, elektronische Geräte oder gebrauchte Waren oder bestimmte Lebensmittel. Dann vermerken die Schenkenden noch, ob die Box für Jungen oder Mädchen gedacht und für welche Altersgruppe sie geeignet ist. Um die Kosten für Transport, Lagerung, Verwaltung, Schulung von Ehrenamtlichen im In- und Ausland, Transparenzwesen und Öffentlichkeitsarbeit zu finanzieren, wird zudem eine Geldspende in Höhe von 10 Euro erbeten.

Das Caritas-Altenservicezentrum in Hofheim beteiligt sich in diesem Jahr das erste Mal an der Aktion – und das gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen ruft die Einrichtung dazu auf, solche Geschenk-Schuhkartons direkt bei ihnen abzugeben und kümmert sich um den Weitertransport zur nächsten Sammelstelle. Zum anderen binden die Mitarbeiter*innen die Bewohner*innen von St. Martin und St. Anna aktiv in die Aktion ein, indem sie gemeinsam Schuhkartons bekleben und bestücken.

„Ich selbst mach schon seit Jahren bei der Aktion mit und freue mich, dass wir das Projekt hier in diesem Jahr gemeinsam unterstützen. Im Rahmen der gerontopsychiatrischen Betreuung ist das eine wirklich schöne Sache, weil es bei den Senior*innen zum einen Motorik und Kreativität fördert und andererseits auch das Gefühl vermittelt ‚wir können uns einbringen, wir können helfen‘. Und ganz nebenbei kommen wir dann schon im Oktober in Weihnachtsstimmung. Wie schön!“, erklärt Einrichtungsleiterin Melanie Schröder.

 

Seit über 20 Jahren und in der Corona-Krise insbesondere: Das Sozialpsychiatrisches Tageszentrum bietet Halt in der Krise, soziale Kontakte und Erfolgserlebnisse

Die bundesweite „Woche der Seelischen Gesundheit“ findet jedes Jahr rund um den internationalen Tag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober in vielen Städten und Regionen in ganz Deutschland statt. In diesem Jahr läuft sie unter dem Motto „Gemeinsam über den Berg – Seelische Gesundheit in der Familie. Eine Familie sind sie, die 19 Klientinnen und Klienten im Sozialpsychiatrischen Tageszentrum (TAZ) der Caritas, wenn auch nicht im Sinne der Genetik. Als wichtige Konstante im Leben oder gar zweite Heimat wird die Gemeinschaft dort jedoch häufig bezeichnet. Denn das TAZ bietet vieles, was ein Familienleben ausmacht: Zusammenhalt, Akzeptanz und ein geschütztes Umfeld.

Corona stellt besonders psychisch Erkrankte vor Herausforderungen. Soziale Kontakte brechen weg, psychische Störungen werden verstärkt. Halt in der Krise fanden die Klientinnen und Klienten in der Gruppe und bei den Mitarbeiter*innen. „Hier kann man sich einfach leichter öffnen. Weil die mich hier verstehen und mehr Verständnis für meine Krankheit haben, als mein Umfeld draußen. Die wissen, wovon ich rede und können nachvollziehen, was ich fühle. Ich war so froh, als es nach dem Lockdown weiterging“, berichtet ein Klient, der anonym bleiben möchte. Ab März 2020 war das TAZ mehrere Wochen geschlossen. Die Betreuung der Klientinnen und Klienten fand telefonisch und z.B. durch begleitetet Einzelspaziergänge statt. Danach folgte ein eingeschränkter Betrieb in Kleingruppen. Inzwischen wurde der Regelbetrieb, natürlich unter Einhaltung von Schutz- und Hygienemaßnahmen, wieder aufgenommen und hilft den Besuchern auch weiter durch die anhaltende Corona-Krise.

Seit über 20 Jahren gibt es das TAZ der Caritas in der Innenstadt von Haßfurt. Für viele psychisch kranke Menschen ist die Einrichtung ein wichtiger Halt. Viele sind überzeugt, ohne das Team des TAZ nicht so selbstbestimmt leben zu können, wie sie es aktuell tun. Die Klientinnen und Klienten sind aufgrund ihrer meist langjährigen und schwerwiegenden Erkrankungen aus dem Arbeitsleben ausgeschieden und waren meist sozial isoliert. Sie erhalten in der Einrichtung eine sinnvolle Tagesstrukturierung, Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung lebenspraktisches Training, aber auch vielfältige Angebote für handwerkliches Tun oder musik- und bewegungstherapeutische Angebote. Das Team besteht aus den beiden Sozialpädagoginnen, Monika Klüpfel und Annette Meunier, dem Ergotherapeuten Gerhard Kaim, sowie der Hauswirtschafterin Silvia Hoppert. Sie fördern, begleiten und betreuen Klientinnen und Klienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern wie Schizophrenie, Depression oder bipolaren Störungen.

Durch die Begleitung im TAZ sollen die Betroffenen sich (wieder) als Person erleben, die ihre Bedürfnisse einbringen und (wieder) Leistungen erbringen kann. Jeder und jede wird mit ihren vielfältigen Problemen ernst genommen und durch auftretende, teilweise massive Krisen begleitet. Dies trägt dazu bei, stationäre Klinikaufenthalte zu vermeiden und Angehörige zu entlasten.

Weitere Informationen: telefonisch unter 09521/691-0, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Angesichts der aktuellen Nachrichtenlage, dass Diskotheken seit Anfang Oktober wieder geöffnet haben und somit Tanzveranstaltungen im Rahmen der 3-G-Regel wieder erlaubt sind, mag diese Nachricht auf den ersten Blick vielleicht überraschen: Der für den 5.2.2022 geplante Caritasball im Oberaurach-Zentrum wird nicht stattfinden.

Die Entscheidung, die Traditionsveranstaltung im zweiten Jahr in Folge abzusagen, fiel bereits im August, denn dann hätten die Vorbereitung des Balls beginnen müssen, wofür Kosten entstünden. Die Deckung der Kosten durch Einnahmen ist coronabedingt mit einem großen Risiko verbunden. Keiner wagt abzuschätzen, ob und in welchem Rahmen der Ball 2022 tatsächlich durchführbar wäre – weder heute, noch zu dem Zeitpunkt als die Entscheidung im Sommer 2021 für oder gegen den Caritasball getroffen werden musste.

„Aber auch jetzt, im Herbst 2021, und trotz der gelockerten Verordnungslagen, sehen wir unsere Entscheidung zur Absage des Balls 2022 als richtig an. Dies vor allem, wegen der bedauerlicherweise immer noch niedrigen Impfquote im Landkreis Haßberge und in Bayern und dem damit einhergehenden hohen Risiko einer doch wieder deutlichen vierten Infektionswelle. Der Ball ist eine Tanzveranstaltung mit hunderten Tanzpaaren, bei der sich die Menschen nahe kommen und auch näher kommen sollen – in einem geschlossenen Raum und mit einer übermäßigen Aerosolentwicklung wegen der Bewegung und das im Februar. In einer Zeit also, in der Coronaviren beste Bedingungen vorfinden, um sich zu verbreiten“, erklärt die Geschäftsführerin Anke Schäflein.

Der Vorsitzende des Caritasverbandes, Johannes Simon ergänzt: „Unser aller Gesundheitsschutz hat zu jeder Zeit Vorrang. Wir wissen, dass es sich beim Caritasball um eine traditionsreiche Veranstaltung handelt, die große Wertschätzung genießt. Deshalb fiel uns die Absage nicht leicht. Wir bitten alle Tänzerinnen und Tänzer um Verständnis für diese Entscheidung.“

Die interkulturelle Woche fand dieses Jahr, unter entsprechenden Corona-Bedingungen, wieder in Präsenz statt. Ausgestellt wurden Kunstwerke der Geflüchteten, Produkte des Modelabels „traditela“ und die Bilderausstellung „Pictures of Moria“
von Alina Heidenreich

Ebern - #offen geht – Kunst kennt keine Barriere. Unter diesem Motto stand die interkulturelle Woche, die vom 30.09.2021 bis zum 02.10.2021 in der Xaver-Mayr-Galerie stattfand.  Jana Balling und Thomas Heidenreich vom Caritasverband Haßberge stellten in Zusammenarbeit mit Siza Zaby, Integrationslotsin für den Landkreis Haßberge, dem Bayerischen Roten Kreuz und dem Asylhelferkreis Ebern ein vielfältiges Programm auf die Beine. Ehrenamtlich unterstützt wurde die Veranstaltung außerdem von Wolfgang Aull und Fritz Hering.

Landrat Wilhelm Schneider blickte in seiner Begrüßungsrede auf die vergangenen Jahre zurück. Der Landkreis Haßberge hat vielen Flüchtlingen die Gelegenheit zum Ankommen gegeben. Dies war vor allem durch den engen Austausch aller Beteiligten möglich, die die Geflüchteten in allen individuellen Anliegen tatkräftig unterstützen. Sein Dank galt besonders allen Künstlerinnen und Künstlern, die diese Ausstellung durch ihre Kunstwerke, Bilder und Produkte gestaltet haben.

Bürgermeister Jürgen Hennemann betonte, dass Ebern durch die Flüchtlinge zu einer vielfältigeren Stadt geworden ist. Von Anfang an stand die Integration der Menschen im Mittelpunkt. Dies geschah unter anderem durch Projekte wie den Garten der Freundschaft. Brachliegende Kleingärten werden von Flüchtlingsfamilien betrieben und blühen wieder neu auf. Abschließend würdigte er die enge und engagierte Zusammenarbeit mit hauptamtlichen Beratungs- und Integrationsdiensten sowie mit dem Asylhelferkreis Ebern.

Zu bewundern waren unterschiedliche Produkte des Modelabels „traditela“, das im Jahr 2019 von den Schwestern Katharina und Theresa Rudolph gegründet wurde. Für ihre Taschen, Portemonnaies und Fliegen benutzen sie Stoffe aus Bayern, Valencia und aus Schottland. Gerechter Umgang mit den Menschen ist für die Jungunternehmerinnen das höchste Gut. Deshalb werden die Produkte in ihrer Heimat Franken in Zusammenarbeit mit Geflüchteten hergestellt.

Darüber hinaus zeigte die Ausstellung „Pictures of Moria“ unterschiedliche Kunstwerke. Geflüchtete bekommen die Möglichkeit, ihre Kunst und sich selbst darzustellen.  In den Bildern versuchen sie ihre Fluchterlebnisse und Erfahrungen im Flüchtlingscamp Moria zu verarbeiten, erklärt Irene Ganzhorn, die als freiwillige Helferin selbst in Moria war. Im Fokus stand ein Originalbild, das einen Tag nach dem verheerenden Brand im Camp Moria entstand.

Diese Bilder wurden durch einen persönlichen Erfahrungsbericht von Jella-Charlotte Lamken ergänzt. Sie war Im Jahr 2019 und 2020 für die Nichtregierungsorganisation „Lighthouse Relief“ an der Nordküste Lesbos tätig. Sie blickte vor allem auf die Empfangnahme der überfüllten Boote zurück, darauf wie sie die Menschen in die Camps brachten und oft mit Händen und Füßen mit ihnen kommunizierten, bevor sie nach Moria weiterverteilt wurden. Ergänzt wurde der Vortrag durch die persönlichen Erlebnisse Said Herawis. Er kam ebenfalls mit einem Schlauchboot an der Nordküste Lesbos an und wurde dann nach Moria verteilt. Mittlerweile wohnt er im Landkreis Haßberge.

Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung durch Thomas Heidenreich (Gitarre und Gesang), Ralf Hälterlein (Keyboard und Gesang) und Herbert Schmitt (Gitarre und Gesang) sowie durch die beiden afghanischen Musiker Saeid Herawi und Fazl Ahmad Herawi.

Im Obergeschoss der Xaver-Mayr-Galerie waren imposante Kunstwerke zu bewundern. Flüchtlinge aus dem Landkreis Haßberge stellten hier ihre Bilder, Gemälde und Stickereien aus und zeigten der Öffentlichkeit, welches Talent in ihnen steckt. In ihren Bildern verarbeiten die Künstlerinnen häufig ihre Gedanken und Erinnerungen an ihr Heimatland.

Den Abschluss bildete Karl-Heinz Krebs mit seinem Vortrag über Friedrich-Rückert. Der Dichter lernte durch seine Reisen die unterschiedlichen Kulturen kennen und erweiterte seine Fremdsprachenkenntnisse. Er beherrschte 44 Sprachen, unter anderem kurdisch, armenisch und arabisch. Daraus formulierte er die Erkenntnis: „ohne Sprache ist keine Verständigung zwischen den unterschiedlichen Kulturen möglich.“

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