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Der Familienbund bietet Onlinekurs „Kess- erziehen: Mehr Freude. Weniger Stress.“ für Eltern von Kindern zwischen 3 und 11 Jahren. 

Familien leisten grandioses in diesen Coronazeiten. Die Herausforderungen sind groß. Eltern wie Kinder brauchen Zeit zum Durchatmen, zum „Sich Besinnen“, zum Antworten finden,z.B. auch auf die Frage „was brauche ich und was braucht mein Kind“?...

Und Eltern wollen ihre Kinder eigentlich gerade auch jetzt ermutigen, damit sie sich zu selbstbewussten und starken Persönlichkeiten entwickeln können. Und trotzdem landen sie angesichts der verschiedenen Belastungen im Alltag immer wieder beim Herumnörgeln, Schimpfen und auch Schreien. Kinder erziehen mit weniger Wutausbrüchen, Schimpfen und Ärger? Ohne sich in eine endlose Kette von Konflikten zum Thema Homeschooling, Hausarbeit, Mediennutzung, u.a. zu verhaken? Gelassen und mit ruhigen Nerven? Ein täglicher Wunsch gerade auch zu Coronazeiten.

Innerhalb des Kurses nehmen sich Väter, Mütter und andere Interessierte an diesen 5 Zeitinseln ihre eigenen Stärken und die ihrer Kinder in den Blick. Gleichzeitig werden sie sich eingefahrener Verhaltensmuster bewusst, lernen Grenzen zu setzen und die des anderen zu achten. Anhand eigener Beispiele wird geübt, wie respektvoll in der Familie miteinander umgegangen werden kann.Es geht auch darum durch Edelsteinmomente das Familiengefühl zu stärken, die Selbstverantwortung des Kindes zu fördern, störendes Verhalten „anders“ zu verstehen und angemessen zu reagieren, drohende Konflikte kreativ und effektiv zu entschärfen und Oasen für
sich selbst zu schaffen.

Kurs-Angebot:
Start: Dienstag, 20. April 2021, 20:00 Uhr (5x, wöchentlich stattfindende Treffen),
Kosten: 40,- € für Einzelpersonen / 50,- € für Paare / incl. Elternhandbuch

Interesse geweckt? Hier geht's zu Information und Anmeldung:  https://www.familienbund-wuerzburg.de/eltern/kess-erziehen/

 

„Frau Walter ist ein toller und lustiger Mensch, man geht gerne hin und spricht gerne mit ihr, ohne ein blödes Gefühl zu haben.“ „Man kann immer hingehen und erzählen, wenn was schwierig ist, das ist gut, vor allem, wenn man mit seinen Eltern nicht darüber reden kann.“ „Es wird zusammen überlegt, wie man Sachen verändern und seine aktuelle Situation verbessern kann.“ „Man wird immer mit einem strahlenden Lächeln begrüßt.“ So äußern sich Jugendliche, die den Schritt gewagt haben, sich bei der Jugendsuchtberatung im Landkreis Haßberge Unterstützung zu holen.

Diese Anlaufstelle für Jugendliche mit Suchtproblemen ist als Projekt mit einer Laufzeit von vier Jahren angelegt. Seit dem Start des Projekts vor zwei Jahren, am 01.04.2019, unter der Trägerschaft des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V., greifen immer mehr Jugendliche auf das Angebot der Beratung zurück. In 2020 zählte die Jugendsuchtberatung 346 Kontakte und damit mehr als doppelt so viele als im Vorjahr.

Die Jugendsuchtberatung ist eine Anlaufstelle für Jugendliche, die Suchtmittel konsumieren, dabei auffällig wurden, oder bereits in eine Abhängigkeit geraten sind sowie für Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien. Im Schnitt sind die Jugendlichen, die die Beratungsstelle besuchen, 16 Jahre alt. Auch Angehörige sind jederzeit in der Beratungsstelle willkommen, um Unterstützung im Umgang mit riskant konsumierenden Jugendlichen zu erhalten.

Anlässlich des zweijährigen Bestehens – und damit zur Halbzeit des auf vier Jahre befristeten Projekts, wurden die Jugendlichen zu ihren Erfahrungen mit der Beratungsstelle befragt. Die Antworten zeigen, dass sie an der Beratung vor allem schätzen,  offen und ehrlich über alles was sie beschäftigt sprechen zu können. Außerdem beschrieben die Jugendlichen deutliche Fortschritte im Hinblick auf die Reduzierung ihres Konsums und eine Entspannung der familiären Verhältnisse. Die Beratung trug auch dazu bei, dass sie Fertigkeiten wie die Übernahme von Selbstverantwortung durch die Teilnahme an Einzel- und Gruppenangeboten erwarben.

Um weitere Jugendliche auf die Beratungsangebote aufmerksam zu machen, wurde im September letzten Jahres ein Account auf Instagram unter dem Motto „Kommunikation auf Augenhöhe“ für die Jugendsuchtberatung eingerichtet. Unter @jugendsuchtberatungcaritas findet man einen ersten Zugang und aktuelle Informationen zu den Angeboten der Beratungsstelle. Auf dem Profil gibt es Wissenswertes über den Ablauf eines Beratungsgesprächs und darüber, wie die Jugendlichen Kontakt aufnehmen können und welche Beratungssettings angesichts von Corona möglich sind.

Im November 2021 plant die Jugendsuchtberatung einen Fachtag mit dem Thema „JUGEND SUCHT HILFE“ für Fachkräfte und Multiplikatoren. In Vorträgen und Workshops werden Angebote und Handlungsmöglichkeiten für und mit konsumierenden Jugendlichen thematisiert.

Sie haben in Ihrem näheren Umfeld Jugendliche um die Sie sich Sorgen machen?
Bei Interesse oder Fragen zu den Angeboten der Jugendsuchtberatung können Sie telefonisch (09521 926-550) oder per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) Kontakt zur Beratungsstelle aufnehmen.

Um auch weiterhin ein bedarfsgerechtes Angebot für die steigende Anzahl an jungen Menschen mit Suchtproblemen und ihren Angehörigen bieten zu können, benötigt die Beratungsstelle zusätzliche finanzielle Mittel. Diese werden z.B. für den Erwerb von Materialien, Durchführung von Gruppenangeboten für Jugendliche und Eltern oder Informationsveranstaltungen verwendet. Mit einer Geldspende für die Jugendsuchtberatung können Sie außerdem dafür sorgen, dass im Landkreis Haßberge ein alters- und bedarfsgerechtes Beratungsangebot für junge Menschen dauerhaft etabliert wird. Auch und gerade Jugendliche und junge Erwachsene brauchen dringend ein angepasstes Hilfeangebot im Bereich Sucht bzw. riskanten Konsums. Suchtkarrieren entstehen in diesem kritischen Alter!
Bankverbindung: Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V., Sparkasse Schweinfurt-Haßberge, IBAN: DE24793501010190002881, BIC: BYLADEM1KSW

Mit vielen bunten Eiern, die die Kinder im Goßmannsdorfer Caritas-Kindergarten St. Margarethe selbst gestalten haben, überraschte Erzieherin Marina Wolfschmidt das Altenservicezentrum St. Martin in Hofheim. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben sich sichtlich darüber gefreut und dekorierten damit gleich einen Osterstrauch im Aufenthaltsbereich. Renate Rösch, Gerontopsychiatrische Fachkraft, nahm die Geschenke dankend entgegen: “Die Besuche der Kinder und Jugendlichen aus Kindergärten und Schulen fehlen den Senior*innen schon sehr. Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir ihnen diesen schönen, von den Kindern selbstgebastelten Osterschmuck übergeben können und ihnen damit eine Freude machen.“

Sie fragen sich in diesen Tagen vielleicht: Wie passt das Nein der Caritas zum ver.di-Tarifvertrag Altenpflege zu dieser christlichen Organisation, die für Nächstenliebe steht? Fakt ist: Die Caritas engagiert sich seit Jahren dafür, dass Bezahlung und Arbeitsbedingungen in der Pflege besser werden – nicht nur bei der Caritas.

Der Gesetzgeber verlangt, dass die Arbeitsrechtliche Kommission der Caritas (und übrigens auch der Diakonie) zustimmen muss, damit ein Tarifvertrag in der Altenpflege für allgemeinverbindlich erklärt werden kann. In dem Gremium gab es die Sorge, dass aufgrund dieses Einheits-Tarifvertrags die guten Löhne und Arbeitsbedingungen bei der Caritas damit zukünftig von den Kostenträgern infrage gestellt werden. Das erlebten wir schon einmal. Seinerzeit orientierten sich die Pflegesatzverhandler, mit denen wir unsere Pflegesätze in der vollstationären Pflege verhandeln müssen, am „unteren Drittel“ der Pflegesätze. Das bedeutete, nur die, die niedrig vergüten, sind in der Berechnung mit drin. Der Träger, der höher vergütet, hat dann ein Problem, das er letztlich nur über die Herabsetzung von Gehältern oder aber mit einem dauerhaften Defizit lösen kann. Damit ist dem Lohndumping nach unten Tür und Tor geöffnet worden. Erst nach langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzungen wurde das von Gerichten zurecht gerückt: Ein Kostenträger (also Pflege- und Krankenkassen, Bezirk) muss die Tarifkosten eines Pflegeanbieters anerkennen und darf diese nicht als „unwirtschaftlich“ ablehnen. So ist uns das nämlich seinerzeit geschehen. Unser Tarif wurde uns als unwirtschaftlich eingeordnet, weil er eben weit überdurchschnittlich war und ist.

Wir fürchten also – aufgrund früherer Erfahrungen -, dass sich die Pflegekassen bei der Refinanzierung auf diesen niedrigen Standardtarif beziehen würden. Die Caritas beschäftigt in der Altenpflege 170.000 Menschen und wir wollen, dass sie weiterhin fair entlohnt werden. Der ver.di-Tarifvertrag Altenpflege legt Minimal-Standards bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen in der Altenpflege fest – keine Überstundenregelungen, keine betriebliche Altersvorsorge, keine Zuschläge für Nacht- oder Sonntagsarbeit …

Wir meinen: Hätte der allgemeinverbindliche Tarifvertrag für die Pflege auf Caritasniveau gelegen (Vergütungshöhe, Arbeitszeit, Zulagen, Zuschläge Urlaubsansprüche, betriebliche Altersversorgung, etc.), hätte die Arbeitsrechtliche Kommission sicherlich zugestimmt.

Diesem aber nicht. Pflege verdient mehr.

Wir schlagen als verbandliche Caritas stattdessen eine andere Lösung vor, die aus unserer Sicht deutlich vielversprechender und fairer wäre. Die Pflege- und Krankenkassen sollten nur noch mit den Pflege-Anbietern abrechnen und nur noch solche Pflege-Anbieter anerkennen, die über einen Tarifvertrag verfügen und diesen anwenden.

 

Das könnte der Gesetzgeber umsetzen. Und das würde sehr viel mehr für die faire Vergütung vor allem all jener bewirken, die bei privaten Pfleganbietern arbeiten, die keinerlei Tarifwerk anwenden oder aber sog. „Haustarife“.
 
Außerdem setzen wir uns auch für eine umfassende Reform der Pflege ein: Es geht um die Finanzierung der Pflegeversicherung, gute Pflegeausbildung, Anerkennung der Leistung von pflegenden Angehörigen, gute Arbeitsbedingungen in der Pflege – übrigens auch für ausländische Pflegekräfte im Privathaushalt …

Ein weiteres sehr wichtiges Ziel für uns: Pflegebedürftigkeit darf kein Armutsrisiko sein! Wir setzen uns seit Jahren für eine sozialverträgliche Deckelung der Kosten für die Pflegebedürftigen ein und werden weiter darum kämpfen.

Somit: Auch wenn Sie die Entscheidung zum ver.di-Tarifvertrag Altenpflege irritiert hat: seien Sie versichert, dass Pflegekräfte der Caritas  überdurchschnittlich vergütet werden, sie uns wichtig sind und wir uns weiterhin für sie einsetzen – auch wenn das mitunter sehr unbequem ist.

Ihre Caritas bleibt die, die Sie kennen: sie betreut, pflegt, berät, unterstützt und begleitet, in Deutschland und im Ausland; sie engagiert sich für eine solidarische Gesellschaft und setzt sich für die Schwächsten ein.

 

Campact-Aufruf gegen die Caritas: wichtiges Thema, falscher Adressat
Die Plattform Campact ruft seit dem 17. März 2021 zu einer Aktion gegen die Caritas auf. Die Organisation will „den Ärger um die Caritas noch verstärken und die Tarifentscheidung ins Wanken bringen”. Lesen Sie hier mehr dazu...

 

Hier finden Sie weitere Infos und Hintergründe zum Thema und zur Position der Caritas:

Müde aber glücklich war Gretel Brehm am Abend ihres 104. Geburtstags als Sie für ein Bild neben ihren zahlreichen Geschenken und Blumen posierte. Die rüstige Seniorin lebt erst seit zwei Jahren im Caritas-Seniorenheim Sankt Bruno und erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit. Selbst die aktuelle Corona-Zeit nimmt sie verhältnismäßig gelassen: „ Ich hab schon so viel erlebt, da macht mir der Virus keine Angst.“

Die humorvolle Dame, die sich stets schön zurecht macht und größten Wert auf gut frisiertes Haar legt, freute sich sehr über die vielen Glückwünsche und genoss den Tag in vollen Zügen. Es wurde gesungen, gelacht und natürlich auch mit einem Schoppen angestoßen.  „Das ganze Haus hat sie gefeiert“, berichtet Einrichtungsleiterin Heike Ehlert. „Zahlreiche Gratulanten hatten gute Wünsche, Blumen und Geschenken abgegeben. Die Mitarbeiter waren alle bemüht, Frau Brehm einen schönen Geburtstag zu bereiten – trotz Hygienevorschriften und Besuchseinschränkung. Und ich finde, das ist ihnen prima gelungen.“

#DasMachenWirGemeinsam lautet das Motto der Caritas für die Jahre 2021/22. Die Kampagne bildet den Auftakt für das 125-jährige Jubiläum der Caritas im Jahr 2022. Die aktuelle Lage zeigt deutlich: Die Lebensrealitäten in Deutschland sind grundverschieden, die Spaltung der Gesellschaft nimmt zu. Im Zuge der Pandemie gewinnt eine Frage neue Bedeutung: Wie steht es um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft? In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Die Pandemie wirkt wie ein Brennglas auf soziale Herausforderungen, die die Menschen teilweise schon lange beschäftigen: etwa, wenn es um Bildungschancen, bezahlbaren Wohnraum oder die Situation von Soloselbstständigen geht. Mehr denn je braucht es zivilgesellschaftliche Institutionen wie die Kirche und ihre Caritas, die sich aktiv für eine solidarische Gesellschaft einsetzen, an Lösungen mitarbeiten und dabei den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

„Der Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V. beschäftigt über 360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschiedenen Diensten und Einrichtungen, die allen Menschen helfen, die auf Hilfe angewiesen sind - ganz gleich, welcher Religion oder Nationalität sie angehören. Wir sind überzeugt: Rat und Hilfe dürfen nicht zu einem Luxusgut werden, sondern müssen denen offen stehen, die darauf angewiesen sind. Die Herausforderung ist mit der Corona-Pandemie größer geworden, möglichst vielen Menschen faire und gerechte Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Deshalb muss es gelingen, die soziale Infrastruktur aufrechtzuerhalten“, betont Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge.

Und der Vorsitzende Johannes Simon fordert auf: „Für uns als Caritas ist das jede Anstrengung wert, denn jeder Mensch zählt und ist wertvoll. Mit Ihrer Hilfe setzen wir uns für alle Bürger im Landkreis Haßberge ein, die Unterstützung benötigen. Jede gute Tat hilft. Jeder Euro hilft. Lassen Sie uns gemeinsam an einer sozial gerechteren Zukunft arbeiten!“

Bei der Caritas-Frühjahrssammlung vom 01. - 07. März 2021 bittet die Caritas um Spenden für Menschen, die in der nächsten Umgebung unsere Hilfe brauchen. Mit dem Geld werden z.B. Beratungsdienste mitfinanziert, bei denen Ratsuchenden geholfen wird, die aus unterschiedlichen Gründen dringend Unterstützung brauchen. Ursachen können neben körperlichen oder seelischen Erkrankungen auch Arbeits- oder Wohnungslosigkeit, Überschuldung, Sucht, Trennung sein – alles Situationen und Lebenslagen, in die man nicht kommen möchte, die aber manchmal einfach passieren.

Die Spende bei der Caritassammlung bleibt in der Region. Dreißig Prozent des Geldes verwendet die Pfarrei, in der gesammelt wird, für caritative Aufgaben direkt vor Ort, um individuell zu helfen, wo die Not am größten ist. Die gleiche Summe erhält der Diözesan-Caritasverband und vierzig Prozent bekommt der Caritasverband Haßberge. Hier fließt der Sammlungserlös Diensten und Einrichtungen zu, die keine ausreichende Finanzierung durch andere Mittel haben, deshalb muss die Caritas für die wichtige Beratungsarbeit Eigenmittel einsetzen. So kommen über die Beratungsstellen die Spenden direkt und unbürokratisch Menschen zugute, die manchmal vor Sorgen und Nöten nicht mehr ein noch aus wissen. Von diesen Sammlungsgeldern profitieren Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Landkreis, denn die kostenlosen Beratungsdienste, die es für die unterschiedlichsten sozialen Notlagen gibt, können von jedem Hilfebedürftigen in Anspruch genommen werden – unabhängig von Alter, Konfession, Weltanschauung oder sozialer Stellung.

Auskünfte und Informationen werden gerne unter Tel. 09521 691-0 erteilt. Unter www.caritas-hassberge.de („Ich brauche Hilfe“) kann man sich über alle Hilfsmöglichkeiten in unserem Landkreis informieren oder auch nachlesen, in welcher Form man sich selbst engagieren kann („Ich will helfen“).

Wenn Sie die Arbeit der Caritas mit Ihrer Spende unterstützen wollen, um Menschen in akuter Not zu helfen:
Bankverbindung: Sparkasse Schweinfurt-Haßberge
IBAN: DE24793501010190002881 BIC: BYLADEM1KSW

Sie können ab 18 Euro Jahresbeitrag auch Mitglied werden und unsere Arbeit so dauerhaft unterstützen: www.caritas-hassberge.de/ich-will-helfen/mitglied-werden

Die Erleichterung war groß im Seniorenheim Sankt Bruno in Haßfurt. Denn nach dem Ausbruchsgeschehen rund um Weihnachten waren Anfang Februar die Corona-Tests von allen Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen negativ ausgefallen. Somit konnten, auch nach dem O.K. vom Gesundheitsamt, die Kleingruppen innerhalb der Wohnbereiche aufgehoben werden. Man darf sich innerhalb des Hauses wieder treffen – und sogar Fasching feiern. Die kurzerhand angesetzte Faschingsfeier (mit geltenden Schutz- und Hygienemaßnahmen) war ein voller Erfolg. Bei den Bewohnern stellt sich bei Kaffee, Krapfen, und Musik die Faschingsstimmung schnell ein.

Durchs Programm führte Roswitha Fliege, die auch in einigen Sketchen ihr schauspielerisches Talent zum Besten gab und mit Gesangseinlagen begeisterte. Weitere Programmpunkte waren eine Hula Hoop Show, Büttenreden, diverse Tanzvorführungen und lustige Sketche und Witze. Ein ausgelassener und kurzweiliger Nachmittag fand seinen Ausklang mit gemeinsamem Singen, Schunkeln und einer Polonaise.

„Es war schön zu sehen, wie fröhlich alle waren. Man merkte es den Bewohnern und auch den Kollegen an, wie erleichtert alle sind, nach den anstrengenden letzten Wochen einfach mal ausgelassen beieinander zu sitzen und aus vollem Herzen zu lachen. Viele lustige Zwischenbemerkungen der Senioren trugen ebenfalls zur hervorragenden Stimmung bei“, berichtet Einrichtungsleiterin Heike Ehlert.

Für die meisten Menschen fallen die Faschingsfeiern in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie aus. Nicht so für die Bewohnerinnen und Bewohner eines Pflegeheims in Hofheim: Das Caritas-Altenservicezentrum war, zumindest innerhalb der Einrichtung, eine Faschings-Hochburg. Denn wegen der hohen Durchimpfungsrate von 97 % konnten einige der strengen internen Regelungen gelockert werden. So konnten Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen gemeinsam singen, tanzen und feiern.

Zum Auftakt der heißen Phase des Faschings ging es am Altweiberfasching schon immer lustig zu. So herrschte auch an diesem „unsinnigen Donnerstag“ Jubel, Trubel, Heiterkeit im mit bunten Ketten, Luftschlangen und Masken dekorierten Foyer. Einrichtungsleiterin Melanie Schröder berichtet, dass die Faschingsfeier in diesem Jahr besonders emotional und ausgelassen war: „Gerade nach den vielen Einschränkungen der letzten Monate tat es allen gut, mal ein bisschen abzuschalten. Gemeinsam zu feiern, Spaß zu haben und einfach ganz viel zu lachen. Alle genießen es sichtlich, dass die bisher streng eingehaltene Trennung von Kleingruppen innerhalb der Wohnbereiche nun aufgehoben werden konnte.“

Die mit bunten Hüten maskierten Seniorinnen und Senioren schunkelten und feierten bei Faschingskrapfen und Bowle mit dem Personal. Einzig auf die „Live-Musik“ in Form eines externen Alleinunterhalters musste man in diesem Jahr verzichten. Doch der Stimmung tat die „Konserven-Musik“ von CDs keinen Abbruch.

Und am Rosenmontag ging das bunte Treiben in eine zweite Runde. Im Garten der Einrichtung fand ein interner „Faschingsumzug“ statt. Bei eisigen Temperaturen und bester Laune zogen maskierte Mitarbeiter*innen gemeinsam mit den Bewohnern durch den Schnee. Mit dabei war der „Medizin-Wagen“, befüllt mit Bier. Natürlich durften dabei auch das ein oder andere „Schnäpsla“ nicht fehlen. Gegen die Kälte und für die Gaudi. Einziges Manko an der gelungenen Aktion war, dass pandemiebedingt keine Besucherinnen und Besucher oder Angehörige teilnehmen konnten.

Unser Seniorenheim Sankt Bruno hat schwere Zeiten hinter sich. Insgesamt haben sich 42 Bewohner und 35 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. 13 Bewohner*innen sind mit oder an Covid-19 gestorben. „Uns allen hat die Situation alles abverlangt. Umso mehr freut es uns, dass alle Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen seit 11.2. offiziell coronafrei sind“, freut sich Einrichtungsleiterin Heike Ehlert.

Die Bewohner*innen können nun wieder in den gemeinsamen Alltag zurückkehren, der zwar immer noch von Corona bestimmt ist, aber eben nicht mehr von einem konkreten Ausbruchsgehen im Haus. Gruppenveranstaltungen können wieder stattfinden, der Gottesdienst in der Kapelle kann von den Bewohner*innen wieder besucht werden und – darauf freuen sich alle besonders – auch Fasching darf wieder gemeinsam gefeiert werden.

Die Quarantäneanordnung für Sankt Bruno wurde bereits zum 19.1.2021 aufgehoben. Das heißt, dass wieder neue Bewohner*innen in das Seniorenheim einziehen dürfen. Und: die Bewohner dürfen auch wieder besucht werden. Nach wie vor gelten aber die Besuchsregelungen des 11. BayIfSMV vom 15.12.2020 (zuletzt durch Verordnung vom 12. Februar 2021 (BayMBl. Nr. 112) geändert): Ein Besucher/Tag/Bewohner (Terminvereinbarung nötig), das Tragen der FFP2-Maske in der Einrichtung sowie die Vorlage eines gültigen Negativtest.

In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeitenden mit umfangreichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, PCR-Reihentests von Bewohnern und Mitarbeitern sowie bemerkenswertem Einsatz und hoher Motivation das Corona-Virus im Haus in den Griff bekommen. Heike Ehlert weiß, dass die Bewältigung der Situation nur durch einen gemeinsamen Kraftakt aller Beteiligter möglich war: „Deshalb ist es mir wichtig, DANKE zu sagen. Sowohl den Bewohner*innen und Angehörigen, fürs Durchhalten und Zusammenhalten. Danke für die zahlreichen aufmunternden Worte und Geschenke, für Ihre Geduld und Umsicht. Und ein weiteres großes Dankeschön geht an alle Mitarbeiter*innen von Sankt Bruno sowie alle Kolleg*innen aus dem Caritasverband, die uns während des Ausbruchsgeschehens tatkräftig unterstützt haben. Das ist nicht selbstverständlich und war so hilfreich.“

Bei aller Freude um die überstandene Krise, bleibt die Trauer über die Verluste, die diese mit sich gebracht hat. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Bewohner, die trotz aller Maßnahmen in dieser schwierigen Zeit gestorben sind. Jeder einzelne war ein Teil unserer großen Gemeinschaft und es ist für Bewohner und Mitarbeitende gleichermaßen traurig, so viele Verstorbene in kurzer Zeit gehen lassen zu müssen“, bedauert die Einrichtungsleiterin. „Um den Bewohner*innen und Mitarbeitenden die Möglichkeit eines warmherzigen Abschieds zu geben, begehen wir in den nächsten Tagen einen internen Gedenkgottesdienst. Leider können wir aufgrund der Corona-Lage hierzu keine Angehörigen einladen“, so Ehlert weiter.

Beratende und andere Fachkräfte erleben in der Corona-Pandemie eine nie dagewesene Herausforderung, weil ihre berufliche Situation und zugleich die Lebenswelt ihrer Klienten sich von einem auf den anderen Tag grundlegend geändert hat – und diese Situation nun schon sehr lange andauert. Dabei besteht eine doppelte Beanspruchung, nämlich den eigenen Alltag jenseits früherer Routine zu meistern und zeitgleich in einer neuen beruflichen Situation den Fragen und Problemen oft sehr verunsicherter Klienten gerecht zu werden. Auch wenn die Beratungsstellen aufgrund der Lockdown-Situationen zeitweise nicht für den Publikumsverkehr zugänglich sind, bleiben sie für Ratsuchende erreichbar. Zu den üblichen Öffnungszeiten können sich Hilfesuchende telefonisch oder per E-Mail an die Beratungsstelle wenden.

Mit den anhaltenden Kontaktbeschränkungen und den Einschränkungen in der Face-to-Face-Beratung wird die Caritas-Onlineberatung zu einer immer wichtigeren Alternative für Menschen in Notsituationen. Das Beratungsportal des Deutschen Caritasverbandes ist rund um die Uhr zugänglich, kostenlos, anonym und sicher. Durch die Abfrage der Postleitzahl wird die Anfrage an eine Beraterin oder einen Berater in Ihrer Nähe weitergeleitet. Das ist hilfreich, sollte der Hilfesuchende später einmal einen Termin in einer Beratungsstelle wünschen. Auch der Caritasverband Haßberge beteiligt sich an der Onlineberatung. Die Beratungs- und Fachkräfte wurden eigens für das Tool geschult.

Während die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern (Erziehungsberatungen) und die  Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtprobleme diesen Dienst schon seit Jahren anbieten, sind die Berater der Allgemeine Soziale Beratungsdienst (ASBD) seit 2020 ebenfalls angegliedert.

Die Anfragen werden vertraulich behandelt, können jederzeit, kostenfrei und ortsunabhängig gestellt werden. Die Bearbeitung des Anliegens erfolgt mit der Wahrung des Datenschutzes und der Schweigepflicht und erfolgt durch kompetentes und geschultes Fachpersonal. Von Montag bis Freitag werden diese innerhalb von 48 Stunden. Neben vielen weiteren Themen beraten die Mitarbeitenden des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge in diesen Bereichen:

  • Allgemeine soziale Probleme
  • Eltern und Familie
  • Kinder und Jugendliche
  • Leben im Alter/Pflegebedürftigkeit
  • Rechtliche Betreuung und Vorsorge
  • Schulden/finanzielle Probleme
  • Sucht
  • HIV/AIDS
  • Angehörige von Straffälligen

 

SO FUNKTIONIERT ES:

  • Wählen Sie den Beratungsbereich, in welchem Sie eine Frage stellen wollen (Erziehung, Sucht, Schulden, etc.). Die Übersicht der Bereiche finden Sie auf www.caritas.de/onlineberatung aufgelistet. Unter Umständen haben Sie Ihren Bereich bereits gefunden und sind schon auf der entsprechenden Seite.
  • Klicken Sie auf das rote Banner zur Online-Beratung und es öffnet sich ein neues Fenster. Damit haben sie eine gesicherte Verbindung mit unserer Beratungsplattform hergestellt.
  • Melden Sie sich an: Die Anmeldung geht schnell und Sie bleiben dabei anonym, wenn Sie das möchten:
  • Erfinden Sie einen Benutzernamen und ein Passwort. Beides müssen Sie sich merken, um später an die Antwort der Berater*innen zu kommen.
  • Geben Sie die Postleitzahl Ihres Wohnortes an. Ihre Anfrage wird an eine Beraterin oder einen Berater in Ihrer Nähe weitergeleitet. Das ist hilfreich, sollten Sie später einmal einen Termin in einer Beratungsstelle wünschen.
  • Wenn Sie freiwillig eine E-Mail-Adresse angeben, dann können Sie Ihr Passwort bei Bedarf zurücksetzen, sollten Sie es vergessen haben.
  • Schreiben Sie Ihre Frage und klicken Sie auf den Pfeil zum Senden der Nachricht. Ihre Frage wird einem Berater oder einer Beraterin zugestellt. Die Antwort finden Sie werktags innerhalb von 48 Stunden in Ihrem Postfach.
  • Die Plattform bietet die Möglichkeit zur Einzelberatung und auch Dokumente (wie z.B. Bescheide und Anträge) können sicher zwischen Klient*in und Berater*in ausgetauscht werden.

Weitere Informationen: https://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/anleitung

So funktioniert die Onlineberatung: Datenschutz bei der Onlineberatung: https://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/datenschutz

Am 6. Februar hätte er stattfinden sollen, der 48. Caritas-Benefiz Rosenball. Ein ausgelassener Abend voller Tanz und Musik, nach den rhythmischen Klängen der Band Andorras war geplant – und all das für den guten Zweck. Die Absage der Tanzveranstaltung im August letzten Jahres kam vermeintlich früh, war jedoch angesichts der aktuellen Pandemie-Lage absolut richtig. Die Einnahmen der Veranstaltungen fehlen dem Caritasverband, der sich seit Jahren im Landkreis für Menschen in Not einsetzt.

Diese unmittelbare Nothilfe reicht beispielsweise im Fachdienst Allgemeine Sozialberatung (ASBD) von Aufklärungs- und Informationsgesprächen bis hin zu konkreten Hilfestellungen, z.B. beim Ausfüllen von Antragen für Kindergeld, Wohngeld oder Stiftungsgeldern. Natürlich gibt es aktuell auch Fälle, die sich aufgrund der Corona-Beschränkungen ereignen, wie z.B. der eines früheren Marktverkäufers, der aktuell keinerlei Einkünfte erzielen kann. Aufgrund seiner vorherigen Selbstständigkeit hat er aber keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld und ist somit aufgrund der Corona-Krise nun auf Hartz 4 angewiesen. Auffällig sind auch die steigenden Anfragen von Menschen, die von der Wohnungslosigkeit bedroht sind durch Kündigungen aufgrund von Eigenbedarf oder aufgelaufener Mietschulden.

Auch in der Beratungsstelle für Familien häufen sich coronabedingt die Anfragen. Oftmals geht es um Eltern-Trennungen. Die psychische Belastung aller Beteiligten wird aktuell noch deutlicher sichtbar. Aber auch Kinder und Jugendliche, die jetzt vermehrt mit Sorgen und Ängsten zu kämpfen haben, werden in der Beratungsstelle betreut.

„Wir bedauern die Entscheidung nach wie vor, wissen aber, dass es keine Alternative zur Absage des Balls gab. Wir würden uns freuen, wenn Sie mit einer Spende unsere vielfältigen Aufgaben im Caritasverband für den Landkreis Haßberge, insbesondere die Dienste und Einrichtungen unterstützen, die keine ausreichende Finanzierung durch andere Mittel haben. Die Spenden kommen über die Beratungsstellen direkt und unbürokratisch Menschen zugute, die akut Hilfe benötigen. Damit profitieren Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Landkreis, denn diese kostenlosen Beratungsdienste, die es für die unterschiedlichsten sozialen Notlagen gibt, können von jedem Hilfebedürftigen in Anspruch genommen werden – unabhängig von Alter, Konfession, Weltanschauung oder sozialer Stellung“, erklärt der 1.Vorsitzende Johannes Simon.

Ob der Caritasball im Februar 2022 stattfinden wird, darüber kann die Geschäftsführerin Anke Schäflein noch keine Aussage treffen: „Aktuell bekämpfen wir mit all unseren Kräften die Corona-Pandemie, vor allem in unseren Altenhilfe-Einrichtungen. Wie die Lage im Februar 2022 aussieht, kann man heute noch nicht abschätzen. Zum Stand heute sind wir aber optimistisch.“

Wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende unterstützen wollen, um Menschen in akuter Not zu helfen:
Bankverbindung: Sparkasse Schweinfurt-Haßberge
IBAN: DE24793501010190002881 BIC: BYLADEM1KSW

Langjähriger Leiter der Caritas-Erziehungsberatungsstelle in Haßfurt in den Ruhestand verabschiedet

Gerhard Lutz drückt sich gerne bildlich aus. Oftmals mit Hilfe der kleinen, erhellenden Geschichten aus dem Fabelbuch „Der Elefant“. So hatte er auch für seinen Abschied das passende Gleichnis parat und verabschiedete sich mit der Geschichte „Der Fuchs“ von Khalil Gibran.

Nach 18 Jahren bei der Caritas geht der Leiter der Beratungsstelle für Familien - Kinder, Jugendliche und Eltern, Gerhard Lutz, nun in den verdienten Ruhestand. Blickt er zurück, erfüllt ihn vor allem Dankbarkeit gegenüber „allen meinen Weggefährten, sowohl innerhalb und außerhalb des Caritasverbandes, besonders meinen Kolleg*innen aus der EB“. EB steht für Erziehungsberatung, die Stelle, die Gerhard Lutz im Mai 2003 als Leiter übernommen hat. Heute lautet der Name „Beratungsstelle für Familien – Kinder, Jugendliche und Eltern“. Der Grund für die Umbenennung war die ständig wachsende Vielfalt der Aufgaben.

Präventive Arbeit, Diagnostik, Beratung & Therapie, Onlineberatung, Vernetzung – all das gehörte zum Verantwortungsbereich von Gerhard Lutz, der mit dem Eintritt beim Caritasverband quasi die Seiten wechselte, vom Jugendamt in die Beratungsstelle. „Diesen Wechsel habe ich nie bereut“, sagt er heute. „Im Gegenteil, die Erfahrungen, die ich früher auf Seiten des Landratsamtes gesammelt hatte, haben mir in meiner täglichen Arbeit oftmals geholfen.“ Gerade deshalb hat Lutz nicht nur die Erziehungsberatungsstelle in Trägerschaft des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. in den vergangenen zwei Jahrzehnten wesentlich geprägt. Er wirkte insbesondere auch im Jugendhilfeausschuss des Landkreises mit, dem er lange Jahre als hochgeschätzter Berater beiwohnte. Für sein Engagement verabschiedete ihn Wilhelm Schneider im November 2020 mit herzlichen Worten und einem Präsent.

Eine große Abschiedszeremonie gab es im Caritasverband nicht – Corona bedingt. So ganz unrecht ist das Gerhard Lutz nicht, der sich nicht allzu gerne im Mittelpunkt sieht. Und irgendwie passte die Verabschiedung im kleinsten Kreis, in gezielten Besuchen auch zum Inhalt der Fuchs-Fabel, die er zum Abschied zitierte: weniger ist manchmal eben doch auch mehr.  Wertschätzende Worte und guten Wünsche für die Zukunft von Geschäftsführung und Kollegen gab es dennoch viele. Wenn auch leiser, weil hinter den FFP2-Masken gesprochen oder verpackt, in Form von Geschenken. Der Hobbymusiker gilt  unter Kollegen als hilfsbereiter, unkomplizierter und engagierter Teamplayer sowie als fachlich wie menschlich versierter Impulsgeber.

Gerhard Lutz resümiert die letzten Jahre mit Stolz, und sieht auch gerade aufgrund der Corona-Pandemie jetzt einen guten Zeitpunkt für einen Wechsel: „Die Erziehungsberatungsstellen sind ein Erfolgsmodell. Sie begegnen neuen Bedarfen und Herausforderungen,  u.a. in Krisen unkompliziert, flexibel und schnell; dies zeigt sich nun auch seit der Corona-Pandemie. Sie werden trotz Corona und gerade deshalb für Ratsuchenden da sein und mit ihren Möglichkeiten zur Seite stehen – vielleicht auf andere Weise als bisher.“

 

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