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Aktuell sind 28 Bewohnerinnen und Bewohner positiv zum neuen Coronavirus getestet.

Leider sind zwischen dem 06.01. und dem 08.01. drei Bewohnerinnen bzw. Bewohner an oder mit Corona verstorben.

Unter den Mitarbeitenden sind 19 positiv getestet.

Die Lage ist bei allen im Haus wechselhaft. Mal geht es uns besser, mal richtig schlecht. Bitter bleibt es weiterhin.

Von einer Verlängerung der Quarantäne über den 09.01.2021 hinaus ist sicher auszugehen.

Morgen, am 09.01., werden die ersten Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitenden geimpft. Dies ist ein Aspekt, der uns trotz der angespannten Lage etwas optimistisch stimmt.

Sie haben Freude am Kontakt mit Menschen und möchten an einer würdevollen Versorgung, Pflege und Betreuung von Seniorinnen und Senioren mitwirken?

Dann sind Sie bei uns genau richtig!

Unser Haus Sankt Bruno – Caritas und Kirche unter einem Dach beherbergt neben einer vollstationären Pflegeeinrichtung weitere soziale und kirchliche Dienste. Für unser Caritas Seniorenheim Sankt Bruno suchen zum nächstmöglichen Termin, gerne ab sofort, in Teilzeit oder Vollzeit, unbefristet:

Pflegehilfskräfte (m/w/d)

Pflegefachkräfte (m/w/d)

 

Wir freuen uns auf Ihre (Online-)Bewerbung!

Aktuell sind 29 von 67 Bewohnerinnen und Bewohnern nach dem letzten PCR-Test vom 02.01.2021 positiv.

Die Symptomlage bei den Betroffenen ist weiterhin momentan gering bis asymptomatisch.

Unter den Mitarbeitenden sind aktuell insgesamt neun positiv.

Den Jahreswechsel schließen wir in der stationären Altenpflege mit sehr wechselhaften Gefühlen.

Einerseits sind wir traurig und niedergeschlagen, weil uns das Corona-Virus nun doch noch in unserem Haus Sankt Bruno, Haßfurt, getroffen hat.

Andererseits sind wir in Hochstimmung, weil die Impfungen in unseren Caritas Hausgemeinschaften St. Anna, Hofheim, schon am 27.12. begonnen haben. Inzwischen sollten dort etwa 45 Personen (Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende) geimpft sein – übrigens alle ohne erkennbare Nebenwirkungen

Für unser Caritas Altenservicezentrum St. Martin, ebenfalls Hofheim, steht der erste große Impftermin am Samstag, 02.01.2021. an. Darauf freuen wir uns zu Jahresbeginn sehr.

Was uns aber zwischen diesen Gefühlspolen verängstigt, sind die großen Besucherzahlen in unseren Altenpflege-Einrichtungen.

Von unseren Mitarbeitenden aus allen vier Häusern möchte ich mitteilen, dass sehr viele es nicht verstehen, warum nicht mit dem Lockdown auch eine stärkere Kontaktbeschränkung in der stationären Altenpflege verfügt wurde. Einige unserer Mitarbeitenden sind – offen gesagt - auch richtig gehend wütend. Sie haben sich persönlich über so lange Zeit so stark diszipliniert, um das Risiko, das Virus ins Haus zu bringen, zu reduzieren. Gleichzeitig mussten sie mit ansehen, wie regelrechte Besucher- und Abholströme sich ungemindert fortsetzten und fortsetzen – trotz extrem hoher Inzidenz.

Anders, als oft berichtet, stellen wir fest – und das mit Zahlen hinterlegt -, dass Besuche in der Altenpflege nicht abgenommen haben. Nachdem wir jeden Besuchskontakt dokumentieren, können wir dies auch zahlenmäßig belegen. Mit der Einführung der PoC-Antigentests haben die Besuche in der Pflege sogar noch zugenommen. Das ist überaus bedenklich, weil ein Antigentest ja nur die stark Infektiösen anzeigt und oft eben falsch negativ ist.

Wenn ich mir diese Besucherströme gerade jetzt, in der letzten Zeit, in allen unseren Häusern vor Augen führe, kann ich das Unverständnis und – ja – die Wut und Enttäuschung unsere Mitarbeitenden in der Pflege sehr gut nachvollziehen.

Wir testen zwar jeden einzelnen Besucher und auch andere Externe, aber das sind eben nur Antigentests. Und: Zu dem, was von den Schutzmaßnahmen mitunter noch übrig bleibt, wenn wir den Blick abwenden, können wir leider Bücher schreiben. Viele Besucher verhalten sich Risiko bewusst und vernünftig; nicht Wenige aber leider eben nicht.

Ich bitte daher alle Angehörigen von pflegebedürftigen Menschen eindringlich darum, gerade jetzt  - so kurz vor einem Impfschutz - jeden einzelnen physischen Besuch in einer Pflegeeinrichtung und bei einem pflegebedürftigen Hochaltrigen genauestens zu hinterfragen.

Sterbende Bewohner sind hiervon selbstverständlich ausgenommen in unseren Häusern; wir haben es bisher immer hingekriegt, dass ein Besuch bei einem absehbar sterbenden Bewohner möglich ist.

Es geht jetzt um etwa vier Wochen, vielleicht fünf oder sechs – ja nach Verfügbarkeit des Impfstoffes. In diesen wenigen Wochen werden wir mit der Impfung viel Schutz schaffen können. Aus unserer Sicht wären stärkere Reglementierungen mit Blick auf die hohen Inzidenzraten, die hohen Sterberaten von Hochaltrigen und vor allem mit Blick auf den baldigen Impfschutz derer, die ihn wünschen, dringend angezeigt und auf jeden Fall auch verhältnismäßig. Zum Schutz aller – v.a. der Bewohner –, aber eben auch aus Respekt vor den Pflegekräften, die sich seit Monaten gegen das Virus stemmen und ihre eigene Gesundheit und die ihrer Familien riskieren.

Ich bitte alle Verantwortlichen aus der Landespolitik inständig, rasch tätig zu werden – es stehen in den nächsten Tagen neue Entscheidungen dazu an. Schon jetzt häufen sich die vermehrten Positivmeldungen aus den Lockerungen rund um Heiligabend und Weihnachten.

Solange es aber keine stärkeren Begrenzungen zum Besuch in stationären Altenpflegeeinrichtungen gibt, appelliere ich an alle Angehörigen, physische Besuche gerade in diesen nächsten Wochen sehr stark einzuschränken.

Im Moment fühlt sich die Pflege sehr im Stich gelassen. Ich habe Angst vor den Konsequenzen, die einige spätestens nach der Pandemie treffen werden. Viele gehen jetzt noch nicht: der Kapitän verlässt bekanntlich nicht das sinkende Schiff. Viele haben aber konkrete Schritte zum Ausstieg danach schon geplant. Das liegt nicht an der Pandemie, das liegt an den Rahmenbedingungen, die sie verarbeiten müssen und die sich in den letzten Tagen und Wochen nochmals deutlich verschlechtert haben.

Mit meinen Wünschen für 2021 möchte ich schließen. Es sind drei - wie im Fall der guten Fee:

  • Ich wünsche uns Mut bei den politischen Verantwortungsträgern, weiterhin und verstärkte Schutzmaßnahmen – vor allem auch für die Hochaltrigen in Dauerpflege – einzuziehen.
  • Ich wünsche uns die zügige Fortsetzung der Impfungen in den Pflegeheimen und eine hohe Impfbereitschaft unter Bewohnern und Mitarbeitenden.
  • Ich wünsche mir Zurückhaltung bei den Besuchen in stationären Altenpflege in den nächsten Wochen  - vor allem in St. Martin und St. Anna, Hofheim!

Anke Schäflein, Geschäftsführerin
Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V.

Gestern Abend erreichte uns die Ergebnismeldung der letzten PCR-Testung – die dritte seit dem 21.12. -  unserer Bewohnerinnen und Bewohner in Sankt Bruno vom 29.12.2020: 24 von 69 Bewohnern sind positiv auf das Virus SARS-CoV-2.

Bislang sind die meisten Betroffenen – weiterhin mit Ausnahme einer Bewohnerin - gänzlich ohne Symptome; einige Wenige zeigen milde Erkältungsanzeichen, wie z.B. leichten Schnupfen oder mal leicht erhöhte Temperatur. Die besagte eine Bewohnerin befindet sich weiter im Krankenhaus.

Die Angehörigen der neu positive getesteten pflegebedürftigen Senioren wurden gestern Abend noch informiert. Die Personen, die keine Meldung erhalten haben, haben keine betroffenen pflegebedürftigen Angehörigen.

Am Samstag, den 02.01.2021, sind die nächsten PCR-Reihentestungen unter den Bewohnern terminiert. Das Gesundheitsamt unterstützt uns damit weiter vor Ort.

Bis zum 08.01.2021 ist unser Haus nun unter Quarantäne gestellt. Damit ist auch klar, dass mindestens bis dahin ein striktes Besuchs- bzw. Abholverbot und jetzt auch Ausgehverbot besteht. Ein Besuch bei sterbenden Bewohnern – ob mit oder ohne Corona-Infektion – wollen wir aber in jedem Fall umsetzen. Dies in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt.

Unter den Mitarbeitenden stehen wir aktuell bei einer Zahl von zehn Betroffenen. Allerdings sind uns noch nicht alle Ergebnisse aus dem Testzentrum Wonfurt, wo sich die Mitarbeitenden testen lassen müssen, bekannt. Unter den Mitarbeitenden liegen uns bislang keinerlei Symptommeldungen vor – mit Ausnahme einer jungen Verwaltungskraft, die aber als Kontaktperson schon länger in Quarantäne ist und klassische Erkältungssymptome dann in der Isolation entwickelt hat.

So müssen wir feststellen, dass seit der ersten positiven Testung einer Bewohnerin am 21.12.20 innerhalb von nur acht Tagen 23 Bewohner betroffen sind und 10 Mitarbeitende – trotz aller Schutzmaßnahmen.

Diese Lage in Sankt Bruno ist insbesondere deshalb so schwer auszuhalten, weil wir so kurz vor den Impfungen standen. Wir waren für den 29.12.2020 für die Impfung vorgeplant und so viele der Bewohnerinnen und Bewohner von Sankt Bruno wollten das Impfangebot wahrnehmen!
Corona in einer stationären Altenpflege-Einrichtung ist immer einfach schlimm. So knapp vor dem rettenden Ufer aber ist es besonders bitter, dies nach mehr als neun Monaten Kampf und Zittern doch noch erleben zu müssen.

Angesichts dieser Lage fällt es uns schwer, zuversichtlich ins Neue Jahr zu blicken. Das Jahr 2020 ruht schwer wie mindestens zehn auf unseren Schultern.

Wir danken allen für jedes Gebet, jeden guten Gedanken und jedes gute Wort in unsere Richtung, die uns schon zahlreich erreichten.

Nachdem bei den letzten Tests mehrere positive Fälle bei Bewohnern und Mitarbeitern aufgetreten sind, wurde nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Haßberge ab sofort ein Besuchs- und Abholstopp ausgesprochen. Dies betrifft vorerst alle geplanten Termine ab Freitag, 25.12. 13 Uhr, vorerst bis zum Ergebnis der nächsten Testung. Diese findet voraussichtlich am 28.12.2020 statt, mit Ergebnissen ist bis Jahresende zu rechnen. Die Entscheidung ist zum Schutz der Bewohner unabdingbar.

Melanie Schröder (Altenservicezentrum in Hofheim) und ihre Kolleginnen und Kollegen in der Altenhilfe sind stark gefordert. Teilweise müssen sie sich sogar vorwerfen lassen, sie würden das Coronavirus in die Heime einschleppen. Was sie dazu sagt, können Sie im Interview hören:

https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/beste/infizierte-pflegeheime100.html

Die Kunst- und Werkschule der Jacob Curio Realschule Hofheim bastelte coronabedingt diesmal für statt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hofheimer Altenservicezentrum

Geplant war, dass Schülerinnen und Schüler der Jacob Curio Realschule regelmäßig und gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hofheimer Altenservicezentrums basteln. Auch dieses geplante Projekt, wurde – wie so viele – durch die Folgen der Corona-Pandemie zunächst auf Eis gelegt.

Doch die Schülerinnen der Kunst- und Werkschule waren sich einig: „Genau jetzt müssen wir unsere ältere Generation unterstützen und in Gedanken bei ihnen sein. Geht es doch um Menschen, die durch das Coronavirus besonders gefährdet und zudem durch die Besuchseinschränkungen zusätzlich betroffen sind.“

Doch auch wenn die Realschülerinnen nicht wie gewohnt vor Ort ihre Werk-Besuchstage durchführen konnten, waren sie fleißig und haben gebastelt. So kamen allerhand liebevolle Weihnachtsgrüße und Geschenke zustande, die Renate Rösch, Gerontopsychiatrische Fachkraft, dankend entgegennahm: „Herzlichen Dank, auch im Namen der Bewohner, die sich sehr über die selbstgemachten Mobile, Sterne, Karten und Weihnachtsteelichter gefreut haben. Sobald es wieder möglich ist, wollen alle die gemeinsamen Bastelnachmittage wieder aufnehmen.“

Der Wunsch der Schülerinnen, ein Stück beizutragen um den Heimbewohnern eine schöne und angenehme, besinnliche Weihnachtzeit zu bescheren, ist in Erfüllung gegangen.

Einrichtungsleiterin Melanie Schröder bedankt sich bei allen, die in diesen schwierigen Tagen an das Personal und die Bewohner in der Einrichtung denken und Präsente vorbeibringen: „ Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen an uns denken, uns beschenken und uns immer wieder Mut zusprechen. Kürzlich haben wir z.B. zwei Kisten voller gebastelter Geschenke der Mittelschule Hofheim entgegen genommen. Herzlichen Dank dafür!“

Keine Verlängerung der Gültigkeit der Negativ-Testergebnisse über die Weihnachtsfeiertage in unseren Altenhilfe-Einrichtungen!

Wie Sie wissen, ist ein Betreten unserer Altenhilfe-Einrichtung für den Besuch, nur 1x pro Tag/Bewohner, mit FFP2-Maske sowie mit einem gültigen, nachweisbaren Negativ-Ergebnis eines Test für das Coronavirus SARS-CoV-2 möglich.

Die Gültigkeit der Testergebnisse haben eine Dauer von 48 h (POC-Antigen-Schnelltest) bzw. 3 Tage (PCR-Tests). Da die Ergebnis-Bekanntgabe der PCR-Tests teilweise auch länger als die geforderte Gültigkeit dauern kann, haben wir uns dazu entschieden, eine Testmöglichkeit via POC-Antigen-Schnelltest bei uns vor Ort anzubieten. Die Test-Termine wurden den Angehörigen bereits mitgeteilt. Dies ist ein freiwilliger Service für die Angehörigen unserer Bewohnerinnen und Bewohner und als vorübergehend zu betrachten.

Diese Entscheidung haben wir zum Wohle unserer Bewohnerinnen und Bewohner gefällt. Denn wir wissen um den Balanceakt zwischen Schutz und Bedürfnis nach Nähe.

In der Elfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung(11. BayIfSMV) steht, dass vom 25. bis 27. Dezember 2020 darf die dem Testergebnis zu Grunde liegende Testung mittels eines POC-Antigen-Schnelltests höchstens 72 Stunden und mittels eines PCR-Tests höchstens vier Tage vor dem Besuch vorgenommen worden sein.

Nach Abwägung der Schutzinteressen unserer Bewohner*innen und Mitarbeitenden teilen wir mit, dass wir die Verlängerung der Testgültigkeit von negativen SARS-CoV2-Tests in unseren Häusern Sankt Bruno, Haßfurt, St. Martin, Hofheim, St. Anna, Hofheim und auch bezogen auf unsere Mieterinnen und Mieter in der abWG St. Martha nicht umsetzen werden.

 

Denn: das Virus ist über die Weihnachtsfeiertage nicht weniger gefährlich als davor oder danach. Und: wir bieten auch am 1. Weihnachtsfeiertag den Besuchern unserer Bewohner*innen ein Zeitfenster zur Durchführung eines Antigentests an.

Im Mai 2020 hat der der Landkreis Haßberge mit seinen 26 Städten, Märkten und Gemeinden zusammen mit dem Caritas-Kreisverband die Aktion „Corona Solifonds Haßberge“ ins Leben gerufen und um Spenden geworben. Insgesamt kamen dabei 6.339,31 Euro zusammen, durch Spenden von Privatleuten, Vereinen, Firmen und Mitteln aus der Caritas-Stiftung. Dazu kamen auch 30 000 Euro, aus der Corona-Soforthilfe der „Aktion Mensch“.

Von dem Geld wurden Wertgutscheine für Lebensmittel erworben, die dann bei teilnehmenden Unternehmen aus der Region eingelöst werden konnten. Insgesamt hat der Caritasverband über 600 Gutscheine an Haßberge-Card-Inhaber verteilt. Davon hatten rund 20 % die Haßberg-Card neu beantragt, nachdem sie von dem Projekt aus der Presse oder durch Mundpropaganda erfahren haben. „Durch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Zuge der Corona-Pandemie werden bestimmte. Personengruppen besonders wirtschaftlich belastet. Deshalb ist es gut, dass die Aktion des Corona Solifonds Haßberge nochmals viele Menschen auf den Sozialpass des Landkreises Haßberge aufmerksam gemacht hat und wir so zahlreiche Neuanmeldungen verzeichnen konnten. Schließlich bietet die Haßberg-Card vielen Vergünstigungen im Landkreis und gilt als Berechtigungskarte für die Tafel“, so Doris Meironke vom Caritasverband.

„Das Projekt wurde sehr gut angenommen. Wir haben zahlreiche positive Rückmeldung von den Begünstigten erhalten. Eine Dame hat sich persönlich bei uns bedankt und berichtet, dass sie von dem Gutschein u.a. Lebkuchen und Plätzchen für die Vorweihnachtszeit gekauft hat- dies konnte sie sich letztes Jahr nicht leisten. Ein Ehepaar erzählte uns, dass sie eingekauft und sich dann zuhause an den Tisch gesetzt haben, um all die guten Sachen zu probieren, die schon lange nicht mehr in ihrem Kühlschrank waren: der würzige Käse oder die feine Wurst, die Oliven im Glas oder die gute Nussschokolade“, resümiert Sabine Rückert-Seidel, die in den vergangenen sechs Monaten für die Abwicklung der Gutschein-Aktion zuständig war.

Ein großes Dankeschön richtet sie auch an die teilnehmenden Händler aus dem gesamten Haßberg-Kreis, bei denen Gutscheine eingelöst werden konnten: „Die Zusammenarbeit mit den Unternehmen lief sehr gut, der überwiegende Anteil der Gutscheine wurde in den großen Lebensmittelmärkten eingelöst. Dort wurden verschiedenste Lebensmittel eingekauft: von der Zuckerpackung bis zu den Kartoffeln, von Nudeln bis zu Butterkeksen, vom Kaffee bis zur Paradiescreme.“

Aus dem Spendentopf wurden auch 5000 Euro an die Tafeln in Haßfurt und Eltmann in Form von Lebensmitteln gespendet. Hier ging es vor allem darum, Waren zur Verfügung zu stellen, die in den Tafelläden täglich ausgegeben werden - beispielsweise 500 Päckchen Zucker.

Auch wenn die Pandemie nicht vorbei ist, war es für die Menschen eine wertvolle Hilfe und Freude, ihre Wertgutscheine einzulösen. Die Geschäftsführerin des Caritasverbandes, Anke Schäflein, bemerkt dazu zum guten Schluss des zeitlich befristeten Projektes: „Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, die sich an unserer landkreisweiten gemeinsamen Aktion beteiligt haben. Für uns war dieses Projekt übrigens ein erneuter Beweis dafür, wie gut man mit einem Loskauf bei der „Aktion Mensch“ als Geschenkidee bedient ist: Gutes Tun – verbunden mit der Chance auf einen Gewinn. Vielleicht auch ein Geschenktipp fürs Weihnachtsfest?“ Um ein Los zu erwerben, muss man zudem noch nicht mal das Haus verlassen. Man kann es einfach Online ordern. Auch das ist eine außerordentlich gute Sache, in der Zeit dieser zweiten Corona-Welle“.

„Ein Dankeschön an die Corona-Helden!“ titelte der Fränkische Tag in einem Bericht, als das Blatt von der schönen Aktion berichtete, die von den drei Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Ebern, Jürgen Hennemann, Steffen Kropp und Markus Oppelt initiiert wurde. Sie schenkten den etwa 2600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Behörden, Institutionen und Geschäften aus dem VG-Bereich in den Gemeinden Ebern, Rentweinsdorf und Pfarrweisach in der Vorweihnachtszeit einen Schoko-Adventskalender. Damit wollten sie  Danke sagen, an alle, die sich zu Zeiten der Pandemie besonders einbringen und oft über das übliche Maß hinaus gefordert sind.

Auch das Team der Caritas-Sozialstation Ebern erhielt die süße Aufmerksamkeit. Sabine Paeth, Leiterin der Caritas-Sozialstation freute sich sehr über die Botschaft: „Das ist wirklich eine tolle Aktion. Auch wenn man es auf dem Foto vielleicht aufgrund der Mund-Nasen-Bedeckungen nicht sehen kann: die Kolleginnen lächeln und haben sich sehr über die Adventskalender gefreut. Herzlichen Dank an alle Beteiligten!“

Liebe Haßberglerinnen und Haßbergler,

ich wende mich mit einem Erlebnisbericht an Sie. Gespeist aus Beobachtungen der letzten Tage und sehr persönlich. Ein Erlebnisbericht eben. Hier ist er:

Es ist Montag. Montag, der 23.11.2020. Das Wochenende, wenn man das so nennen möchte, seit es das neue Corona-Virus gibt, lag gerade hinter mir.

Ich bin Geschäftsführerin eines regionalen Caritasverbandes. Manchmal bezeichne ich mich ein wenig despektierlich als Geschäftsführerin eines Gemischtwarenladens für Soziales. Für „Systemrelevantes“ könnte ich seit einigen Monaten sagen. Es ist nämlich viel Altenpflege dabei und auch Behindertenhilfe – so heißt das offiziell. Heute heißen die Personen, die wir dabei begleiten und unterstützen „Risikogruppen“ oder auch „besonders vulnerable Gruppen“. Beides nicht schön – aber halt Realität.
Seit dem 11.03.2020 beschäftigt mich nichts anderes mehr als SARS-CoV2. Ich nenne es hier der Einfachheit halber Corona. Ich wache mit Corona auf, verbringe den Tag im ununterbrochenen Notfall-Modus, schlafe mit Corona ein und träume von Corona. Es sind keine schönen Träume. Die Wochenenden unterscheiden sich kaum von den Werktagen. Dann arbeite ich halt von zuhause aus. Und die Zahl der eingehenden Emails ist etwas niedriger, weil es tatsächlich noch Menschen gibt, die eine Fünf-Tage-Woche erleben.
Im Hochsommer gab es wenige Tage, da war das nicht so. Die sind lange vorbei.
Ich beschreibe das aus meiner persönlichen Warte. Den Kolleginnen auf der Leitungsebene „unter mir“, also den Einrichtungsleitungen, geht es nicht anders. Für die spreche ich hier aber nicht. Die können sehr viel besser für sich selbst sprechen.
Heute – im späten November 2020 - ist die Lage aus meiner Sicht schlimmer denn je. In unserem Landkreis liegt die Inzidenz bei über 270. Seit Tagen steigt sie täglich an. In meinem Leben ist das nicht nur eine Zahl. Ich erlebe diese Zahl täglich. Täglich ploppen x Meldungen zu Kontaktpersonen und Verdachtsfällen auf. Nicht selten gibt es positive Befunde. Relativ betrachtet aber sind wir bislang gut durchgekommen. Das ist kein Schicksal, sondern Ergebnis aktiven Tuns – davon bin ich zutiefst überzeugt und zutiefst dankbar. Krisenstäbe sonntags, Schlaumachen in den Nächten zu dem, was ich jetzt als SARS CoV2 und PSA (Persönliche Schutzausrüstung) kenne, Kontaktaufnahmen direkt nach China, Ad-hoc-Bestellungen über x 10Tausende Euro, ohne die Lieferanten zu kennen und mit Vorkasse, politische Arbeit regional und überregional, Verordnungen über Nacht umsetzen, Konzepte im gefühlten Stundentakt schreiben, Tests verstehen und organisieren, interne Absicherung und Beruhigung, Kontrollen all überall, oft auch einseitiges „Durchregieren“, vermitteln zwischen den Mitarbeitern, denen die Maßnahmen zu weit gehen und solchen, die mich als fahrlässig bezeichnen…

Jetzt war gerade wieder mal etwas, was ich früher als Wochenende bezeichnete und oft auch als solches erlebte. Ich musste Einiges erledigen, wozu ich tatsächlich seit März kaum mehr komme. Dazu gehörte auch, ein Geschenk für meine Nichte zu organisieren. Mein Privatleben, obwohl ich das ja irgendwie doch auch zumindest für mich persönlich als systemrelevant empfinde, leidet sehr unter Corona. Corona hat mich irgendwie nicht nur zu einer schlechteren Tante gemacht, auch zu einer schlechteren Tochter, Schwester, Freundin, und und und.
Ich stand also am späten Samstagnachmittag von meinem Arbeitsplatz auf, um in unserem schönen Kreisstädtchen im Rahmen einer kurzen Corona-Pause, meiner Nichte Paula etwas zu kaufen. Da stand ich also vor einem Laden, den ich hier nicht konkret benennen möchte. Der Laden kann ja nichts dazu. Systemrelevantes aber gab es dort ganz bestimmt nicht. Eher einfach so Deko- und Geschenkzeugs. Am Eingang sah ich mir – trotz meinem seit neun Monaten eingeübten Gehetzt-Modus – die Szenerie des Innenraumes dieses Deko-Geschäftes an: Die Leute stapelten sich quasi. In einem Deko-Laden. Bei Corona. Bei einer Inzidenz von 270. Und nicht selten mit der Maske am Mund aber unterhalb der Nase eben. Ich ging rückwärts wieder weg, habe daraufhin auch auf den geplanten Lebensmitteleinkauf verzichtet und bin wieder an die Arbeit.

Am Montag darauf, also eben am 23.11., dann der erneute weitere Anstieg unserer Inzidenz im Landkreis. Wir sind momentan der Problemfall Unterfrankens und auch bayernweit mit an der traurigen Spitze.

Ich nehme diese Zahl wahr vor dem Wissen um eine fürchterliche Faustformel, die ich im ersten Halbjahr 2020 zutiefst erschrocken verinnerlicht habe (Wir erinnern uns: Der/die erste Corona-Tote in Deutschland starb in Würzburg!): Wenn Corona in einer stationären Altenpflegeeinrichtung wirklich angekommen ist, sterben 20 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb von 2 Wochen. Ich hoffe sehr, diese Faustformel gilt im zweiten Halbjahr 2020 nicht mehr.
Und auch unsere Mitarbeitenden trifft diese Zahl sehr konkret. Sie selbst, weil sie selbst eben oft auch keine 20 Jahre mehr alt sind und nicht selten selbst zur Risikogruppe gehören. Und sie trifft es, weil keiner weiß, wie die Kolleginnen und Kollegen damit zurecht kommen sollten, wenn 20 Prozent ihrer Anvertrauten innerhalb von 2 Wochen dahingerafft würden. Wir leben in unserer Altenhilfe mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Wir kennen die Pflegebedürftigen nicht selten seit Jahren; oft auch ihre ganzen Familien. In dieser Zeit wachsen Bindungen.

Erlauben Sie mir daher eine Bitte:
So viele haben im Frühjahr für die Pflege geklatscht. Vielleicht auch Einige von Ihnen. Das war schön. Heute wünschte ich mir, man benutzte die Hände, um die Maske auch über die Nase zu ziehen. Besser noch wäre, jetzt einfach mal auszuprobieren, wie es sich anfühlt, keine Deko zu kaufen, die Hände in den Schoß zu legen und daheim zu bleiben. Vielleicht ginge auch basteln?
Das ist ungewohnt, vielleicht sogar im Ergebnis nicht schön. Ich weiß. Die Alternative aber ist schlimm.
Wir machen in der Pflege so viel. Bitte machen Sie alle weiterhin das, was wir alle inzwischen gelernt haben und womit wir bisher auch richtig gut gefahren sind. Und machen Sie andererseits mitunter einfach mal gar nichts. Dann ist auch der Besuch bei Oma und Opa weniger riskant – und den wollen wir auch in den stationären Altenpflege-Einrichtungen solange wie nur irgend machbar weiter ermöglichen.

Meiner Nichte Paula habe ich übrigens mitgeteilt, dass sie heuer kein herkömmliches Geschenk von mir bekommt. Ich habe ihr stattdessen ein Paket der anderen Art gepackt, ihr geschrieben, ein Glas Wein dabei getrunken und eine kleine, sehr private Pause von Corona gemacht.
Sie ist sehr schlau, meine Nichte Paula. Ich muss mich nicht sorgen, dass sie das nicht verstünde. Sorge bereitet mir anderes: Wie kommen wir über den Winter, wenn sich weiter fortsetzt, was ich in meinen Corona-Pausen beobachte. Corona macht keine Pause, das Virus ist bis auf Weiteres immer da und an jedem Ort….

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