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Alkoholkonsum kann über 200 Krankheiten mit verursachen. Trotzdem gehören Bier, Wein & Co. für die meisten Deutschen zum Alltag. „Wie ist deine Beziehung zu Alkohol?", lautet daher die zentrale Fragestellung der Aktionswoche Alkohol, die vom 14.-22. Mai 2022 stattfindet. Ziel der bundesweiten Präventionskampagne ist es, eine breite Öffentlichkeit über die Risiken des Alkoholkonsums zu informieren und möglichst viele Menschen zum Nachdenken über ihren eigenen Umgang mit Alkohol anzuregen.

„Jeder Deutsche trinkt im Jahr durchschnittlich eine Badewanne voll alkoholischer Getränke“, heißt es in einem Jahrbuch der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen. Was ist zu tun, wenn die Badewanne überläuft? Hierbei hilft die Suchtberatung der Caritas.

Die Mitarbeiter*innen der Beratungsstelle helfen Angehörigen und Suchterkrankten im Landkreis Haßberge – auch bei den vier Schritten hin zu einer stationären Therapie:

  • Einsicht der Alkoholproblematik und Entschluss sich Hilfe zu holen
  • Das Beratungsgespräch: Unterstützung bei der Antragsstellung für eine stationäre Therapie
  • stationäre Entgiftung: körperliche Entgiftung unter ärztlicher Aufsicht und psychologischer Begleitung
  • Entwöhnungsbehandlung in einer Fachklinik

 

Sich Hilfe holen
Der erste wichtige Schritt ist, sich Hilfe und Unterstützung in der Suchtberatungsstelle zu holen. Das kann auch mit Unterstützung von Angehörigen oder anderen Personen aus dem persönlichen Umfeld des/der Betroffenen stattfinden.

Das Beratungsgespräch

In einem ersten Gespräch geht es darum, den/ die Betroffene*n besser kennenzulernen und deren Fragen und Bedarf zu klären. Es werden dann gemeinsam Anliegen besprochen und ein Lösungsweg für die Probleme erarbeitet.

Ein Weg kann eine stationäre Entwöhnungsbehandlung in einer Fachklinik sein. Die Mitarbeiter*innen der Caritas-Suchtberatung unterstützen bei jedem Schritt der Antragsstellung und begleitet bis zum Beginn der Therapie mit regelmäßigen Gesprächen. Auch bei der Auswahl einer geeigneten Fachklinik unterstützt die Beratungsstelle. Während und nach der Therapie steht die Suchtberatung ebenfalls beratend zur Seite.

Stationäre Entgiftung

Die Entgiftung in einem Krankenhaus oder einer Fachklinik wird entweder über den Hausarzt oder ggf. durch Selbstanmeldung in die Wege geleitet. Dabei findet ein körperlicher Entzug unter medizinischer Begleitung statt. Dies dauert einige Tage und orientiert sich an der (Sucht)Erkrankung. Von einer Entgiftung zu Hause ohne ärztliche Betreuung wird abgeraten. Es können dabei, je nach Substanzen, gesundheitsschädigende Symptome auftreten.

Nach erfolgreich abgeschlossener Entgiftung steht die stationäre Entwöhnungsbehandlung in einer Fachklinik für Suchterkrankungen an.

Entwöhnungsbehandlung

Die Entwöhnungsbehandlung ist eine länger angelegte Behandlung in einer Fachklinik. Sie findet im Normalfall stationär statt. Inhalt ist die intensive Auseinandersetzung mit der Entwicklung der individuellen Abhängigkeit. Auch während des stationären Aufenthalts wird der Kontakt zwischen der Beratungsstelle, dem Suchtkranken und der Fachklinik aufrechterhalten. Bei Fragen oder schwierigen Situationen kann die Beratungsstelle kontaktiert werden.

Im Anschluss an eine Entwöhnungsbehandlung bietet die Suchtberatung eine weiterführende ambulante Nachsorge an. In Einzelgesprächen und Gruppenangeboten erhält man dort Unterstützung um das Erlernte auch im Alltag umsetzen zu können. Kriseninterventionen und auch Angehörigenarbeit sind möglich. Die Nachsorge sollte bereits während dem Klinikaufenthalt mit dem dortigen Fachpersonal beantragt werden.

Weitere Angebote der Suchtberatung:

  • Angehörigenberatung und Selbsthilfegruppe für Angehörige
  • Frauengruppe
  • Männergruppe
  • Selbsthilfegruppe für Suchtkranke
  • MPU-Beratung und Vorbereitungskurse
  • Jugendsuchtberatung

 

Kontakt und Hilfe für Betroffene und/oder deren Angehörige:
Caritas-Suchtberatung
Promenade 37, 97437 Haßfurt
Tel.: 09521926-550
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.suchtberatung.caritas-hassberge.de

Anonyme und kostenlose Online-Beratung: www.beratung-caritas.de

Alfred Neugebauer nach 12 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit als Ratsmitglied verabschiedet

Im Rahmen einer Sitzung des Caritasrates haben Vorsitzender Johannes Simon und Geschäftsführerin Anke Schäflein das langjährige Ratsmitglied Alfred Neugebauer offiziell verabschiedet. Der Caritasrat hat 26 Mitglieder und ist ein in der Satzung des Caritasverbandes verankertes Kontrollorgan beziehungsweise Aufsichtsgremium für die Arbeit des Vorstandes. Seine Aufgaben bestehen besonders in der Beratung und in Entscheidungen über Fragen von grundsätzlicher Bedeutung für die Zukunft des Verbandes und damit der Menschen, die hier Hilfe suchen, sowie in Beschlussempfehlungen an die Vertreterversammlung.

Im Caritasrat war Neugebauer seit 2010 in der Funktion als Vertreter des Dekanatsrates Haßberge tätig. Daneben bekleidet er viele weitere Ehrenämter, unter anderem ist er seit 2012 erster Vorsitzender des Caritas-Kindergartenvereins Ebern e.V..

Johannes Simon bedankte sich für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren und sein freiwilliges Engagement im Verband: „Herr Neugebauer war für unseren Rat eine wirkliche Bereicherung: Er war tatsächlich so gut wie immer da, immer bestens vorbereitet, hat immer sehr sinnvolle Fragen und Anregungen eingebracht und uns sogar mitunter gelobt! Ein herzliches Dankeschön an Sie!“

Geschäftsführerin Anke Schäflein ergänzt: „Wir haben Herrn Neugebauer nur sehr ungern aus unserem Caritasrat, der unser Aufsichtsrat ist, „entlassen“. Ich war auch persönlich immer sehr gerne im Austausch mit ihm. Er wird im Rat fehlen.“

Herr Neugebauer erwiderte: „Mir hat die Arbeit im Caritasrat viel Spaß gemacht. Ich habe dabei auch sehr viel gelernt. Ohne meine Mitarbeit im Caritasrat hätte ich nicht erahnt, wie breit und ausdifferenziert das Tätigkeitsfeld der Caritas im Landkreis Haßberge ist. Ich habe meine Arbeit hier als sehr sinnstiftend erlebt“.

 

Dass man im Altenservicezentrum Hofheim gerne feiert, zeigte sich in den letzten Tagen mehrfach. Gleich zwei Mal wurde dort der Maibaum aufgestellt: erst tanzte St. Martin in den Mai, zwei Tage später dann die Hausgemeinschaften St. Anna - jeweils mit festlicher Stimmung und Maibaum. Das Spektakel begann ganz traditionell mit einem Umzug, an dessen Spitze der Leiterwagen mit einem festlich geschmückten Birkenbaum fuhr. Ausgelassene Senior*innen folgten den Fähnchen in rot/weiß mit fröhlichen Gesichtern und Gesang, musikalisch begleitet durch das Duo Strätz mit Akkordeon und Gitarre.

Der Festzug führte einmal um die Gebäude der Altenhilfe-Einrichtung und endete im Garten, wo durch Sitzgelegenheiten, Bier und Brotzeit ein Festzelt-Ambiente herrschte. Mitgespielt hat zum Glück auch das Wetter, das mit viel Sonnenlicht und Wärme einen freundlichen Rahmen schuf – eben passend für ein Frühlingsfest.

Diakonie & Caritas – Hand in Hand
Bei herrlicher Stimmung wurden gleich noch die sechs neuen Holzbänke eingeweiht, die im Diakonischen Werk Bamberg-Forchheim e.V., beziehungsweise dem dazugehörigen Tageszentrum in Allertshausen entstanden sind. Die Einrichtung verhilft Menschen mit einer psychischen Erkrankung zu einer strukturierten und sinnvollen Gestaltung des Alltags und fertigt beispielsweise in den Holzwerkstätten solche Bänke, unter Anleitung von Herrn Weigand. „Wir wollten dieses Projekt unbedingt unterstützen und freuen uns sehr über die schönen neuen Sitzgelegenheiten für den Garten von St. Martin und St. Anna. Und bei unseren zahlreichen Festen und Feiern machen sich die schönen Bänke immer wieder bezahlt“, erklärt Melanie Schröder, Einrichtungsleiterin des Hofheimer Altenservicezentrums.

Nächtliche Erkundungstour durch die Hofheimer Lande
Wenige Tage später sammelten sich die Bewohner*innen und Betreuer*innen des Altenservicezentrums erneut im Garten, dieses Mal zu einer geselligen Nachtwanderung. In ausgelassener Stimmung ging es durch die Hofheimer Nacht. Highlight waren wortwörtlich die strahlenden LED-Lichter, die im Dunkeln besonders gut zur Geltung kamen und alle sicher nach Hause leiteten.

Einrichtungsleiterin Melanie Schröder betont: „Unsere Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen – und ich - freuen uns immer über die Möglichkeit unterhaltsame Freizeitaktivitäten zu gestalten und zu erleben. Für mich persönlich sind solche Anlässe das Highlight in meiner Position als Einrichtungsleitung. Ich gebe gerne meine gute Laune und meine Motivation weiter und die spürt man dann auch bei den Bewohner*innen. Die erzählen noch Tage später von solchen Aktionen und Events.“

Das Lebensende und das Sterben machen uns als Mitmenschen oft hilflos, wir möchten am liebsten mit diesem Thema nicht konfrontiert werden. Es ist einfach schmerzlich, wenn es Angehörigen, Freunden, Nachbarn so schlecht geht, dass der Tod absehbar ist und man sich dann in dieser emotionalen Ausnahmelage damit befassen muss. Obwohl die meisten Menschen sich wünschen zuhause zu sterben, stirbt der größte Teil der Bevölkerung in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Mehr Wissen und Sicherheit im Umgang mit Sterben kann dazu beitragen, dass mehr Menschen gut begleitet und auch, wie sie und oft auch Angehörige es sich wünschen, zuhause sterben können. „Letzte Hilfe“- Kurse vermitteln leicht verständlich und umfangreich das „Kleine 1x1 der Sterbebegleitung“ für Laien- das Umsorgen von schwerkranken und sterbenden Menschen am Lebensende. An zwei aufeinander aufbauenden Abenden wird Grundwissen (Sterben als Teil des Lebens, Linderung von Beschwerden, Symptome des Sterbenden, Vorsorge, Abschied) an die Hand geben und ermutigt, sich Sterbenden zuzuwenden. Die Kurse richten sich an alle Menschen, die sich erstmalig über Themen rund um das Sterben, Tod und Palliativversorgung informieren wollen.

Der Kurs vermittelt an zwei Abenden das „kleine 1x1 der Sterbebegleitung“. Die Moderation erfolgt von geschulten Kursleiterinnen der Caritas Haßberge und dem Malteser Hospizdienst Haßberge.

Termine:
Do., 12.05.22, 18:30 - 20:00 Uhr
Do., 19.05.22, 18:30 - 20:00 Uhr

Veranstaltungsort:        
Bestattungsinstitut Schorr, Brühlweg 14, Zeil

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird bei der VHS Haßberge gebeten: 09524-850686

„Vielen Dank für die Blumen! Vielen Dank wie lieb von…“ der Ideen-Gärtnerei Roth, die dem Caritas-Seniorenheim Sankt Bruno eine großzügige Spende an Stiefmütterchen hat zukommen lassen. Ein breites Lächeln war in den Gesichtern der Bewohner*innen zu sehen, als sie sich zusammen mit den Betreuungskräften im sonnigen Innenhof versammelten, um die Blumen in die Hochbeete zu pflanzen. Auch die aus der Ukraine stammende Maryna Pohorevola, die aktuell vorübergehend mit ihrem gehbehinderten Sohn in Sankt Bruno untergebracht ist, war bei der Pflanzaktion als tatkräftige Unterstützung dabei. Bei der gemeinsamen Gartenarbeit spielte die Sprachbarriere keine Rolle. Dank Kommunikation mit Händen und Füßen klappte die Zusammenarbeit ohne Probleme und jeder konnte seinen grünen Daumen einbringen.

Betreuungskraft Elke Heusinger findet: „Pflanzaktionen im Frühling wie diese sind immer eine willkommene Abwechslung für unsere Bewohner*innen – und auch für uns Mitarbeiter*innen! Dank unserer Hochbeete kann fast jeder mit anpacken. Man merkt richtig, dass die Bewohner*innen Spaß bei der Arbeit haben und dabei werden sie auch noch körperlich und geistig aktiviert.“

Am 17.05. und 24.05., findet ab 18 Uhr im Caritashaus Julius Echter in Haßfurt, Obere Vorstadt 19, je eine Informationsveranstaltung rund um das Thema „Ausbildung zum/r Pflegefachmann/-frau bei der Caritas“ statt.

Auf der Suche nach einem Aus-/Weiterbildungsberuf hat man viele Fragen: Wie hoch ist der Verdienst? Wie sind die Arbeitszeiten? Wie läuft die Ausbildung ab? Diese und weitere Fragen beantworten wir in der Infoveranstaltung. Angelika Schmidt, Fachbereichsleitung Altenhilfe beim Caritasverband für den Landkreis Haßberge e. V., berichtet außerdem vom Berufsalltag in den Pflegeeinrichtungen der Caritas in den Haßbergen.

Außerdem: Wer sich für eine Ausbildung bei der Caritas oder einer ihrer Einrichtungen entscheidet, kommt zu einem großen und vielfältigen Unternehmen. In der Infoveranstaltung stellen wir uns als Caritas und unsere Dienste und Einrichtungen vor.

Anmeldung ist erbeten unter der Telefon-Nr. 09521/691-0 oder an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Veranstaltung richtet sich an Schülerinnen und Schüler aber auch an Interessierte/Quereinsteiger*innen, die mehr über den beruflichen Einstieg in die Pflege wissen möchten.
www.ausbildung.caritas-hassberge.de

Caritas-Altenservicezentrum St. Martin und die Hausgemeinschaften St. Anna erhalten zahlreiche Briefe und Postkarten

„Ach ist das aber toll“, „…von so weit her“, „Sogar von der Küste oben denken die an uns…“ Die Bewohner*innen des Hofheimer Altenservicezentrums freuen sich über rund 50 liebevoll gestaltete Ostergrüße, die von unbekannten Privatpersonen über die Aktion „Post mit Herz“ versendet wurden.

Berlin, Norddeich, Köln, München, Ruhrpott: Aus dem ganzen Land erhielten die Bewohner*innen des Hofheimer Altenservicezentrums Post mit netten Worten, lieben Grüßen und Segenswünschen. Die Botschaft der bundesweiten Aktion ist klar: „Wir von Post mit Herz kämpfen gegen die Einsamkeit. Wir engagieren uns dafür, dass sich einsame Menschen nicht vergessen fühlen. Wir wollen Kontakt herstellen, den Betroffenen Freude schenken und Mut machen“, heißt es auf der dazugehörigen Website.

Einrichtungsleiterin Melanie Schröder hatte die Caritas-Einrichtungen St. Martin und St. Anna bei der Briefaktion angemeldet und ist begeistert, dass nach der Weihnachtsaktion im letzten Jahr nun auch zu Ostern zahlreiche liebevoll dekorierten Karten und Briefen eintreffen: „Die Reaktionen von den Bewohnern sind einfach rührend. Sie freuen sich so sehr und die Briefe zaubern ihnen ein breites Lächeln ins Gesicht, das ist einfach schön zu sehen!“

 

Die Zahl der aus der Ukraine ankommenden Flüchtlinge steigt auch in den Haßbergen. Seit einigen Wochen kommen ukrainische Geflüchtete auf der Suche nach einer sicheren Bleibe zu uns, vor allem Frauen und Kinder und auch Menschen mit Behinderung. Die Geflüchteten in den Stadt- und Gemeindegebieten unterzubringen ist eine große Herausforderung, bei der auch der Caritasverband Haßberge unterstützt.

Umdisponiert: Errichtung einer Notunterkunft statt Immobilienverkauf
„Wir sind aktuell dabei, sehr kurzfristig ein in unserem Besitz befindliches Gebäude in Haßfurt zu ertüchtigen, um Geflüchtete aufzunehmen. Dort stehen dann neun Zimmer mit Bädern und Gemeinschaftsräumen zur Aufnahme zur Verfügung. Ursprünglich sollte die Immobilie verkauft werden, um ein anderes soziales Projekt damit quer zu finanzieren“, berichtet Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge.

Neben kleineren und größeren Reparatur- und Renovierungsmaßnahmen, die in diesen Tagen stattfinden, muss das Gebäude nun komplett möbliert und mit allen notwendigen Alltagsgegenständen ausgestattet werden.

Hand in Hand – einrichtungsübergreifend
Die über die offizielle Zuteilung ankommenden Geflüchteten werden in den Notunterkünften in den Gemeinden des Landkreises untergebracht, die inzwischen aufgebaut wurden. Von dort sollen die Menschen schnell dezentral in Wohnungen verteilt werden. „Eine besondere Herausforderung ist dabei die Unterbringung von Menschen mit Behinderung. Passenden barrierefreien Wohnraum und gar Pflegeunterstützung zu finden, ist höchst problematisch – das war es auch schon vor dem Krieg in der Ukraine“, schildert Anke Schäflein.

Seit Anfang April wohnt beispielsweise ein ukrainischer Rollstuhlfahrer mit Pflegebedarf zusammen mit seiner Mutter im Caritas-Seniorenheim Sankt Bruno. Vorübergehend. Die stationäre Einrichtung ist durch Corona-bedingte Personalausfälle und den generellen Pflegenotstand seit Wochen stark gebeutelt. Daher müssen die Kolleg*innen aus der ambulanten Pflege von der Caritas-Sozialstation Haßberge einspringen und die Pflege übernehmen. Anke Schäflein erklärt dazu: „Einerseits haben wir hier im Verband eben den Vorteil, uns einrichtungsübergreifend zu unterstützen. Andererseits sind wir kollektiv am Limit. Unsere Ressourcen sind durch die lange Zeit der hohen Arbeitsbelastung mit und durch Corona eigentlich ausgereizt.“ Unterstützt, koordiniert und übersetzt wird in dieser Situation von zwei neuen Kolleginnen in der Flüchtlings-und Integrationsberatung, die ad-hoc neu eingestellt wurden.

Drei neue Teilzeitstellen schaffen Ressourcen für die Unterstützung der neu Ankommenden
Svetlana Dragomerecki und Antonina Bedenk sind die neuen Kolleginnen in der Caritas-Flüchtlings- und Integrationsberatung (FIB). Die beiden sind über Projektmittel der „Aktion Mensch“ mitgefördert und kümmern sich um geflüchtete Menschen mit Behinderung, Kinder Jugendliche und deren Begleitpersonen.

Thomas Jakob ist zuständig für den Allgemeinen Sozialen Beratungsdienst und erklärt die aktuelle Aufgabenverteilung im Teilbereich der Flüchtlingshilfe: „Beide sind erst seit einer Woche bei uns und sind schon eifrig unterwegs. Sie unterstützen das Team der Fachberater um Thomas Heidenreich, Jana Balling, Pia Martin und Ronja Hörlin. Ebenfalls neu im Team ist Parisa Herawi. Auch ihre Stelle wurde kurzfristig neu geschaffen und wird mit Eigenmitteln finanziert. Frau Herawi kümmert sich auch um die Geflüchteten anderer Nationen – z.B. aus Afghanistan. Die Lage dort ist seit einigen Monaten sehr kritisch. Die Geflüchteten anderer Herkunftsländer dürfen durch die Lage in der Ukraine nicht gänzlich aus dem Blick geraten, weil dort eben verfahrensrechtliche Maßgaben und Fristen weiterhin beachtet werden müssen.“

Abschließend appelliert die Geschäftsführerin: „Unser Finanzbedarf im Zusammenhang mit der Kriegslage ist groß. Vor allem im Bereich der Personalressourcen müssen wir aufbauen, weil die Ankommenden ja zumindest im Ansatz Begleitung finden müssen. Dafür sehen wir einige Geldmittel vor und sind daher für Spenden dankbar!“ Dass nun aus dem Diözesan-Caritasverband 2.000 Euro an zweckgebundenen Spenden weitergereicht wurden, sei ein schönes Signal, so Schäflein.

Mit bunten Eiern, selbst gebastelten Osterpräsenten, Gedichten und lieben Grüßen überraschte Lehrerin Juliane Klopf mit ihren Schüler*innen das Altenservicezentrum St. Martin in Hofheim. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden mit Briefen und Basteleien bedacht, die von Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5-8 im Rahmen des Religionsunterrichts erstellt wurden. Renate Rösch, Gerontopsychiatrische Fachkraft, nahm die Geschenke dankend entgegen: “Die Besuche der Kinder und Jugendlichen aus Kindergärten und Schulen fehlen den Senior*innen hier nach wie vor schon sehr. Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir ihnen diese schönen, von den Kindern selbstgebastelten Ostergrüße übergeben und ihnen damit eine Freude machen können.“

Am 19.05.2022 startet erneut das Gruppenangebot „Impulse für die Zeit nach Trennung oder Scheidung“. Es ist gedacht für Eltern mit Kindern, die sich Unterstützung wünschen, die Trennung zu bewältigen und neue Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Angeboten wird der Kurs von der Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen in Kooperation mit der Caritas-Beratungsstelle für Familien -Kinder, Jugendliche und Eltern.

Die 6 Abende finden immer donnerstags am 19.05, 02./23./30.06 sowie am 7./14.07.2022, jeweils von 17:30-19:30 Uhr, in der Oberen Vorstadt 19 in Haßfurt statt.

In den ersten vier Terminen (gestaltet von den beiden Diplom-Pädagoginnen Christiane Wagner-Schmid und Religionspädagogin Sylvia Amthor) sollen gemeinsam Wege gefunden werden, mit dem Abschiedsschmerz der alten Beziehung leben zu lernen und mögliche Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Die letzten beiden Abende (geleitet von Psychologin Adina Krause und Pädagogin Lisa Sünkel) sollen die neue familiäre Situation im Erleben der Kinder und die Elternkommunikation in den Mittelpunkt stellen; denn “Eltern bleiben Eltern“! Neben begleitenden Gesprächen und unterstützenden Impulsen helfen verschiedene Wahrnehmungsübungen zur Stabilisation, Entspannung und Entdeckung eigener Stärken.

 

Weitere Information:
Beratungsstelle für Ehe-, Familien- u. Lebensfragen
Haus Sankt Bruno, Promenade 37, 97437 Haßfurt
Tel. 09521/64600; E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Oder:

Caritas-Beratungsstelle für Familien -Kinder, Jugendliche und Eltern-
Obere Vorstadt 19, 97437 Haßfurt,
Tel.: 09521/691-0; E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.caritas-hassberge.de

Was für ein schöner Tag für Eugen Reuther! Der rüstige Senior konnte kürzlich in der Hofheimer Tagespflege St. Martin seinen Geburtstag feiern - den einhundertsten! Die Sonne ließ sich, typisch April, zwar nicht blicken, dafür strahlte der Jubilar umso mehr. Das lag sicher auch an der Schokosahnetorte und den Erdbeerschnitten, die zu diesem besonderen Anlass aufgetischt wurden: „Süßes und Torten mag Herr Reuther besonders gerne. Natürlich gibt es davon zu seinem Geburtstag eine extra große Portion für ihn“, berichtet Betreuungskraft Sonja Behr. Seit einem Jahr kommt der Jubilar dreimal wöchentlich in die Einrichtung, gemeinsam mit seinem Bruder Herbert. Der dreistellige Geburtstag wird gleich doppelt gefeiert: erst mit der Tagespflege-Gruppe und am nächsten Tag mit der gesamten Familie.

Innovatives Präventionsprojekt des Landesbund für Vogelschutz startet im Caritas-Seniorenheim Sankt Bruno

Angelehnt an eines der wohl bekanntesten Frühlings- und Kinderlieder „Alle Vögel sind schon da“ wurde ein Präventionsprojekt des Landesbund für Vogelschutz (LBV) für Senior*innen in vollstationären Pflegeeinrichtungen in Bayern etabliert. Kürzlich startete das Projekt im Haßfurter Caritas-Seniorenheim Sankt Bruno mit einer Veranstaltung für die Bewohner*innen, bei der nach einem kurzweiligen Vortrag die Futterstation im Innenhof aufgestellt wurde. Damit ist Sankt Bruno eine von über 130 Einrichtungen, die vom LBV eine Vogelfutterstationen samt Einführungsvortrag sowie Informations- und Beschäftigungsmaterial für die Vogelbeobachtung erhielt. Finanziell ermöglicht wird das Projekt durch die Förderung von Pflegekassen (derzeit die AOK Bayern, die Knappschaft und die SVLFG) und der LBV-Stiftung Bayerisches-Naturerbe.

Zum Projektstart stellte Judith Fürst vom LBV den Bewohner*innen sowie dem Betreuungs-Team des Seniorenheims die häufigsten gefiederten Gäste an der Futterstation vor und gab Praxis-Tipps zur Fütterung. Die gerontopsychiatrische Fachkraft und künftige Vogelbeauftragte Reinhilde Schüll freute sich besonders über die zahlreichen Materialien rund um das Thema heimische Vogelwelt: „Da ist viel dabei, was wir für unser tägliches Betreuungsangebot nutzen können: Lieder, Gedichte und Vorlesegeschichten, sowie seniorengerechte Bastel- und Spielideen. Und auch die pfeifenden Plüsch-Vögel, kommen bei unseren Bewohner*innen sehr gut an.“

Das gesamte Angebot soll den Bewohner*innen ermöglichen ihren Alltag durch die Beobachtung, Bestimmung und Fütterung der Vögel zu bereichern und dabei geistige und körperliche Aktivität zu steigern. In Besonderem Maße sollen vor allem Bewohner*innen profitieren, die aufgrund eingeschränkter Mobilität oder demenzieller Erkrankung nur wenig in direkten Kontakt mit der umgebenden Natur treten können.

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